{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203614,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20203614,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.3614","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Kreislaufwirtschaft und Bauwesen. Wie kann die Wiederverwendung im Bau gef\u00f6rdert werden?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>J\u00e4hrlich werden in der Schweiz gegen 4000 Bauten abgebrochen. Zwar wird ein Teil der Bauelemente rezykliert und wiederverwertet, jedoch k\u00f6nnten viele andere ebenfalls wiederverwendet werden. Dies w\u00fcrde zu weniger Abf\u00e4llen der Baubranche f\u00fchren, die immerhin zwei Drittel unserer Abf\u00e4lle produziert. Die Kreislaufwirtschaft bietet sich dazu an, die Baumaterialien sparsam, dauerhaft und wieder zu verwenden, bevor sie rezykliert werden. Auch die Abfallverordnung stellt die Vermeidung von Abf\u00e4llen vor deren Verwertung und Entsorgung. Tats\u00e4chlich ist die Wiederverwendung \u00f6kologischer als das Recycling, da das Material die gesamte graue Energie wie auch das Knowhow bewahrt, die f\u00fcr seine Herstellung n\u00f6tig waren. Die Wiederverwendung vermeidet zudem den Energieverbrauch und den Qualit\u00e4tsverlust, die das Recycling mit sich bringt. Sie wird beim Bauen in der Schweiz noch sehr wenig praktiziert, es sei denn beim Aushubmaterial. Im Rahmen seines Engagements zugunsten der Kreislaufwirtschaft sollte der Bundesrat die Praxis der Wiederverwendung f\u00f6rdern. Das BAFU hat \u00fcbrigens dazu k\u00fcrzlich eine Studie machen lassen, die interessante Wege aufzeigt.</p><p>1. Welche Rechtsgrundlagen, Reglementierungen, Normen und Garantien k\u00f6nnen die Wiederverwendung bremsen, und wie k\u00f6nnte man sie anpassen?</p><p>2. Welche Anreize k\u00f6nnten die Wiederverwendung attraktiver machen?</p><p>3. Wie k\u00f6nnte man die Innovation im Bereich der digitalen Technologien zur Erleichterung der Wiederverwendung beg\u00fcnstigen (Bauwerksdatenmodellierung, Materialp\u00e4sse, Projekte wie Madaster usw.)?</p><p>4. Wie k\u00f6nnten die Mehrkosten begrenzt werden, die m\u00f6glicherweise mit der Wiederverwendung verbunden sind? Was k\u00f6nnte der Bundesrat tun, um die Entstehung eines dynamischen und praxisgerechten Markts in diesem Bereich zu unterst\u00fctzen?</p><p>5. Sollten die Gemeinwesen nicht eine Pionierrolle \u00fcbernehmen, indem sie bei ihren eigenen Bauvorhaben Materialien wiederverwenden? Ist der Bundesrat bereit, in dieser Richtung Impulse zu setzen?</p><p>6. Ist der Bundesrat bereit, zusammen mit den Branchenverb\u00e4nden die Wiederverwendung und die damit verbundenen Kompetenzen in die verschiedenen davon betroffenen Bildungsg\u00e4nge aufzunehmen?</p><p>7. Wie k\u00f6nnte der Bundesrat der Wiederverwendung mehr Beachtung verschaffen sowie die betroffenen Branchen besser \u00fcber deren M\u00f6glichkeiten informieren und beraten?</p><p>8. K\u00f6nnte der Bundesrat zusammen mit den betroffenen Branchen dazu beitragen, die Wiederverwendung in die bestehenden Qualit\u00e4tslabel und -normen einzubauen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Zu 1)</p><p>Die Wiederverwendung ist eine Art der Verwertung und damit stets vom rechtlichen Begriff der Verwertung im Umweltschutzgesetz (USG; SR 814.01) und in der Abfallverordnung (VVEA; SR 814.600) miterfasst. In Umweltstandards, wie dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS), wird die Wiederverwendung zwar bei gewissen Kriterien wie der Trennbarkeit oder der grauen Energie implizit adressiert. Jedoch ist die Wiederverwendung von Bauteilen - im Gegensatz zum Einsatz von Recyclingbaustoffen - kein explizites Kriterium im SNBS. Dasselbe gilt auch f\u00fcr andere Nachhaltigkeitsstandards wie Minergie-Eco. Die Anpassung der Nachhaltigkeitsstandards muss in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Gremien erfolgen.