{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203508,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20203508,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.3508","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"St\u00e4rkung der Milizpolitik. Anrechnung der T\u00e4tigkeit von Milizpolitikerinnen und Milizpolitikern an Weiterbildungen im Hochschulbereich","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, zusammen mit der Schweizerischen Hochschulkonferenz bzw. den Hochschulen und dem Schweizerischen Gemeindeverband zu pr\u00fcfen, wie Mitglieder der Gemeindeexekutive ihre im Amt erworbenen Kompetenzen an Aus- und Weiterbildungen im Hochschulbereich (CAS, DAS, MAS z.B. im Bereich Public Administration; MBA, EMBA) anrechnen lassen k\u00f6nnen. Es geht insbesondere um: </p><p>1. die Pr\u00fcfung von standardisierten Verfahren zur Anrechnung der im Milizamt erworbenen Kompetenzen an die formale Bildung im Hochschulbereich</p><p>2. die Festlegung der Kriterien (Voraussetzungen) zur Anrechenbarkeit der Kompetenzen von Milizpolitikerinnen und Milizpolitikern</p>","ReasonText":"<p>Das Milizsystem ist neben dem F\u00f6deralismus und der direkten Demokratie ein Pfeiler des Erfolgsmodells Schweiz. Dank dem Milizsystem bleibt die Politik in der Schweiz b\u00fcrgernah. Doch es wird zunehmend schwierig, Personen f\u00fcr ein Milizamt zu gewinnen. Das Jahr der Milizarbeit 2019 des Schweizerischen Gemeindeverbands hat gezeigt, dass Handlungsbedarf besteht. Ein Engagement in der Gemeindeexekutive ist aufw\u00e4ndig. Das Entgelt ist nicht selten bescheiden. Insbesondere f\u00fcr ambitionierte Berufsleute zwischen 25 und 40 Jahren, die einen Stellenwechsel oder eine F\u00fchrungsposition anstreben, ist ein Milizamt ein \"Wettbewerbsnachteil\" gegen\u00fcber jenen, die sich nicht f\u00fcr das Gemeinwohl engagieren und Zeit in eine berufliche Weiterbildung investieren k\u00f6nnen. Dieser Nachteil kann beseitigt und das Milizamt gleichzeitig aufgewertet werden, indem Politikerinnen und Politiker ihre T\u00e4tigkeit in einer Gemeindeexekutive an Lehrg\u00e4ngen von Schweizer Hochschulen anrechnen lassen k\u00f6nnen. Denn das Amt selber ist eine Form von Aus- und Weiterbildung. So erwirbt eine Person w\u00e4hrend ihrer T\u00e4tigkeit in der Gemeindeexekutive viele F\u00e4higkeiten und Kompetenzen: F\u00fchrung, Verhandlung, Kommunikation etc., die in der Berufswelt und f\u00fcr den Wirtschaftsstandort Schweiz wichtig sind. Wenn Milizpolitikerinnen und Milizpolitiker die M\u00f6glichkeit h\u00e4tten, ihre T\u00e4tigkeit an Lehrg\u00e4ngen von Hochschulen anrechnen zu lassen (in Form von Praktika oder ECTS-Punkten), w\u00fcrde dies dazu beitragen, ein Milizamt attraktiver zu gestalten und mehr Personen f\u00fcr ein Milizamt zu gewinnen. So wie Hochschulen die milit\u00e4rische F\u00fchrungsausbildung f\u00fcr Weiterbildungen anrechnen, sollen sie auch Erfahrungen in der Gemeindeexekutive ber\u00fccksichtigen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat anerkennt die Bedeutung der exekutiven und legislativen Milizt\u00e4tigkeit auf allen Ebenen des politischen Systems. Er teilt auch das Grundanliegen der Postulantin f\u00fcr eine geb\u00fchrende Anrechnung und Anerkennung der auf unterschiedliche Art und Weise erworbenen Kompetenzen innerhalb des Bildungssystems (vgl. auch Antwort des Bundesrats auf das Postulat Buffat, 18.3347). Dadurch kann eine flexible Laufbahngestaltung gef\u00f6rdert und der Anreiz zum lebenslangen Lernen gest\u00e4rkt werden.</p><p>Gem\u00e4ss dem Bundesgesetz \u00fcber die Weiterbildung (WeBiG; SR 419.1) geh\u00f6ren Kompetenzen, die ausserhalb der strukturierten Bildung erworben worden sind, zur sogenannten informellen Bildung (Art. 3 Bst. d). Dazu geh\u00f6rt auch die Milizt\u00e4tigkeit und das Engagement in Gemeindeexekutiven. Diese k\u00f6nnen nicht per se, sondern lediglich im Hinblick auf existierende formale Bildungen angerechnet werden. Im Terti\u00e4rbereich sind die jeweiligen Anbieter daf\u00fcr zust\u00e4ndig. In der h\u00f6heren Berufsbildung liegt die Aufnahme \"sur dossier\" und die Anrechnung von Bildungsleistungen und erworbenen Kompetenzen in der Zust\u00e4ndigkeit der jeweiligen Pr\u00fcfungskommission bzw. h\u00f6heren Fachschule. Bei den eidgen\u00f6ssischen Pr\u00fcfungen k\u00f6nnen z.B. Teile der Pr\u00fcfung bzw. bei modularen Vorbereitungen einzelne Module \"angerechnet\" werden.</p><p>Im Bereich der Hochschulbildung gilt das Prinzip der Hochschulautonomie. Weder der Bundesrat noch die Schweizerische Hochschulkonferenz k\u00f6nnen den Hochschulen branchenspezifische Anrechnungen vorschreiben. Jede Hochschule bestimmt eigenst\u00e4ndig, inwiefern sie Praxiserfahrungen bei der Zulassung und Anrechnung zu ihren Aus- und Weiterbildungsangeboten ber\u00fccksichtigen kann. Einige Hochschulen sehen Einzelfalll\u00f6sungen vor, andere kennen ausf\u00fchrliche \"VAE\"-Verfahren (Validation des Acquis de l'exp\u00e9rience), so etwa die P\u00e4dagogischen Hochschulen, die Universit\u00e4ten Genf und Lausanne sowie die Fachhochschule Westschweiz (HES-SO). Letztere werden f\u00fcr grundst\u00e4ndige Bachelor- und Masterstudieng\u00e4nge angewendet (formale Bildung).</p><p>Im Bereich der Weiterbildung (nichtformale Bildung) konzipieren die Hochschulen ihre Angebote (CAS/DAS/MAS sowie sonstige Weiterbildungsangebote) praxisorientiert und oft in enger Zusammenarbeit mit Akteuren der Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Dabei steht es dem von der Postulantin erw\u00e4hnten Schweizerischen Gemeindeverband ebenso wie anderen Organisationen frei, direkt mit den Hochschulen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr abgestimmte Angebote oder Anrechnungen abzukl\u00e4ren. Die Rektorenkonferenz der Schweizerischen Hochschulen (swissuniversities) steht dem Schweizerischen Gemeindeverband zur Vermittlung von Kontakten zu den Hochschulen zur Verf\u00fcgung.</p><p>Der Bundesrat erachtet das Anliegen der Postulantin aus den genannten Gr\u00fcnden als grunds\u00e4tzlich erf\u00fcllt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1598400000000)\/","SubmittedBy":"Seiler Graf Priska","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1652227200000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|32","Category":null,"Modified":"\/Date(1690507799073)\/","SubmissionDate":"\/Date(1591142400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5104,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Bildung"}}