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Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um ein Pilotprojekt zu lancieren?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die F\u00f6rderung von alternativen Arbeitsformen f\u00fcr Angestellte der Bundesverwaltung dient dazu, die Arbeitsbedingungen an die j\u00fcngsten Entwicklungen in der Privatwirtschaft anzupassen, um eine attraktive Arbeitgeberin zu bleiben. Das Eidgen\u00f6ssische Finanzdepartement pr\u00fcft derzeit eingehend, welche M\u00f6glichkeiten bestehen, um die Formen flexiblen Arbeitens noch weiter zu entwickeln. Der Peak der Covid-19-Pandemie hat gezeigt, dass Homeoffice eine geeignete Alternative zur Arbeit im B\u00fcro sein kann. Langfristig k\u00f6nnten sich Angestellte jedoch isoliert f\u00fchlen, da der virtuelle Austausch untereinander von zuhause aus nicht besonders zufriedenstellend ist. Um dieses Problem zu umgehen, k\u00f6nnte man in verschiedenen Regionen der Schweiz Coworking-Spaces in Geb\u00e4uden anbieten, die sich bereits im Eigentum des Bundes befinden. Dadurch k\u00f6nnten viele Angestellte, die t\u00e4glich nach Bern und wieder nachhause fahren, teilweise in ihren Heimatregionen arbeiten. Daraus w\u00fcrden sich auch interessante Dynamiken mit Kolleginnen und Kollegen ergeben, die in anderen Verwaltungseinheiten arbeiten. Die grundlegenden Voraussetzungen f\u00fcr das Homeoffice sind eine stabile Internetverbindung und gen\u00fcgend Platz; aufgrund der jeweils vorhandenen Infrastruktur sind diese Voraussetzungen jedoch nicht in jedem Haushalt gegeben. Die regionalen Coworking-Spaces w\u00fcrden einen Zugang zum Bundesnetz erm\u00f6glichen, das wie das Internet am Arbeitsplatz alle Sicherheitsstandards erf\u00fcllt, sowie gen\u00fcgend Platz zum Arbeiten bieten. </p><p>Diese Politik der teilweisen Verlagerung des Arbeitsorts (einige Tage in der Woche und auf absolut freiwilliger Basis) w\u00fcrde ausserdem das Image und die Pr\u00e4senz der Bundesverwaltung in den verschiedenen Regionen st\u00e4rken. Das Ziel dieser Massnahme ist es, eine zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeit zum Arbeitsplatz vor Ort in Bern zu schaffen, und nicht, diesen zu ersetzen. </p><p>1. Wie sch\u00e4tzt der Bundesrat die M\u00f6glichkeit ein, Arbeitspl\u00e4tze in der Art zu schaffen, wie sie in der vorliegenden Anfrage beschrieben sind?</p><p>2. Gibt es bereits \u00e4hnliche M\u00f6glichkeiten?</p><p>3. Sollte die Antwort auf Frage 2 negativ sein, w\u00e4re der Bundesrat bereit, ein Pilotprojekt zu lancieren, um M\u00f6glichkeiten und Risiken zu evaluieren sowie um herauszufinden, ob bei den Angestellten \u00fcberhaupt ein Interesse besteht?</p><p>4. Sind Anpassungen der gesetzlichen Grundlagen n\u00f6tig?</p><p>5. Ist es vorstellbar, im Tessin einen entsprechenden Ort im Eigentum des Bundes zu finden - zum Beispiel in Bellinzona -, um das Projekt zu testen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Zu 1:</p><p>Der Bundesrat hat am 11. September 2020 das Eidgen\u00f6ssische Finanzdepartement (EFD) beauftragt, die M\u00f6glichkeiten einer weiteren Ausgestaltung flexibler Arbeitsformen zu vertiefen. Ziel ist, die Attraktivit\u00e4t der Bundesverwaltung als Arbeitgeberin zu st\u00e4rken und auch in Zukunft eine effiziente Organisation mit geeignetem Einsatz von Ressourcen, Infrastruktur und Informatik sicherzustellen.</p><p>Die flexiblen Arbeitsformen beinhalten dabei ein breites Spektrum: Es reicht von Home-Office \u00fcber den klassischen B\u00fcroarbeitsplatz bis hin zur T\u00e4tigkeit in Co-Working-Spaces, Hub-Arbeitspl\u00e4tzen und flexiblen Teamr\u00e4umen oder generell zu mobilem, orts- und teilweise zeitunabh\u00e4ngigem Arbeiten. </p><p>Zu 2:</p><p>Bereits sind entsprechende Pilotprojekte in der Umsetzung oder in der Planung. </p><p>Einerseits l\u00e4uft beim Bundesamt f\u00fcr Informatik und Telekommunikation ein Pilot, welcher den Mitarbeitenden die Benutzung von nicht bundeseigenen Co-Working-Spaces erm\u00f6glicht. Andererseits ist ein Pilot f\u00fcr sogenannte Hub-Arbeitspl\u00e4tze in Z\u00fcrich in der Umsetzung. Ein weiteres Pilotprojekt f\u00fcr den Standort Genf wird gepr\u00fcft und anschliessend in die Planung aufgenommen.</p><p>Diese Pilotprojekte werden laufend ausgewertet und die gesammelten Erfahrungen k\u00f6nnen so f\u00fcr die zuk\u00fcnftigen Projekte ber\u00fccksichtigt werden. </p><p>Zu 3:</p><p>Siehe Antwort zu den Fragen 1 und 2. </p><p>Zu 4:</p><p>Aus heutiger Sicht sind zur Umsetzung von Co-Working-Spaces oder Hub-Arbeitspl\u00e4tzen keine gesetzlichen Anpassungen notwendig.</p><p>Zu 5:</p><p>Neben Z\u00fcrich und Genf werden weitere Standorte unterem anderen auch im Kanton Tessin gepr\u00fcft und bei einem ausgewiesenen Bed\u00fcrfnis sowie vorhandenem Potenzial in Liegenschaften des Bundes umgesetzt. </p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1605657600000)\/","SubmittedBy":"Romano Marco","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1605657600000)\/","ResponsibleDepartment":7,"ResponsibleDepartmentName":"Finanzdepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EFD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1750802692290)\/","SubmissionDate":"\/Date(1600819200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5105,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}