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Januar 2017 ist in der ganzen Schweiz ein Treffsicherheitsnachweis (TSN) f\u00fcr die Aus\u00fcbung der Jagd obligatorisch. Die Jagd- und Fischereiverwalter-Konferenz der Schweiz und des F\u00fcrstentums Liechtenstein (JFK) hat dazu den Standard vorgelegt und schreibt: 'Die sichere Handhabung der Waffe und eine gute Treffsicherheit sind unverzichtbare Bestandteile einer verantwortungsbewussten Jagd. Die Treffsicherheit ist aus Gr\u00fcnden des Tierschutzes, der Sicherheit, der Wildbretgewinnung und nicht zuletzt aufgrund einer effizienten Jagd als Grundhandwerk der J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger von herausragender Bedeutung. Regelm\u00e4ssiges Schiesstraining und der \u00fcberpr\u00fcfbare Nachweis der Treffsicherheit sollten daher f\u00fcr jeden J\u00e4ger und f\u00fcr jede J\u00e4gerin zur Selbstverst\u00e4ndlichkeit geh\u00f6ren'.</p><p>Wegen der Corona-Situation sind die Schiessst\u00e4nde schweizweit bis auf weiteres geschlossen. Offensichtlich reagieren die kantonalen Jagdverwaltungen darauf sehr unterschiedlich. Einige Kantone verl\u00e4ngern abgelaufene Schiessausweise automatisch bis zum 30. September 2020, andere verlangen eine Erneuerung des TSN innerhalb von zwei Monaten nach Aufhebung der Corona-Auflagen und wieder andere verzichten vollst\u00e4ndig auf eine Erneuerungspflicht dieses Nachweises in diesem Jahr.</p><p>Der Bundesrat wird um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:</p><p>1. Ist der Bundesrat auch der Ansicht, dass es in der jetzigen Situation sicherer f\u00fcr Mensch und Tier w\u00e4re, wenn J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger mit abgelaufenem TSN von der Jagd ausgeschlossen w\u00fcrden?</p><p>2. Wie wird sichergestellt, dass die gesetzlich geforderte und \u00fcberpr\u00fcfte Treffsicherheit gesamtschweizerisch eingehalten werden kann und es nicht zu vermehrtem Tierleid durch Fehlsch\u00fcsse kommt?</p><p>3. Sollten alle Jagenden zur Jagd zugelassen werden, also auch solche ohne TSN, wie steht der Bundesrat dazu, eine nationale Fehlschussstatistik einzuf\u00fchren und diese Erhebungen und Analysen in der j\u00e4hrlich erscheinenden eidgen\u00f6ssischen Jagdstatistik zu ver\u00f6ffentlichen? Die verschiedenen Massnahmen zur Verbesserung der Jagd und zur Verminderung der Fehlsch\u00fcsse k\u00f6nnten so bewertet werden.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Zu 1)</p><p>Gem\u00e4ss Artikel\u00a02 Absatz\u00a02bis Buchstabe\u00a0a der Eidgen\u00f6ssischen Verordnung \u00fcber die Jagd und den Schutz wildlebender S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel (Jagdverordnung; JSV; SR 922.1) regeln die Kantone den periodischen Nachweis der Treffsicherheit als Voraussetzung f\u00fcr die Jagdberechtigung. Dabei verlangen die meisten Kantone heute von den J\u00e4gerinnen und J\u00e4gern einen j\u00e4hrlichen Treffsicherheitsnachweis. Eine mehrj\u00e4hrige Periodizit\u00e4t ist rechtlich ebenfalls m\u00f6glich. Im laufenden Jahr wurden die Jagdschiessst\u00e4nde wegen der Corona-Pandemie Mitte M\u00e4rz geschlossen. In gewissen Kantonen hat das Jagdjahr am 1. Mai begonnen. Deshalb versteht der Bundesrat den Entscheid dieser Kantone, die G\u00fcltigkeit des Treffsicherheitsnachweises vom letzten Jahr zu verl\u00e4ngern. \u00dcberdies \u00fcben viele J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger ihre Schiessfertigkeit das ganze Jahr \u00fcber regelm\u00e4ssig auf Schiessst\u00e4nden. Der Ausschluss von J\u00e4gerinnen und J\u00e4gern vom Jagdjahr 2020-2021, denen es w\u00e4hrend der letzten Monate nicht m\u00f6glich war einen Treffsicherheitsnachweis zu erbringen, erachtet der Bundesrat in dieser speziellen Situation als unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig.</p><p>Zu 2)</p><p>Der Vollzug des Jagdrechts ist Sache der Kantone. Gem\u00e4ss Artikel\u00a03 Absatz\u00a02 des Bundesgesetzes \u00fcber die Jagd und den Schutz wildlebender S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel (Jagdgesetz; JSG; SR 922.0) sorgen sie f\u00fcr eine wirkungsvolle Aufsicht.</p><p>Zu 3)</p><p>Die Einf\u00fchrung einer nationalen Fehlschussstatistik, eingegliedert in die eidgen\u00f6ssische Jagdstatistik, wurde anl\u00e4sslich der Debatte \u00fcber die Revision des eidgen\u00f6ssischen Jagdgesetzes 2019 vom Bundesparlament abgelehnt. Der Bundesrat respektiert den Entscheid des Parlaments.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1593561600000)\/","SubmittedBy":"Schneider Meret","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1655424000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763105315667)\/","SubmissionDate":"\/Date(1588723200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5103,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Gesundheit"}}