{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20201054,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20201054,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.1054","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Aufnahme von Kindern in eine Pflegefamilie. Ist es nicht n\u00f6tig und angebracht, die Rolle des Bundes zur Unterst\u00fctzung der Kantone (und vor allem der Familien und der Kinder) zu st\u00e4rken?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Pflegekinderverordnung (PAVO) regelt die Aufnahme eines Kindes in eine Pflegefamilie. Pflegefamilien spielen eine bedeutende Rolle in der Gesellschaft, denn sie \u00fcbernehmen die grosse Verantwortung, ein Kind aufzunehmen, das in einer schwierigen famili\u00e4ren Situation ist. Es handelt sich dabei um eine \u00e4usserst wichtige M\u00f6glichkeit, den unmittelbaren Bed\u00fcrfnissen eines Kindes besser gerecht zu werden. Die Pflegefamilie konzipiert zusammen mit den beteiligten institutionellen und privaten Akteurinnen und Akteuren einen Plan f\u00fcr das Kind und setzt diesen mit angemessenen L\u00f6sungen im im Alltag um. Eine Pflegefamilie zeigt damit viel Solidarit\u00e4t und nimmt eine grosse Verantwortung wahr: Sie braucht daher eine angemessene Ausbildung und Unterst\u00fctzung, um ihrer institutionellen Rolle gerecht zu werden. Das Pflegekind tr\u00e4gt in sich eine emotionale Geschichte mit Verletzungen, weshalb die Pflegefamilie ab dem Moment, in dem sie das Kind bei sich aufnimmt, darauf achten muss, die Schwierigkeiten zu erfassen und das Kind zu begleiten. Heute k\u00f6nnen verheiratete und zusammenlebende Paare mit oder ohne Kinder und auch Einzelpersonen sich als Pflegeeltern bewerben. Die Phase, in der das Kind in die Familie integriert wird, ist sehr heikel und muss sorgf\u00e4ltig vorbereitet und organisiert werden, damit die Elternfiguren in den ersten Monaten m\u00f6glichst oft pr\u00e4sent sind. Ein Kind, das eine schwierige Familiensituation erlebt hat, braucht die st\u00e4ndige Anwesenheit des \"neuen\" Elternteils, damit es die Grundlagen f\u00fcr die Entwicklung einer ausgeglichenen Beziehung aufbauen kann. Familien, die sich als Pflegefamilien bewerben, \u00fcbernehmen in ihrer Freizeit die volle zeitliche Belastung und die Belastung bei der Bew\u00e4ltigung des emotionalen Stresses.</p><p>1. Gibt es auf nationaler Ebene eine Statistik betreffend die Zahl der Pflegefamilien und der Pflegekinder? Falls nein, warum nicht? </p><p>2. Ist bekannt, wie viele Kinder auf einen Platz warten, weil es nicht gen\u00fcgend Pflegefamilien gibt? </p><p>3. Gibt es auf Bundesebene ein Konzept betreffend die Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten (Massnahmen und Projekte), die den Pflegefamilien zur Verf\u00fcgung stehen? </p><p>4. Koordinieren sich die Kantone und welche Rolle spielt der Bund dabei? </p><p>5. Ist eine Revision der Pflegekinderverordnung geplant?</p><p>6. Ist vorstellbar, f\u00fcr die Aufnahme in eine Pflegefamilie einen Elternurlaub zu gew\u00e4hren?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1.-2. Es besteht keine nationale Statistik zu diesen Themen. In Bezug auf die Anzahl Minderj\u00e4hrige, die in einer Pflegefamilie untergebracht sind, hat der Bundesrat im Rahmen seines Berichts vom 19. Dezember 2018 zu \"Massnahmen zum Schliessen von L\u00fccken bei der Umsetzung der Kinderrechtskonvention\" das Bundesamt f\u00fcr Justiz und das Bundesamt f\u00fcr Statistik beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und -direktoren (SODK), der Konferenz f\u00fcr Kindes- und Erwachsenenschutz (KOKES) sowie der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) eine Machbarkeitsstudie zur Schaffung einer Statistik zu erstellen. Der entsprechende Bericht soll im ersten Halbjahr 2021 ver\u00f6ffentlicht werden.