{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203029,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20203029,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.3029","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Missbrauch von Psychopharmaka","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Psychopharmaka bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Laut dem Suchtmonitoring Schweiz haben 200 000 Personen einen problematischen Konsum von starken Schlaf- und Beruhigungsmitteln, beurteilt der Bundesrat diese Zahl als kritisch?</p><p>2. Wo sieht er im Zusammenhang mit dem Konsum von Psychopharmaka einen Handlungsbedarf im Bereich seiner Suchtpr\u00e4ventionspolitik und der \"Nationalen Strategie Sucht\"?</p><p>3. Wie erkl\u00e4rt er sich die Zunahme in den letzten Jahren?</p><p>4. Wo sieht er Handlungsbedarf in der Schule, um die Sucht fr\u00fchzeitig zu erkennen und zu handeln?</p><p>5. Wie steht er zu einem systematischen Monitoring bezgl. Konsumgewohnheiten von Jugendlichen wie dies beispielsweise Island vorsieht? </p><p>6. Braucht es aus der Sicht des Bundesrates mehr finanzielle Mittel um die neueren Herausforderungen im Bereich der Psychopharmaka wirksam angehen zu k\u00f6nnen?</p><p>7. Braucht es aus Sicht des Bundesrates strengere Abgaberichtlinien f\u00fcr Benzodiazepine, kodeinhaltige Medikamente und \u00c4hnliches?</p><p>8. Wie kann der Bund die Kantone bei der Sensibilisierung und Weiterbildung von Fachbereichen in Bezug auf Medikamentenmissbrauch unterst\u00fctzen?</p>","ReasonText":"<p>Im Jahr 2019 h\u00e4uften sich Berichte \u00fcber den Missbrauch von verschreibungspflichtigen Psychopharmaka wie Alprazolam (Xanax). Es gibt Hinweise, dass bereits Jugendliche diese Medikamente gegen Angstzust\u00e4nde und Depressionen einnehmen, wie dies beispielsweise in Gelterkinden (BL) oder in Luzern passiert. Auch im europ\u00e4ischen Drogenbericht 2019 wird vor einem steigenden Missbrauch dieser Substanzen gewarnt. In den letzten Jahren scheinen die Zahl, Art und Verf\u00fcgbarkeit neuer psychoaktiver Substanzen, die zur Klasse der Benzodiazepine geh\u00f6ren und die keinen internationalen Drogengesetzen unterliegen, zu steigen. Diese Medikamente werden \u00fcber Vertriebsnetzwerke im illegalen Drogenmarkt verkauft. Andere werden online verkauft und manchmal unter ihrem eigenen Namen als \"legale\" Versionen zugelassener Medikamente vermarktet.</p><p>Alprazolam f\u00fchrt schnell zu Abh\u00e4ngigkeit. In Kombination mit weiteren Drogen wie Alkohol drohen Atemstillstand oder Koma.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./3./6. Der Bundesrat verfolgt die Entwicklung des problematischen Konsums von Schlaf- und Beruhigungsmitteln aufmerksam. Der Anteil der Betroffenen ist nach aktuellem Kenntnisstand jedoch gering und eine Zunahme ist nicht zu beobachten. Bei der j\u00fcngsten verf\u00fcgbaren Erhebung im Jahr 2018 gaben rund 2\u00a0Prozent der Bev\u00f6lkerung ab 15 Jahren an, in den letzten drei Monaten beinahe t\u00e4glich Schlaf- oder Beruhigungsmittel eingenommen zu haben, w\u00e4hrend es 2011 noch 3.5\u00a0Prozent gewesen waren. (Quelle: Schweizer Monitoring System Sucht und nicht\u00fcbertragbare Krankheiten; Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) und obsan; <a href=\"http://www.monam.ch\">www.monam.ch</a>). In Anbetracht dieser Entwicklung h\u00e4lt der Bundesrat einen Einsatz von zus\u00e4tzlichen finanziellen Mitteln nicht f\u00fcr erforderlich.</p><p>2. Der Bericht \"Auslegeordnung problematische Einnahme von psychoaktiven Medikamenten\" des BAG aus dem Jahr 2019 hat gezeigt, dass der problematische Konsum von Schlaf- und Beruhigungsmitteln weniger bei jungen Menschen, sondern eher bei Menschen ab 60 Jahren verbreitet ist. Ebenso wurde eine leichte Zunahme des Konsums opioidhaltiger Schmerzmittel durch chronische Schmerzpatientinnen und -patienten festgestellt. Im Rahmen der Strategie Sucht verfolgt und beobachtet das BAG diese Entwicklungen und pr\u00fcft entsprechende Massnahmen. Unten diesen gegebenen Umst\u00e4nden erachtet der Bundesrat zus\u00e4tzliche Massnahmen als nicht erforderlich.</p><p>4. F\u00fcr die Planung und Umsetzung der suchtpr\u00e4ventiven Massnahmen im Schulbereich sind prim\u00e4r die Kantone und Gemeinden zust\u00e4ndig. Das BAG unterst\u00fctzt diese bei Bedarf bei der Entwicklung und Umsetzung spezifischer Programme und Konzepte. Wie dargelegt manifestiert sich das Problem des missbr\u00e4uchlichen Konsums von psychoaktiven Medikamenten jedoch weniger bei jungen Menschen.</p><p>5. Die Schweiz f\u00fchrt verschiedene periodische Erhebungen zum Konsum psychoaktiver Substanzen unter Jugendlichen durch, darunter die Schweizerische Gesundheitsbefragung (SGB) und die HBSC-Studie (Health behaviour of school children). Weiter untersuchen z.B. auch die Studien der \"Groupe de Recherche sur la Sant\u00e9 des Adolescents\" das Gesundheitsverhalten von Jugendlichen. Die aktuell verf\u00fcgbaren Daten vermitteln ein ausreichend klares Bild der Situation. Der Bundesrat sieht keinen zus\u00e4tzlichen Monitoring-Bedarf.</p><p>7. Die Fachgesellschaften sind f\u00fcr die Entwicklung von Richtlinien und Leitf\u00e4den f\u00fcr die \u00c4rzteschaft bez\u00fcglich des angemessenen Gebrauchs von Psychopharmaka verantwortlich. Wie der Bundesrat schon in seiner Stellungnahme zur Motion 19.4305 Estermann \"Die Abgabe von Antidepressiva in der Schweiz muss massiv gesenkt werden\" ausgef\u00fchrt hat, ist er der Ansicht, dass diese Zust\u00e4ndigkeit bei diesen Organen verbleiben sollte. Durch ihre N\u00e4he zur Praxis sind sie am besten in der Lage, die Relevanz neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse zu beurteilen und ihre Empfehlungen entsprechend anzupassen.</p><p>8. Das BAG steht in st\u00e4ndigem Austausch mit den zust\u00e4ndigen kantonalen Stellen, Fachverb\u00e4nden und Dachorganisationen im Bereich Sucht und unterst\u00fctzt diese mit koordinativen Dienstleistungen. Im Auftrag des BAG erbringen die Fachverb\u00e4nde, die suchtmedizinischen Netzwerke und die Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr Suchtmedizin Leistungen zu Gunsten von Institutionen und Berufsgruppen der medizinischen Grundversorgung. Zudem bietet die im Auftrag des BAG gef\u00fchrte Homepage www.praxis-suchtmedizin.ch Informationen zum Thema Sucht und Medikamente.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1588896000000)\/","SubmittedBy":"Brenzikofer Florence","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1647561600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690508772380)\/","SubmissionDate":"\/Date(1583193600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5102,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Gesundheit"}}