{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203405,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20203405,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.3405","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Nationales Forschungsprogramm zu Covid-19 (NFP 78). Stellung der Geistes- und Sozialwissenschaften?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Zusammenhang mit der Lancierung des NFP 78 stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Ist der Bundesrat der Ansicht, dass die Bew\u00e4ltigung der Covid-19-Pandemie lediglich eine Sache des Gesundheitswesens ist oder dass sie praktisch alle Aspekte des individuellen und sozialen Lebens des Menschen betrifft?</p><p>2. K\u00f6nnte sich der Bundesrat vorstellen, das NFP 78 um ein Programm zu erg\u00e4nzen, das die Geistes- und Sozialwissenschaften in diese Bew\u00e4ltigung einbezieht, nachdem er doch darauf hingewiesen hat, dass die Bek\u00e4mpfung der Pandemie heute wesentlich vom Verhalten der Bev\u00f6lkerung abh\u00e4ngt?</p><p>3. Werden Expertinnen und Experten aus den Geistes- und Sozialwissenschaften angemessen vertreten sein, wenn es darum geht, die Projektgesuche zu begutachten, die auf die Sonderausschreibung vom M\u00e4rz 2020 hin und im Hinblick auf das NFP 78 eingereicht worden sind?</p><p>4. Erachtet der Bundesrat den Betrag von 30 Millionen als gen\u00fcgend, mit Blick auf den Umstand, dass in zahlreichen andern L\u00e4ndern weitaus h\u00f6here Betr\u00e4ge f\u00fcr die Forschung in diesem Bereich aufgewendet werden?</p>","ReasonText":"<p>Im M\u00e4rz 2020 wurde eine Sonderausschreibung f\u00fcr Forschungsvorschl\u00e4ge zur Bek\u00e4mpfung der Covid-19-Pandemie mit einem Volumen von 10 Millionen lanciert. Ende April beauftragte der Bundesrat den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) erg\u00e4nzend dazu, ein nationales Forschungsprogramm zu Covid-19 zu lancieren, im Umfang von 20 Millionen, mit dem Ziel, gesundheitliche Empfehlungen und innovative L\u00f6sungen zur Bek\u00e4mpfung von Covid-19 zu erarbeiten.</p><p>Am 3. Mai 2020 haben 17 Professorinnen, Professoren und ehemalige Mitglieder des Forschungsrates des SNF einen offenen Brief zum NFP 78 an die Leitung des SNF gerichtet. In diesem Brief monieren sie, dass diese Forschungsinitiative auf einem \"\u00fcbertrieben engen Krankheits- beziehungsweise Gesundheitsverst\u00e4ndnis\" beruhe. Und weiter heisst es in dem Brief: \"Es handelt sich um Ursachenforschung in einem mehrheitlich bio-medizinischen und technischen Verst\u00e4ndnis. Dies ist unter der Akutperspektive nachvollziehbar, nicht aber in einem Systemverst\u00e4ndnis. Die aktuelle Situation mit das Sozialleben stark einschr\u00e4nkenden Massnahmen und deren Folgen machen deutlich, dass die Pandemie eine deutlich umfassendere Dimension beinhaltet. Geistes- und Sozialwissenschaften -Anthropologie, Geschichte, \u00d6konomie, Politikwissenschaften, Psychologie, Rechtswissenschaften, Soziologie etc. - m\u00fcssen deshalb unbedingt in die Beforschung der Ursachen, Prozesse, Wahrnehmungsmuster und -verzerrungen, sowie kurz- und langfristigen Folgen der Pandemie einbezogen werden, um einem umfassenden systemischen Wissenschaftsverst\u00e4ndnis zu gen\u00fcgen.