{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203426,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20203426,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.3426","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"F\u00fcr eine verantwortungsvolle, wohlwollende und nachhaltige Wirtschaftspolitik. Indikatoren und Massnahmen zugunsten des Wohlbefindens","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat sich das Bruttoinlandprodukt (BIP) praktisch als einziger Indikator zur Messung des Wachstums und der Entwicklung eines Landes durchgesetzt. Doch das BIP, das der Summe des im Produktionsprozess entstandenen Einkommens entspricht, misst auch T\u00e4tigkeiten, die das Wohlbefinden der Bev\u00f6lkerung beeintr\u00e4chtigen, beispielsweise umweltbelastende T\u00e4tigkeiten, die zus\u00e4tzliche Gesundheitskosten verursachen. Vor allem aber misst dieser Indikator nicht das allgemeine Wohlbefinden der Bev\u00f6lkerung. Wir m\u00fcssen ermitteln, ob die Politik zur Entwicklung des nationalen Wohlergehens beitr\u00e4gt. Daf\u00fcr gibt es verschiedene Indikatoren, wie den von der OECD entwickelten Better Life Index. Dieser Indikator misst das Wohlergehen anhand von 11 Kriterien und vermittelt ein umfassenderes Bild der Entwicklung eines Landes, das \u00fcber wirtschaftliche Kennzahlen hinausgeht. Solche Indikatoren erleichtern es, geeignete politische Massnahmen festzulegen, die das Leben der Bev\u00f6lkerung heute und in Zukunft verbessern k\u00f6nnen. Die Schweiz steht entschlossen hinter den Zielen der Agenda 2030 und setzt sich f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung ein. Vor allem jetzt nach der Coronakrise ist es jedoch besonders wichtig, dass das Wirtschaftswachstum mit einer messbaren Verbesserung des nationalen Wohlergehens einhergeht. Bestimmte OECD-Mitgliedstaaten wie Finnland oder Neuseeland ziehen Indikatoren des Wohlergehens bei der Ausrichtung und der Bewertung der staatlichen Politik im Hinblick auf eine Wirtschaft des Wohlergehens bereits heute ein, beispielsweise indem ein auf das Wohlergehen ausgerichtetes Budget eingef\u00fchrt wurde.</p><p>Gerade jetzt nach der Coronakrise und in Zeiten, in denen eine nachhaltige Wirtschaft des Wohlergehens f\u00fcr die kurz- und langfristige Entwicklung des Landes von zentraler Bedeutung ist, w\u00e4re es sinnvoll, wenn der Bundesrat solche Indikatoren bei der Festlegung und Bewertung der staatlichen Politik einbezieht. </p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie steht der Bundesrat zur Frage der Messung des Wohlergehens, die auch im Rahmen der OECD diskutiert wird? </p><p>2. Ist er bereit, einen Bericht \u00fcber die Schweiz vorzulegen, der auf den Indikatoren des Wohlergehens der OECD als Grundlage f\u00fcr die Messung und f\u00fcr den Fortschritt basiert?</p><p>3. Welche Impulse ist er bereit international zu setzen, um die Messung des Wohlergehens und eine Ausrichtung der Politik auf das nationale und globale Wohlergehen zu f\u00f6rdern und umzusetzen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Das BIP wurde als Messgr\u00f6sse der Wirtschaftsleistung konzipiert und bildet die Wertsch\u00f6pfung ab, die innerhalb einer bestimmten Zeitperiode in einem Land erwirtschaftet wird. F\u00fcr die Messung der landesweiten Wirtschaftsleistung sind das BIP und davon abgeleitete Kenngr\u00f6ssen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung alternativlos. Die Wohlfahrt der Bev\u00f6lkerung ist allerdings ein komplexes, multidimensionales Thema. Das BIP kann und soll nicht als Messinstrument f\u00fcr alle Dimensionen der Wohlfahrt dienen. Beispielsweise gibt das BIP keine Auskunft \u00fcber Fragen der Einkommensverteilung, der Zufriedenheit oder der Work-Life-Balance. Auch Fragen der Nachhaltigkeit werden nicht direkt ber\u00fccksichtigt.