{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203304,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20203304,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.3304","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Direktzahlungen st\u00e4rker auf pflanzliche anstatt tierische Produkte ausrichten - f\u00fcr Umwelt, Klima und Gesundheit","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Rahmen der Agrarpolitik zahlt der Bund Versorgungssicherheitsbeitr\u00e4ge \u00fcber 1,1 Milliarden Franken pro Jahr aus. Ziel ist nach Artikel\u00a072 des LwG \"die Erhaltung einer sicheren Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit Nahrungsmitteln\". Sie werden f\u00fcr Tier- und Pflanzenproduktion auf die Fl\u00e4che ausgerichtet, wobei erstere an einen Mindesttierbesatz gekoppelt sind. Diese Direktzahlungen beeinflussen die Produktion und damit die Umwelt-, das Klima- und die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung. Pflanzliche Fleischersatzprodukte haben sich stark weiterentwickelt und etabliert. Laufend kommen neue Produktionsmethoden und vielversprechende Produkte wie z.B. Planted Chicken und Beyond Meat dazu. Der Bundesrat wird gebeten zu beantworten, inwiefern eine st\u00e4rkere oder vollst\u00e4ndige Ausrichtung der Versorgungssicherheitsbeitr\u00e4ge auf pflanzliche Produktion...</p><p>1. unseren Klimazielen zutr\u00e4glich w\u00e4re?</p><p>2. den Bodenverbrauch und die \u00dcberd\u00fcngung reduzieren k\u00f6nnte?</p><p>3. positiven Einfluss auf die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung und die Gesundheitskosten h\u00e4tte?</p><p>4. dem Ziel einer langfristig besseren Versorgungssicherheit st\u00e4rker entgegenkommen w\u00fcrde?</p>","ReasonText":"<p>Ern\u00e4hrung und Ausrichtung der Landwirtschaftspolitik beeinflussen die Umweltbelastung und die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung: Die Ern\u00e4hrung verursacht 20-30 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Ohne Beitrag der Ern\u00e4hrung sind die Klimaziele nicht zu erreichen. F\u00fcr die Gesundheit der Menschen und den Erhalt der Lebensgrundlagen ist entscheidend, was wir essen und wie diese Lebensmittel produziert werden. Produktion und Konsum von Fleisch braucht ein x-faches an Ressourcen (Boden, Energie, Wasser) und verursacht ein Vielfaches an Umweltsch\u00e4den als pflanzliche Ern\u00e4hrung. Dennoch wird in der Klimapolitik die Ern\u00e4hrung im Vergleich zu Geb\u00e4uden oder Mobilit\u00e4t vernachl\u00e4ssigt. Auch aus Sicht der Gesundheit ist der Anteil tierischer Produkte an unserer Ern\u00e4hrung viel zu hoch. Dazu kommen Probleme wie Antibiotikaresistenz aufgrund der Nutztierhaltung. Pflanzliche Fleischersatzprodukte k\u00f6nnen einen zentralen Beitrag zu einer umweltfreundlichen Ern\u00e4hrung und nachhaltigen Versorgung leisten. Mit den Milliardenbeitr\u00e4gen an die Landwirtschaft nimmt der Staat direkt Einfluss auf die Ern\u00e4hrung. Eine Anpassung des Direktzahlungssystems und ein st\u00e4rkerer Fokus auf pflanzliche Produktion birgt ein enormes Potential f\u00fcr Umwelt, Klima und Gesundheit ohne individuelle Einschr\u00e4nkung.