{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203492,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20203492,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.3492","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Auswirkungen der Corona-Krise auf die Berufsbildung und Jugendarbeitslosigkeit","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Auswirkungen der Coronakrise auf die Wirtschaft und das Bildungssystem werden sich auch auf den Lehrstellen- und Arbeitsmarkt \u00fcbertragen und im schlimmsten Fall ein drastischer Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit nach sich ziehen. Stefan Wolter, Bildungs\u00f6konom der Universit\u00e4t Bern, rechnet mit dem Verlust von insgesamt 14 000 bis \u00fcber 23 000 Lehrstellen bis 2025, je nach Schwere der Rezession. Das bedeutet auch, dass die Konkurrenz unter den Jugendlichen stark zunehmen wird.</p><p>1. Wie hoch sch\u00e4tzt der Bundesrat den Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ein?</p><p>2. Um allf\u00e4lligen Auswirkungen der Corona-Pandemie effizient entgegentreten zu k\u00f6nnen setzte der Bund die \"Task Force Perspektive Berufslehre 2020\" ein. Welche konkreten Strategien sieht diese Task Force vor? </p><p>3. Welche finanziellen Massnahmen zur Abfederung der Jugendarbeitslosigkeit und des Lehrstellenverlustes sind vorgesehen?</p><p>4. Wie gedenkt der Bundesrat die entstehenden Mehrkosten bei der Arbeitslosenversicherung (ALV) zu decken?</p><p>5. W\u00e4re die Schaffung eines nationalen Berufsbildungsfonds zur Finanzierung von Lehrstellen ein L\u00f6sungsansatz?</p><p>6. Erachtet es der Bundesrat als problematisch, dass durch Scherenbildung, verpasster Schulstoff oder entfallene Pr\u00fcfungen ein Stigma entstehen k\u00f6nnte f\u00fcr Jugendliche und junge Erwachsene mit Abschluss 2020?</p><p>7. Welche Massnahmen sieht der Bundesrat zur zuk\u00fcnftigen Sicherstellung der Chancengleichheit in der Bildung im Distance Learning vor?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. In diesem Jahr ist mit einem \u00fcberdurchschnittlichen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit zu rechnen. Diese war Ende Juni 2020 mit 3,3\u00a0Prozent 1,4 Prozentpunkte h\u00f6her als Ende Juni 2019 (1,9%). Die Situation d\u00fcrfte sich n\u00e4chstes Jahr aber wieder schrittweise entspannen: Erfahrungen aus vergangenen Krisen zeigen, dass Jugendliche \u00fcberdurchschnittlich stark von konjunkturellen Aufschw\u00fcngen profitieren. Es ist daher zu erwarten, dass sich die Jugendarbeitslosigkeit bei einer Erholung der Wirtschaft wieder zur\u00fcckbilden wird.</p><p>2./3. Die Task Force beobachtet in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt (OdA) die Lage auf dem Lehrstellenmarkt und die Situation der Lehrabg\u00e4ngerinnen und -abg\u00e4nger. Grundlage dazu sind monatliche Erhebungen bei den kantonalen Berufsbildungs\u00e4mtern und OdA. Dieses Monitoring hilft, fr\u00fchzeitig Tendenzen und allf\u00e4lligen Handlungsbedarf zu erkennen. Zudem macht die Task Force bew\u00e4hrte Massnahmen wie Lehrstellenf\u00f6rderung oder Coaching sichtbar und tr\u00e4gt zur Vernetzung der Akteure bei. F\u00fcr die Finanzierung von Massnahmen in den Bereichen Lehrstellenmarkt und Jugendarbeitslosigkeit stehen entsprechende Instrumente bereits zur Verf\u00fcgung. Mit dem F\u00f6rderschwerpunkt \"Lehrstellen Covid-19\" kann der Bund, gest\u00fctzt auf das Berufsbildungsgesetz (SR 412.10) und im Rahmen bestehender Kredite, Vorhaben von Kantonen und OdA zum Erhalt und zur Schaffung und Besetzung