</p><p>Zu 2)</p><p>Grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnte der \u00f6kologische Gewinn, der durch die Wiederverwendung entsteht, finanziell abgegolten werden. Dazu m\u00fcsste aber eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden. Weiter k\u00f6nnte die Wiederverwendung als konkrete Massnahme zur Vermeidung oder Verwertung von Abf\u00e4llen in der VVEA explizit erw\u00e4hnt und ihr gegen\u00fcber anderen Verwertungsarten (stoffliche oder energetische Verwertung) der Vorrang einger\u00e4umt werden.</p><p>Zu 3)</p><p>Die erw\u00e4hnten digitalen Technologien sind Instrumente, mit Hilfe derer die Wiederverwendung von Bauteilen einfacher in den Planungsprozess integriert werden kann. Deren Anwendung und Integration in den Planungsprozess ist in der Verantwortung der einzelnen Branchen und Fachpersonen. Die meisten Bauherren werden sich jedoch nicht alleine durch die neuen technischen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Wiederverwendung entscheiden. Entscheidend ist f\u00fcr viele, ob die Wiederverwendung von Bauteilen auch einen finanziellen Nutzen bietet.</p><p>Zu 4)</p><p>Die \u00f6ffentliche Hand kann im Rahmen ihrer M\u00f6glichkeiten Branchenl\u00f6sungen unterst\u00fctzen und die \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr das Thema sensibilisieren. Zudem k\u00f6nnen Bund und Kantone als Bauherren eine Vorbildrolle bei der Wiederverwendung von Baustoffen und Bauteilen einnehmen.</p><p>Zu 5)</p><p>Der Bundesrat wird die Wiederverwendung im Rahmen der Umsetzung der Motion Wasserfallen (Schilliger) (19.4296) \"Recyclingbaustoffe. Vorbildfunktion Bund\" ber\u00fccksichtigen.</p><p>Zu 6)</p><p>Die Ausbildung ihrer Mitarbeitenden liegt haupts\u00e4chlich in der Verantwortung der Branchen. Im Rahmen seiner M\u00f6glichkeiten ist der Bundesrat aber bereit, das Thema Wiederverwendung in den entsprechenden Ausbildungen, z. B. im Rahmen der Vorschriften zur Berufsbildung, zu f\u00f6rdern.</p><p>Zu 7)</p><p>Bisher wurden verschiedene Projekte oder Studien (z. B. Construire le r\u00e9emploi. Le r\u00e9emploi dans le secteur de la construction en Suisse: \u00e9tat des lieux et perspectives\", Salza materiuum, M\u00e4rz 2020) im Bereich der Wiederverwendung durch das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU) unterst\u00fctzt. Der Bundesrat wird das Thema weiterhin im Rahmen der T\u00e4tigkeit der Bundesverwaltung in den entsprechenden Gremien zu verankern versuchen. So werden beispielsweise gest\u00fctzt auf Artikel\u00a049 Absatz\u00a03 USG \"Ausbildung und Forschung\" \u00fcber die Umwelttechnologief\u00f6rderung innovative Projekte in diesem Bereich unterst\u00fctzt (Art. 49 Abs. 3 USG). Der Bundesrat sieht hier die Chance, das Thema der Wiederverwendung im Bau weiter vorantreiben zu k\u00f6nnen.</p><p>Zu 8)</p><p>Die F\u00f6rderung der Wiederverwertung im Bausektor soll auch im Rahmen der Labels und Normen gest\u00e4rkt werden. Dabei sind die Arbeiten der EU unter dem Green Deal mitzuber\u00fccksichtigen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1597795200000)\/","SubmittedBy":"Thorens Goumaz Ad\u00e8le","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1600300800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52|2846","Category":null,"Modified":"\/Date(1690508412853)\/","SubmissionDate":"\/Date(1592179200000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5104,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt|Raumplanung und Wohnungswesen"}}