\"</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Covid-19-Pandemie wesentliche Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft hat. Die Forschung zu solchen Fragen wird dazu beitragen, die Auswirkungen besser zu verstehen. Als erste Reaktion und dringendste Massnahme zur Bek\u00e4mpfung der Pandemie hat der Schweizerische Nationalfonds (SNF) im M\u00e4rz 2020 eine \"Sonderausschreibung Coronaviren\" durchgef\u00fchrt. Von den 284 eingereichten Projekten wurden 271 begutachtet und davon 22 Projekte aus der Biomedizin, 10 Projekte aus den Sozial- und Geisteswissenschaften und 4 Projekte aus den MINT-Disziplinen genehmigt (F\u00f6rdervolumen 10 Millionen Franken). Die Ausschreibung deckt auch k\u00fcnftige Pandemien und sozial- und geisteswissenschaftliche Fragestellungen ab. Erg\u00e4nzend zu dieser Sonderausschreibung hat der SNF im Auftrag des Bundesrates das Nationale Forschungsprogramm \"NFP 78 Covid-19\" Ende April 2020 ausgeschrieben. Damit sollen nationale und internationale Erkenntnisse und Forschungskompetenzen geb\u00fcndelt werden (F\u00f6rdervolumen 20 Millionen Franken; Forschungszeit 2 Jahre). Das NFP 78 hat die biomedizinische und klinische Forschung im Fokus, um dringende Fragen zur Fr\u00fcherkennung, \u00dcbertragbarkeit, Wirkung, Pr\u00e4vention sowie Behandlung von Covid-19-Viruserkrankungen besser verstehen und die Corona-Pandemie mit gezielten Massnahmen angehen zu k\u00f6nnen. Von den 190 eingereichten Gesuchen sind neben dem Bereich Life Sciences auch die Sozial- und Geisteswissenschaften und der MINT-Bereich vertreten. Die Evaluationsergebnisse des NFP 78 liegen bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht vor. Zus\u00e4tzlich zu den beiden Ausschreibungen beteiligen sich auch Hochschulen und Forschungsst\u00e4tten mit ordentlichen Mitteln und Drittmitteln an der Erforschung der Corona-Pandemie in all ihren Facetten. Wie hoch die daf\u00fcr in der Schweiz eingesetzten Mittel insgesamt sind, l\u00e4sst sich heute nicht feststellen.</p><p>1./2. Der Bundesrat hat das NFP 78 auf 24 Monate befristet. Er m\u00fcsste bei Bedarf \u00fcber eine inhaltliche Erweiterung oder Verl\u00e4ngerung beschliessen. Dabei ist festzuhalten, dass Forschungsprojekte zu Einzelthemen im Rahmen der regul\u00e4ren Projektf\u00f6rderung des SNF immer eingereicht werden k\u00f6nnen.</p><p>3. Alle Forschungsgesuche werden nach SNF-Standards unter Einbezug von internationalen Expertinnen und Experten aus den jeweiligen Fachbereichen evaluiert.</p><p>4. Das Engagement der Schweiz an europ\u00e4ischen und internationalen Programmen ist bei weitem gr\u00f6sser als vom Interpellant suggeriert. So etwa ist die Schweiz mit Forschergruppen an der ersten abgeschlossenen von insgesamt drei Horizon 2020-Ausschreibungen zu Covid-19 sowie im Rahmen der multilateralen Zusammenarbeit an der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI, 10 Millionen) und der Strategie \"R&amp;D Blueprint\" der WHO f\u00fcr Covid-19 (2,5 Millionen) beteiligt.</p><p>Zus\u00e4tzlich f\u00f6rdert die Schweiz mit 60 Millionen Franken die Entwicklung und Bereitstellung von Diagnostika, Therapien und Impfstoffen f\u00fcr Covid-19: 30 Millionen f\u00fcr die in Genf ans\u00e4ssige internationale Impfallianz \"Gavi\", die andere H\u00e4lfte geht an das Therapeutics Accelerator Programm und die Stiftungen \"Wellcome Trust\" und die \"Foundation for Innovative New Diagnostics FIND\", die den Zugang zu Diagnostika und Therapien f\u00fcr Covid-19 in Entwicklungsl\u00e4ndern f\u00f6rdern.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1597190400000)\/","SubmittedBy":"Clivaz Christophe","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1638748800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|28|36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690507516993)\/","SubmissionDate":"\/Date(1588723200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5103,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Soziale Fragen|Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}