{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203644,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20203644,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.3644","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Sind wir gen\u00fcgend darauf vorbereitet, wenn eine Pandemie vor allem Kinder- und Jugendliche trifft?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Zusammenhang mit der Pandemievorbereitung und -bew\u00e4ltigung bezogen auf Kinder und Jugendliche stellen sich folgende Fragen f\u00fcr das Gesundheitswesen:</p><p>1. Hat sich die Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Pandemievorbereitung und -bew\u00e4ltigung (EKP) spezifisch mit Risiken und Bew\u00e4ltigungsstrategien von Pandemien besch\u00e4ftigt, die vor allem Kinder und Jugendliche treffen? Wurden Empfehlungen erlassen? Wurden diese umgesetzt?</p><p>2. Gibt es Strategien, die sicherstellen, dass w\u00e4hrend einer Pandemie die p\u00e4diatrische und kinderpsychiatrische Grundversorgung weitergef\u00fchrt wird?</p><p>3. Ist sichergestellt, dass im Falle einer Pandemie gen\u00fcgend Intensiv-Betten f\u00fcr Kinder aufgebaut und betrieben werden k\u00f6nnen (p\u00e4diatriespezifische Infrastruktur, \u00c4rztInnen sowie p\u00e4diatrisches Intensivpflegefachpersonal)? Gibt es ein entsprechendes nationales Register \u00fcber verf\u00fcgbare p\u00e4diatrische Intensivpflegebetten?</p><p>4. Das Basiswissen zur p\u00e4diatrischen Pflege wird bei Pflegestudieng\u00e4ngen zur Diplompflege und zur Fachperson Gesundheit EFZ (FaGe) kaum mehr unterrichtet. Welche Folgen kann das fehlende p\u00e4diatrische Basiswissen bei einer Epidemie oder Pandemie bez\u00fcglich der Behandlung von Kindern und Jugendlichen haben? Welche Bildungsmassnahmen schl\u00e4gt der Bundesrat vor, um die Problematik zu entsch\u00e4rfen?</p><p>5. Wie sieht die Vorratshaltung f\u00fcr p\u00e4diatriespezifische Arzneimittel und Materialien aus? Werden gen\u00fcgend geeignete Arzneimittel wie orale und parenterale Antibiotika, Medizinprodukte und Labormaterialien f\u00fcr Kinder eingelagert? Werden die Vorgaben gem\u00e4ss dem Pandemieplan bei den Masken f\u00fcr Kinder und Jugendliche eingehalten?</p><p>6. Wie kann sichergestellt werden, dass bei Bauvorhaben von Spit\u00e4lern die spezifischen Bed\u00fcrfnisse von Kindern und Jugendlichen in Notlagen ad\u00e4quat ber\u00fccksichtigt werden?</p>","ReasonText":"<p>Die Corona-Krise hat St\u00e4rken und Schw\u00e4chen bei der Vorbereitung und der Bew\u00e4ltigung der Pandemie zu Tage gebracht. Kinder und Jugendliche standen nicht im Fokus, weil die Erkrankungsrate sehr tief war und es kaum Komplikationen gab. Es stellt sich aber die Frage, ob die Schweiz auf Epidemien oder Pandemien vorbereitet ist, die Kinder- und Jugendliche betreffen. Dass eine solche Bedrohung eintreten kann, zeigt die Chinesisch-Russische Grippe\" von 1977, an der einzig Kinder und Jugendliche erkrankt sind.