{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203566,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20203566,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.3566","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Corona-Krise. Lehrstellen sichern und Jugendarbeitslosigkeit verhindern","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, mit den Verbundpartnern Kantone und Organisationen der Arbeitswelt Massnahmen zu ergreifen, um die negativen Folgen der COVID-19 Massnahmen auf die Lehrbetriebe und die Jugendlichen vor, in und nach der Lehre zu mindern. So hat er mit geeigneten Massnahmen sicherzustellen, dass ein weiterhin attraktives Lehrstellenangebot erhalten bleibt, allenfalls verpassten Lernstoff w\u00e4hrend der Lehre aufgeholt werden kann und Stellensuchende nach dem Lehrabschluss so unterst\u00fctzt werden, dass eine Arbeitslosigkeit verhindert werden kann. Zudem hat er jene Massnahmen zu ergreifen, mit denen er bei einer allf\u00e4lligen zweiten Welle, die negativen Auswirkungen auf die Lehrbetriebe und die Jugendlichen auffangen will. Das Ziel muss es sein, unserer Wirtschaft l\u00e4ngerfristig den Nachwuchs an gut qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften zu sichern.</p>","ReasonText":"<p>Die Corona-Krise mit dem Shutdown trifft die Wirtschaft hart und hat auch direkte Auswirkungen auf die berufliche Grundbildung. Die Situation wird zum Teil je nach Branche und Region anders sein. Fallen infolge der Krise im Herbst oder im Jahre 2021 Lehrstellen weg, wird der Wirtschaft in 4-5 Jahren der Nachwuchs von gut qualifizierten Fachkr\u00e4ften fehlen. Die Lehrbetriebe m\u00fcssen bei diesen f\u00fcr sie existenziellen langfristigen Entscheiden unterst\u00fctzt werden. Aber auch die betriebliche, schulische und \u00fcberbetriebliche Ausbildung der Jugendlichen in der Lehre war und ist beispielsweise durch die Kurzarbeit und Betriebsschliessungen betroffen. Home-Office war f\u00fcr die Betriebe und die Jugendlichen insbesondere bei der betriebspraktischen Ausbildung eine besondere Herausforderung. Die Verbundpartner Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt sind hier gefordert, das Nachholen von verpasstem Unterrichtsstoff zu unterst\u00fctzen. Schlussendlich lehren uns die Erfahrungen, dass in konjunkturell schwachen Jahren ein betr\u00e4chtlicher Anteil der Berufseinsteiger f\u00fcr eine bestimmte Zeit arbeitslos wird. Denn es werden nach dem Lehrabschluss weniger Jugendliche im bisherigen Betrieb weiterbesch\u00e4ftigt werden k\u00f6nnen. Um eine Zunahme der Jugendarbeitslosigkeit zu verhindern, braucht es unterst\u00fctzende Massnahmen f\u00fcr den Einstieg ins Berufsleben. Schlussendlich ist zwar jede Krise wieder anders, aber es muss auch interessieren, welche Vorbereitungen bereits heute im Hinblick auf eine allf\u00e4llige zweite Welle getroffen werden.</p><p>Mit dem Forschungsprojekt \"LehrstellenPuls\" erhebt die ETH Z\u00fcrich gegenw\u00e4rtig monatlich den Einfluss von COVID-19 auf die Lehrbetriebe und die Berufslernenden. Damit stehen laufend aktuelle und wichtige Grundlagen zur Verf\u00fcgung. F\u00fcr Bundesrat Guy Parmelin besch\u00e4ftigt sich eine Task Force mit den Auswirkungen der Corona-Krise auf die berufliche Grundbildung. Das Berufsbildungsgesetz gibt zudem dem Bundesrat die M\u00f6glichkeit, befristete Massnahmen zu ergreifen, wenn sich ein Ungleichgewicht zwischen dem Angebot von Lehrstellen und ihrer Nachfrage abzeichnen sollte (Art. 13 BBG). Es stehen somit allen Verbundpartnern als Entscheidungstr\u00e4ger die Informationen zur Verf\u00fcgung, um nun schnell und zielgerichtet zu handeln. Ziel muss es sein, unser Berufsbildungswesen zu st\u00e4rken und den Nachwuchs an qualifizierten Fachkr\u00e4ften f\u00fcr unsere Wirtschaft zu st\u00e4rken.