von Lehrstellen, zur Erarbeitung neuer Ausbildungsmodelle oder zur Vermeidung von Lehrvertrags-Aufl\u00f6sungen unterst\u00fctzen und bis zu 80 Prozent der Kosten \u00fcbernehmen. Zur Bek\u00e4mpfung der Jugendarbeitslosigkeit stehen den kantonalen Vollzugsstellen der Arbeitslosenversicherung (ALV) gem\u00e4ss Artikel\u00a02 der Verordnung des WBF \u00fcber die Verg\u00fctung von arbeitsmarktlichen Massnahmen (SR 837.022.531) mehr finanzielle Mittel f\u00fcr die Beratung und Unterst\u00fctzung der arbeitslosen Personen zur Verf\u00fcgung, wenn die Arbeitslosigkeit steigt. Ausserdem k\u00f6nnen Berufsbildnerinnen und Berufsbildner, die einen Arbeitsausfall erleiden und weiterhin Lernende in ihrer Ausbildung unterst\u00fctzen, Kurzarbeitsentsch\u00e4digung erhalten.</p><p>4. Die Entsch\u00e4digung der Kantone f\u00fcr den Vollzug der ALV wird anhand der gemeldeten Stellensuchenden berechnet. Diese Bezugsgr\u00f6sse dient auch als Grundlage f\u00fcr die Berechnung der kantonalen Plafonds f\u00fcr arbeitsmarktliche Massnahmen. So wird sichergestellt, dass die Mehrkosten aufgrund der steigenden Jugendarbeitslosigkeit durch den Fonds der ALV gedeckt werden k\u00f6nnen.</p><p>5. Ein nationaler Berufsbildungsfonds zur Finanzierung von Lehrstellen ist nicht zielf\u00fchrend. Einerseits werden in Lehrbetrieben im Durchschnitt die Ausbildungskosten durch Ertr\u00e4ge aus der produktiven Arbeit der Lernenden vollst\u00e4ndig gedeckt. Andererseits zeigt eine aktuelle Expertise des eidgen\u00f6ssischen Hochschulinstituts f\u00fcr Berufsbildung (EHB), dass Subventionen an Lehrbetriebe eine bescheidene Wirkung auf die Zahl der Lehrstellen entfalten, jedoch verh\u00e4ltnism\u00e4ssig hohe Kosten verursachen. Es wird auch bef\u00fcrchtet, dass Betriebe, die sich durch Subventionen neu zu einer Ausbildung bewegen liessen, Lernende als billige Arbeitskr\u00e4fte einsetzen k\u00f6nnten, so dass die Qualit\u00e4t der Ausbildung nicht gew\u00e4hrleistet w\u00e4re.</p><p>6. Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt haben sich im Fr\u00fchling 2020 auf die Durchf\u00fchrung der diesj\u00e4hrigen Qualifikationsverfahren geeinigt. Dies erm\u00f6glichte es den Lehrabg\u00e4ngerinnen und Lehrabg\u00e4ngern, trotz Auswirkungen der Corona-Pandemie auch 2020 ein auf dem Arbeitsmarkt anerkanntes, vollwertiges eidgen\u00f6ssisches F\u00e4higkeitszeugnis bzw. Berufsattest zu erhalten.</p><p>7. Das Eidgen\u00f6ssische Departement f\u00fcr Wirtshaft, Bildung und Forschung hat bereits 2017 Aktionsfelder und Massnahmen definiert, welche geeignet sind, die Herausforderungen der Digitalisierung zu bew\u00e4ltigen. Die Berufsbildung setzt diese Massnahmen zusammen mit den Verbundpartnern im Rahmen der Initiative \"Berufsbildung 2030\" um. F\u00fcr den gezielten Mitteleinsatz hat der Bund den F\u00f6rderschwerpunkt \"digitalinform.swiss\" eingerichtet. Er kann so Projekte sichtbar machen und vernetzen, die Verbundpartner bei Massnahmen unterst\u00fctzen und bis zu 60 Prozent der Kosten \u00fcbernehmen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1598400000000)\/","SubmittedBy":"Masshardt Nadine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1600992000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|28|32|44|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690508113030)\/","SubmissionDate":"\/Date(1591142400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5104,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Soziale Fragen|Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Gesundheit"}}