{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201030,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20201030,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.1030","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Voraussetzungen f\u00fcr den Abschuss eines einzelnen Wolfs in der bewohnten Landwirtschaftszone","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Artikel\u00a012 Absatz\u00a02 des ge\u00e4nderten Jagdgesetzes sieht vor, dass ein Wolf abgeschossen werden kann, wenn er eine Gef\u00e4hrdung von Menschen darstellt oder verhaltensauff\u00e4llig ist.</p><p>In der \u00c4nderung der Jagdverordnung, die gegenw\u00e4rtig bei den Kantonen in der Vernehmlassung ist, wird diese Bestimmung genauer ausgef\u00fchrt. Artikel\u00a09b regelt Massnahmen gegen einzelne W\u00f6lfe und bestimmt, dass ein Wolf dann verhaltensauff\u00e4llig ist, wenn er sich aus eigenem Antrieb und regelm\u00e4ssig innerhalb oder in unmittelbarer N\u00e4he von Siedlungen aufh\u00e4lt. Im erl\u00e4uternden Bericht vom 8. Mai 2020 wird ausgef\u00fchrt, dass der Begriff \"Siedlung\" weit auszulegen ist und \"neben St\u00e4dten und D\u00f6rfern auch das unmittelbare Umfeld um einen Weiler oder st\u00e4ndig bewohnte Einzelh\u00e4user umfasst\". Nun ist es aber oftmals so, dass - wie neulich etwa in Orsi\u00e8res (Wallis) - der Wolf sich bewohnten Landwirtschaftsgeb\u00e4uden in der sogenannten landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che (LN) n\u00e4hert, nachts, um landwirtschaftliche Nutztiere zu t\u00f6ten, wobei Schutzmassnahmen ergriffen worden sind.</p><p>Ist nun in einem solchen Fall und mit Blick auf den Begriff \"Siedlung\" im Entwurf der revidierten Jagdverordnung die Voraussetzung daf\u00fcr erf\u00fcllt, dass f\u00fcr so einen einzelnen Wolf eine Abschussbewilligung erteilt werden kann?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Das revidierte Jagdgesetz erlaubt den Kantonen den Abschuss eines einzelnen Wolfes in drei Situationen: (1) wenn dieser Wolf Sch\u00e4den verursacht hat, (2) dem Menschen gegen\u00fcber gef\u00e4hrlich wurde oder (3) verhaltensauff\u00e4llig auftrat. In der revidierten Jagdverordnung, die sich aktuell in Vernehmlassung befindet, werden diese drei Begriffe \"Schaden\", \"Gef\u00e4hrdung\" und \"Verhaltensauff\u00e4lligkeit eines Wolfes\" n\u00e4her gefasst, was der Vereinheitlichung des Vollzugs beim Abschuss einzelner W\u00f6lfe dient.</p><p>- Schaden: Die Schadenschwelle unterscheidet sich je nachdem, ob W\u00f6lfe erstmals in einer Region auftreten oder aber bereits dort ans\u00e4ssig sind. Im ersten Jahre des Auftretens eines Wolfes verursacht dieser dann einen Schaden, wenn er (a) innerhalb von vier Monaten mindestens 35 Schafe oder Ziegen gerissen hat, (b) innerhalb eines Monats mindestens 25 Schafe oder Ziegen gerissen hat, oder aber (c) Tiere der Rinder- oder Pferdegattung gerissen hat. In Folgejahren des Auftretens von W\u00f6lfen verursacht ein Wolf dann einen Schaden, wenn er (a) landwirtschaftliche Nutztiere gerissen hat, die mittels zumutbaren Herdenschutzmassnahmen gesch\u00fctzt waren, oder aber (b) landwirtschaftliche Nutztiere gerissen hat, die sich nicht zumutbar sch\u00fctzen lassen.</p><p>- Gef\u00e4hrdung: Ein einzelner Wolf gilt dann als gef\u00e4hrlich, wenn dieser dem Menschen gegen\u00fcber direkt aggressiv aufgetreten ist.</p><p>- Verhaltensauff\u00e4lligkeit: Ein Wolf gilt dann als verhaltensauff\u00e4llig, wenn dieser aus eigenem Antrieb, regelm\u00e4ssig innerhalb oder in unmittelbarer N\u00e4he von Siedlungen aufh\u00e4lt und sich dabei Menschen gegen\u00fcber zu wenig scheu zeigt, in St\u00e4llen landwirtschaftliche Nutztiere reisst, innerhalb von Siedlungen Nutztiere oder Haustiere reisst oder unter ganzj\u00e4hrig genutzten Geb\u00e4uden einen Bau bezieht.</p><p>Im erl\u00e4uternden Bericht des Bundesrates vom 8. Mai 2020 wird neben dem Begriff der \"Verhaltensauff\u00e4lligkeit\" auch jener der \"Siedlung\" gem\u00e4ss der Jagdverordnung umschrieben. Als \"Siedlung\" sind nebst St\u00e4dten und D\u00f6rfern auch Weiler oder ganzj\u00e4hrig bewohnte Einzelgeh\u00f6fte erfasst. Geb\u00e4ude, die nur w\u00e4hrend der S\u00f6mmerungszeit bewohnt werden (z. B. Alph\u00fctten), gelten nur w\u00e4hrend der tats\u00e4chlichen Nutzungszeit als \"Siedlung\". In diesem Sinne sind aktuell bewohnte Landwirtschaftsgeb\u00e4ude als Siedlung zu verstehen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1599004800000)\/","SubmittedBy":"Roduit Benjamin","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1599004800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1750800689507)\/","SubmissionDate":"\/Date(1592438400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5104,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}