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Versorgungssicherheitsbeitr\u00e4ge sind ein zentrales Element der Direktzahlungen. Die mit der Agrarpolitik 2014-2017 eingef\u00fchrten Beitr\u00e4ge werden zur sicheren Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit Nahrungsmitteln und zur Erhaltung der Produktionskapazit\u00e4t ausgerichtet. Im Unterschied zu den vor 2014 geltenden, tiergebundenen Beitr\u00e4gen f\u00fcr die Haltung von Raufutter verzehrenden Nutztieren (RGVE-Beitr\u00e4ge) und f\u00fcr die Tierhaltung unter erschwerenden Produktionsbedingungen (TEP-Beitr\u00e4ge) werden die Versorgungssicherheitsbeitr\u00e4ge pro ha ausgerichtet. Basierend auf Ergebnissen einer Evaluation sollen die Versorgungssicherheitsbeitr\u00e4ge im Rahmen der Weiterentwicklung der Agrarpolitik ab 2022 (AP22+) noch zielgerichteter eingesetzt werden. Ausserdem sollen 300 Mio. Fr. von den Versorgungssicherheits- und den Kulturlandschaftsbeitr\u00e4gen zu den Produktionssystembeitr\u00e4gen umgelagert werden, um Umwelt- und Tierwohlleistungen besser zu unterst\u00fctzen. Gem\u00e4ss Botschaft des Bundesrates sollen die offene Ackerfl\u00e4che und die Dauerkulturen gegen\u00fcber dem Gr\u00fcnland st\u00e4rker gef\u00f6rdert werden. Der heute geltende Mindesttierbesatz soll aufgehoben werden. Die Bewirtschaftung der ausschliesslich als Gr\u00fcnland nutzbaren Fl\u00e4chen soll jedoch weiterhin zum Zielbereich der Versorgungssicherheitsbeitr\u00e4ge geh\u00f6ren.</p><p>Zu 1) und 2) Die Zielerreichung in den Bereichen Klima, Boden und N\u00e4hrstoffe werden sowohl von der Effizienz der landwirtschaftlichen Produktion als auch von deren Intensit\u00e4t beeinflusst. Neben den Versorgungssicherheitsbeitr\u00e4gen haben darauf auch die anderen Direktzahlungen, die agrarpolitischen Massnahmen in den Bereichen Produktion und Absatz sowie Grundlagenverbesserungen einen Einfluss.</p><p>Eine st\u00e4rkere Ausrichtung der pflanzlichen Produktion auf die direkte menschliche Ern\u00e4hrung und eine verbesserte Anpassung der Intensit\u00e4t der tierischen Produktion an die Standortpotenziale k\u00f6nnen den zur Versorgung der Bev\u00f6lkerung n\u00f6tigen Fl\u00e4chenbedarf verringern und eine positive Wirkung auf die Reduktion der Treibhausgasemissionen und die N\u00e4hrstoffverluste der Landwirtschaft haben, sofern es zu einer entsprechenden Anpassung des Konsums kommt. Andernfalls kann es zu einer Verlagerung der Umweltwirkung kommen.</p><p>Zu 3) Die Versorgungssicherheitsbeitr\u00e4ge haben keinen direkten Einfluss auf die Nachfrage, den Konsum, die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung und die Gesundheitskosten. Arbeiten im Rahmen des Aktionsplans Gr\u00fcne Wirtschaft und des Nationalen Forschungsprogramms \"Gesunde Ern\u00e4hrung und nachhaltige Lebensmittelproduktion\" (NFP 69) zeigen jedoch, dass mit einer Umstellung der Ern\u00e4hrung auf mehr pflanzliche Produkte positive Effekte auf die Gesundheit und die globalen Ressourcen verbunden sind.</p><p>Zu 4) Das Konzept der Versorgungssicherheit ist langfristig ausgelegt und umfasst die Sicherung der Grundlagen f\u00fcr die landwirtschaftliche Produktion. Mit einem besseren Schutz der nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen ist die Tragf\u00e4higkeit der \u00d6kosysteme besser eingehalten, was sich positiv auf die Versorgungssicherheit auswirkt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1598400000000)\/","SubmittedBy":"Grossen J\u00fcrg","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1655424000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690508276150)\/","SubmissionDate":"\/Date(1588636800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5103,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}