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Damit sich das neue Coronavirus m\u00f6glichst wenig negativ auf die Berufsbildung auswirkt, setzt der Bundesrat auf die verbundpartnerschaftlich konsolidierten Massnahmen der Task Force \"Perspektive Berufslehre 2020\". Die Task Force beobachtet die Lage auf dem Lehrstellenmarkt und die Situation der Lehrabg\u00e4ngerinnen und -abg\u00e4nger. Grundlage dazu sind monatliche Erhebungen bei den kantonalen Berufsbildungs\u00e4mtern und bei Organisationen der Arbeitswelt (OdA). Dieses Monitoring hilft fr\u00fchzeitig Tendenzen und Handlungsbedarf zu erkennen. Zudem macht die Task Force bew\u00e4hrte Massnahmen wie Lehrstellenf\u00f6rderung oder Coaching sichtbar und tr\u00e4gt zur Vernetzung der Akteure bei.</p><p>Kantone und OdA k\u00f6nnen dabei auf ein erprobtes Instrumentarium an Massnahmen zur\u00fcckgreifen und damit sowohl Betriebe als auch Jugendliche gezielt unterst\u00fctzen. Der Bund hat mit dem F\u00f6rderschwerpunkt \"Lehrstellen Covid-19\" die M\u00f6glichkeit, Projekte der Verbundpartner zu unterst\u00fctzen. Damit kann der Bund gest\u00fctzt auf das Berufsbildungsgesetz (SR 412.10) und im Rahmen bestehender Kredite Vorhaben von Kantonen und OdA zum Erhalt und zur Schaffung und Besetzung von Lehrstellen, zur Erarbeitung neuer Ausbildungsmodelle oder zur Vermeidung von Lehrvertragsaufl\u00f6sungen gezielt unterst\u00fctzen. Der Bund \u00fcbernimmt bei diesen Vorhaben bis zu 80 Prozent der Kosten, wenn die Projekte bis Ende 2020 eingegeben werden und h\u00f6chstens bis Ende 2021 angelegt sind. Dauern die Projekte l\u00e4nger, werden ab 2022 bis zu 60 Prozent der Kosten \u00fcbernommen. Entsprechende Beitragsgesuche werden priorit\u00e4r behandelt, damit die Vorhaben m\u00f6glichst schnell bewilligt und umgesetzt werden k\u00f6nnen.</p><p>In diesem Jahr ist mit einem \u00fcberdurchschnittlichen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit zu rechnen. Diese war Ende Juni 2020 mit 3,3\u00a0Prozent 1,4 Prozentpunkte h\u00f6her als Ende Juni 2019 (1,9%). Die Situation d\u00fcrfte sich n\u00e4chstes Jahr aber wieder schrittweise entspannen: Erfahrungen aus vergangenen Krisen zeigen, dass Jugendliche \u00fcberdurchschnittlich stark von konjunkturellen Aufschw\u00fcngen profitieren. Es ist daher zu erwarten, dass sich die Jugendarbeitslosigkeit bei einer Erholung der Wirtschaft wieder zur\u00fcckbilden wird.</p><p>Gem\u00e4ss Art. 2 der Verordnung des WBF \u00fcber die Verg\u00fctung von arbeitsmarktlichen Massnahmen (SR 837.022.531) stehen den kantonalen Vollzugsstellen der Arbeitslosenversicherung mehr finanzielle Mittel f\u00fcr die Beratung und aktivierende Unterst\u00fctzung der arbeitslosen Personen zur Verf\u00fcgung, wenn die Arbeitslosigkeit steigt. Die Kantone verf\u00fcgen \u00fcber ein breites Spektrum an Massnahmen, beispielsweise bei der Unterst\u00fctzung der Stellensuche oder beim Erwerb zus\u00e4tzlicher Qualifikationen. Die Kantone k\u00f6nnen diese arbeitsmarktliche Massnahme bedarfsgerecht einsetzen und ausbauen. In Zeiten erh\u00f6hter Arbeitslosigkeit k\u00f6nnen Personen, die von der Erf\u00fcllung der Beitragszeit befreit sind und deshalb vor dem erstmaligen Bezug der Arbeitslosenentsch\u00e4digung eine besondere Wartezeit von 120 Tagen haben, bereits w\u00e4hrend dieser besonderen Wartezeit an einem Berufspraktikum teilnehmen. Aufgrund der ansteigenden Arbeitslosigkeit im Zuge der Coronavirus-Krise sind die Voraussetzungen f\u00fcr Berufspraktika w\u00e4hrend der besonderen Wartezeit ab Sommer 2020 erf\u00fcllt. Ausserdem k\u00f6nnen Berufsbildnerinnen und Berufsbildner, die einen Arbeitsausfall erleiden und weiterhin Lernende in ihrer Ausbildung unterst\u00fctzen, Kurzarbeitsentsch\u00e4digung erhalten.</p><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass sowohl in der Berufsbildung als auch betreffend Jugendarbeitslosigkeit ein wohlabgestimmtes Instrumentarium vorhanden ist, das bedarfsgerecht zum Einsatz kommt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1598400000000)\/","SubmittedBy":"Stadler Simon","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1652227200000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|28|32|36|44|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690508134907)\/","SubmissionDate":"\/Date(1591747200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5104,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Soziale Fragen|Bildung|Wissenschaft und Forschung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Gesundheit"}}