</p><p>Der Bundesrat teilt daher die Ansicht, dass eine umfassende Beurteilung der Wohlfahrt der Bev\u00f6lkerung nur unter Verwendung eines breiteren Spektrums an Indikatoren m\u00f6glich ist. Aus diesem Grund ist das Indikatorensystem Wohlfahrtsmessung seit 2014 ein fester Bestandteil des Portfolios des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS). Es umfasst \u00fcber 40 Indikatoren aus den drei Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt und wird regelm\u00e4ssig aktualisiert. Dabei wird sowohl die materielle (z.B. Einkommen, Verm\u00f6gen) als auch die immaterielle Situation der Bev\u00f6lkerung (z.B. Bildung, Gesundheit, soziales Netz) ber\u00fccksichtigt. In regelm\u00e4ssigen Abst\u00e4nden wird das Indikatorensystem \u00fcberpr\u00fcft und bei Bedarf angepasst. Die internationale Entwicklung bei internationalen Organisationen (wie z. B. der OECD) sowie bei einzelnen L\u00e4ndern wird dabei auch ber\u00fccksichtigt. U. a. verfolgt die Europ\u00e4ische Union bei der Messung der Lebensqualit\u00e4t (\"BIP und mehr\") einen \u00e4hnlichen Ansatz wie die Schweiz mit dem Indikatorensystem Wohlfahrtsmessung.</p><p>Des Weiteren verf\u00fcgt der Bund im Zusammenhang mit der Agenda 2030 f\u00fcr nachhaltige Entwicklung und der Strategie Nachhaltige Entwicklung der Schweiz (SNE) \u00fcber das ausf\u00fchrliche Indikatorensystem \"MONET 2030\". Dieses erlaubt ein umfassendes Monitoring der Umsetzung der 17 Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (SDG) der Agenda 2030 sowie hinsichtlich weiterer, landesspezifischer Themen. MONET 2030 beinhaltet mehrere Indikatoren, die Aspekte von Wohlfahrt in der Schweiz abbilden, etwa im Zusammenhang mit SDG 3 (\"Ein gesundes Leben f\u00fcr alle Menschen jeden Alters gew\u00e4hrleisten und ihr Wohlergehen f\u00f6rdern\").</p><p>2. Wohlfahrt ist wie unter Ziffer 1 erl\u00e4utert ein multidimensionales Thema. Der Bundesrat ber\u00fccksichtigt bei seinen Entscheidungen die jeweils relevanten Dimensionen der Wohlfahrt wie z. B. die Gesundheit, die Bildung, die materiellen Aspekte oder die Umweltqualit\u00e4t. Der Bundesrat ist daher davon \u00fcberzeugt, den verschiedenen Aspekten der Wohlfahrt bei seinen Entscheidungen ein gen\u00fcgend grosses Gewicht zu geben. Im Rahmen der Umsetzung der SNE wird der Bundesrat unter Zuhilfenahme von MONET 2030 \u00fcber die erzielten Fortschritte berichten. Eine zus\u00e4tzliche Berichterstattung auf der Grundlage des Better Life Index der OECD dr\u00e4ngt sich daher nicht auf.</p><p>3<b>.</b> Wie bereits in der Stellungnahme zum Postulat H\u00eache 14.3578, \"Lebensqualit\u00e4t und Wohlfahrt. Wie wirksam sind die politischen Massnahmen und die T\u00e4tigkeiten des Bundes?\" sowie in der Antwort auf die Interpellation Girod 19.3776 \"Wohlfahrtsmessung. </p><p>Wie geht es weiter?\" festgehalten wurde, ist die F\u00f6rderung der Wohlfahrt einer der Zwecke, die in Artikel\u00a02 der Bundesverfassung (SR 101) verankert sind. Der Bundesrat ist sich der Wichtigkeit dieses Themas und der verschiedenen Arbeiten in diesem Bereich bewusst und unterst\u00fctzt diese.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1597795200000)\/","SubmittedBy":"Sommaruga Carlo","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1600905600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|15|28|52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690508325360)\/","SubmissionDate":"\/Date(1588723200000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5103,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Wirtschaft|Soziale Fragen|Umwelt|Gesundheit"}}