{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203092,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20203092,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.3092","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Geschlechterunterschiede als Thema in der medizinischen Lehre und Forschung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, auf eine \u00c4nderung der Kriterien f\u00fcr die Ausrichtung von Beitr\u00e4gen des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) hinzuwirken und die Anwendung der nationalen Guidelines zu st\u00e4rken, damit Geschlechterunterschiede als Thema in die medizinische Lehre und Forschung aufgenommen werden.</p>","ReasonText":"<p>Aus historischen Gr\u00fcnden und weil es weniger aufwendig war, wurde Gesundheitsforschung an m\u00e4nnlichen K\u00f6rpern durchgef\u00fchrt, und die Ergebnisse wurden auf weibliche K\u00f6rper \u00fcbertragen. Symptomatik und Prognose sind bei Frauen jedoch teilweise andere als bei M\u00e4nnern, und Frauen zeigen mitunter andere Reaktionen auf eine Behandlung als M\u00e4nner. Bei gewissen Krankheiten wie Depressionen und Angstst\u00f6rungen oder Osteoporose wirkt sich die Nichtber\u00fccksichtigung von Geschlechterunterschieden zuungunsten der M\u00e4nner aus.</p><p>Seit den 1990er-Jahren wird der Einbezug von Frauen und weiblichen Tieren in der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung in Europa empfohlen, in den USA sogar vorgeschrieben. In der Schweiz beschr\u00e4nkt sich der SNF auf die Herausgabe von Empfehlungen betreffend Chancengleichheit und Vertretung der Frauen unter Forscherinnen und Forschern, nicht aber unter denjenigen, an denen die Forschung durchgef\u00fchrt wird. Diese Praxis tr\u00e4gt nicht dazu bei, dass wir das Wissen \u00fcber die Unterschiede und die \u00c4hnlichkeiten zwischen M\u00e4nnern und Frauen weiterentwickeln und damit die festgestellten Ungleichheiten in der Verteilung von Krankheiten und Sterberaten reduzieren k\u00f6nnen. Kommt hinzu, dass es einer Verschwendung gleichkommt, wenn Forschungsprojekte ausschliesslich mit M\u00e4nnern durchgef\u00fchrt werden, da die Ergebnisse nicht auf die Gesamtheit der Bev\u00f6lkerung \u00fcbertragbar sind. </p><p>Was die Ausbildung von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten angeht, so wird die Gendermedizin in den neusten nationalen Guidelines zwar ber\u00fccksichtigt, aber zu wenig. Sie muss sowohl in der Ausbildung an den Universit\u00e4ten wie auch in der Weiterbildung (Facharzttitel in der klinischen Medizin) ausgebaut werden. Der Bundesrat soll daher auch mit der FMH das Gespr\u00e4ch suchen und darauf hinwirken, dass diese die Thematik rund um Geschlechterunterschiede und deren Auswirkungen auf die Gesundheit in alle ihre Aus- und Weiterbildungen aufnimmt; insbesondere soll sie das Thema auch bei FMH-Zertifizierungen ber\u00fccksichtigen. In jede Facharzt-Weiterbildung muss ein Modul \u00fcber die Auswirkungen des Geschlechts integriert werden.</p><p>In seiner Antwort auf die Motion Heim 19.3577 f\u00fchrt der Bundesrat aus, dass \"die Kompetenz f\u00fcr die Umsetzung allf\u00e4lliger Massnahmen [...] nicht beim Bund [liegt]\". Deshalb ist die vorliegende Motion auf zwei spezifische Themen ausgerichtet: die Kriterien f\u00fcr die Ausrichtung von SNF-Beitr\u00e4gen und die Curriculum-Guidelines. Der Bericht in Erf\u00fcllung des Postulats Fehlmann Rielle 19.3910 k\u00f6nnte als Grundlage f\u00fcr diese Arbeit dienen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat hat bereits in seinen Antworten auf die Motion Heim 19.3577, \"Homo mensura. Der Mann, das Mass in Forschung und Medizin?\", sowie auf das Postulat Fehlmann Rielle 19.3910, \"Gesundheit der Frauen. Bessere Ber\u00fccksichtigung ihrer Eigenheiten\", dargelegt, dass es Hinweise gibt, dass in der Medizin geschlechterspezifischen Unterschieden nicht ausreichend Rechnung getragen wird. Mit der beantragten Annahme des Postulats Fehlmann Rielle 19.3910 hat sich der Bundesrat bereit erkl\u00e4rt zu pr\u00fcfen, inwiefern solche geschlechterspezifischen Unterschiede vorhanden sind, welche Auswirkungen sie haben und wie ihnen begegnet werden k\u00f6nnte. Der zu erstellende Bericht wird diesbez\u00fcglich Empfehlungen formulieren und als Grundlage f\u00fcr die Erarbeitung allf\u00e4lliger Massnahmen dienen.</p><p>Im Rahmen der Beantwortung des Postulats Fehlmann Rielle 19.3910 werden auch die in der vorliegenden Motion angesprochenen Sachverhalte - namentlich die For-schungsf\u00f6rderung und die Ausbildung von Gesundheitspersonal - mitber\u00fccksichtigt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1589328000000)\/","SubmittedBy":"Porchet L\u00e9onore","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1647388800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690508642517)\/","SubmissionDate":"\/Date(1583884800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5102,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}