</p><p>3.-4. Der Bund verf\u00fcgt \u00fcber keine nationale Gesamt\u00fcbersicht zu den Massnahmen und Projekten zur Unterst\u00fctzung der Pflegefamilien. Das Pflegekinderwesen liegt in der Kompetenz der Kantone. Die Verordnung vom 19. Oktober 1977 \u00fcber die Aufnahme von Pflegekindern (PAVO; SR 211.222.338) ist eine Rahmenverordnung des Bundes, in der lediglich die allgemeinen Grunds\u00e4tze f\u00fcr die Aufnahme von Minderj\u00e4hrigen ausserhalb des Elternhauses, insbesondere die Bewilligungspflicht und die Aufsicht, definiert werden. Gem\u00e4ss dem f\u00f6deralistischen Prinzip obliegt der Vollzug der PAVO ausschliesslich den Kantonen; dem Bund stehen in diesem Bereich keinerlei Kompetenzen zu.</p><p>Die SODK erf\u00fcllt eine wichtige Funktion bei der Koordination der Kantone. Zusammen mit der KOKES erarbeitet sie zurzeit Empfehlungen zur Fremdplatzierung Minderj\u00e4hriger mit dem Ziel, minimale Qualit\u00e4tsstandards f\u00fcr alle Kantone festzulegen. Diese Empfehlungen sollen im Januar 2021 ver\u00f6ffentlicht werden.</p><p>5. Die PAVO war Gegenstand einer Revision, die 2013 in Kraft getreten ist. Zurzeit ist keine weitere Revision vorgesehen.</p><p>6. Die M\u00f6glichkeit eines bezahlten Urlaubs bei Aufnahme eines Kindes in einer Pflegefamilie wird derzeit im Rahmen zweier Projekte thematisiert:</p><p>- Die parlamentarische Initiative Romano \"Einf\u00fchrung einer Adoptionsentsch\u00e4digung\" (13.478) schl\u00e4gt f\u00fcr die Aufnahme von Kindern zur Adoption die Einf\u00fchrung eines bezahlten Urlaubs von zwei Wochen vor, wenn ein unter 4-j\u00e4hriges Kind adoptiert wird. Als Anspruchsberechtigte sollen sowohl k\u00fcnftige Adoptiveltern (Adoptionsentscheid noch ausstehend) als auch solche gelten, die das Kind im Herkunftsland bereits adoptiert haben. Die Vorlage sieht vor, dass der zweiw\u00f6chige Urlaub innerhalb eines Jahres nach Aufnahme des Kindes in die Hausgemeinschaft bezogen werden kann. Das Gesch\u00e4ft befindet sich derzeit in der parlamentarischen Beratung. Es wurde vom Nationalrat behandelt und geht nun in den St\u00e4nderat.</p><p>- Zudem wird am 1. Juli 2021 der 14-w\u00f6chige Betreuungsurlaub f\u00fcr Eltern von gesundheitlich schwer beeintr\u00e4chtigten Kindern gest\u00fctzt auf das neue Bundesgesetz \u00fcber die Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbst\u00e4tigkeit und Angeh\u00f6rigenbetreuung in Kraft treten (AS 2020 4525). Erwerbst\u00e4tige Eltern k\u00f6nnen den bezahlten 14-w\u00f6chigen Betreuungsurlaub innerhalb von 18 Monaten am St\u00fcck oder tageweise beziehen. Gem\u00e4ss Botschaft des Bundesrates soll in der Verordnung der entsprechende Entsch\u00e4digungsanspruch von Pflegeeltern und von Stiefeltern geregelt werden. Die Verordnungs\u00e4nderungen werden derzeit ausgearbeitet, die Verabschiedung der Verordnungs\u00e4nderungen ist f\u00fcr Fr\u00fchling 2021 geplant.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1610496000000)\/","SubmittedBy":"Romano Marco","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1610496000000)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|28|1211","Category":null,"Modified":"\/Date(1750800729343)\/","SubmissionDate":"\/Date(1604016000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5106,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Soziale Fragen|Zivilrecht"}}