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Pandemievorbereitung und -bew\u00e4ltigung unterst\u00fctzt die Vorbereitung des schweizerischen Gesundheitssystems auf eine Pandemie. Die Elemente der Vorbereitung sind im nationalen Pandemieplan zusammengefasst. Er ber\u00fccksichtigt die Tatsache, dass eine Pandemie sehr unterschiedliche Auspr\u00e4gungen haben kann, die nicht detailliert planbar sind. Er fordert, dass Unw\u00e4gbarkeiten und Wahrscheinlichkeiten in der Planung ber\u00fccksichtigt werden, damit im Ereignisfall flexibles Handeln und Entscheiden der Akteure im Gesundheitssystem m\u00f6glich ist (Flexibilit\u00e4tsmentalit\u00e4t). Hierzu geh\u00f6rt insbesondere die Planung f\u00fcr unterschiedliche Risikogruppen, z. B. Kinder und Schwangere. Der Influenza-Pandemieplan Schweiz bildet die Grundlage f\u00fcr die Erstellung von Einsatz- und Notfallpl\u00e4nen auf kantonaler, regionaler und lokaler Ebene. Die Detailausarbeitung der Planung obliegt in erster Linie den Institutionen auf den genannten Ebenen.</p><p>2. W\u00e4hrend einer schweren Pandemie kann die Grundversorgung nicht uneingeschr\u00e4nkt weitergef\u00fchrt werden, zum Beispiel betreffend elektiver Leistungen. Eine elementare Grundversorgung oder die Aufrechterhaltung einer Notfallversorgung w\u00e4hrend einer Pandemie f\u00fchrt das schweizerische Gesundheitssystem hingegen in s\u00e4mtlichen Bereichen, d. h. auch in der P\u00e4diatrie und der Kinderpsychiatrie, weiter. Die Leistungserbringung erfolgt nach Dringlichkeit und gem\u00e4ss den Prinzipien der Notfallmedizin.</p><p>3. Die p\u00e4diatrischen Abteilungen der Spit\u00e4ler sind zust\u00e4ndig, Konzepte zu erarbeiten, um bei Bedarf die Kapazit\u00e4ten f\u00fcr p\u00e4diatrische Intensivpflegebetten zu erh\u00f6hen. \u00c4ltere Kinder und Jugendliche k\u00f6nnen teils in Institutionen f\u00fcr Erwachsene behandelt werden. Die Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr Intensivmedizin hat 2010 in Zusammenarbeit mit und im Namen der relevanten Stakeholder auf Fachebene sowie kantonaler und Bundesebene Triageempfehlungen f\u00fcr Aufnahme und Verbleib von Kindern auf der Intensivstation bei einer Influenza-Pandemie erarbeitet. Aktuell wird abgekl\u00e4rt, ob diese Empfehlungen \u00fcberarbeitet werden m\u00fcssen. Es existiert ein Register \u00fcber verf\u00fcgbare p\u00e4diatrische Intensivpflegebetten. Die Intensivpflegestationen stehen miteinander in Kontakt und pflegen einen Datenaustausch. Dies erm\u00f6glicht die Koordination betreffend Intensivbetten im Falle einer Mangellage in einem Kanton oder in einer Institution.</p><p>4. Gem\u00e4ss der Verordnung \u00fcber die berufsspezifischen Kompetenzen f\u00fcr Gesundheitsberufe (SR 811.212) m\u00fcssen Absolventinnen und Absolventen eines Bachelorstudiengangs in Pflege f\u00e4hig sein, die Verantwortung f\u00fcr den Pflegeprozess von zu behandelnden Personen aller Altersgruppen zu \u00fcbernehmen. Dasselbe gilt f\u00fcr diplomierte Pflegefachpersonen HF. Auch die Verordnung des Staatssekretariats f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation \u00fcber die berufliche Grundbildung einer Fachfrau Gesundheit / eines Fachmanns Gesundheit (SR 412.101.220.96) besagt, dass die Fachpersonen Gesundheit das k\u00f6rperliche, soziale und psychische Wohlbefinden von Personen jeden Alters unterst\u00fctzen. Diese Ausbildungen m\u00fcssen daher die Vermittlung von Kenntnissen zur p\u00e4diatrischen Pflege beinhalten. Der Bund hat jedoch keine Kompetenz, in die Umsetzung dieser allgemeinen Anforderungen und in die inhaltlichen Einzelheiten des Unterrichts an Hochschulen und anderen Bildungsst\u00e4tten einzugreifen. Diese Kompetenz f\u00e4llt in die Ausgestaltungsautonomie der Hochschulen und der betroffenen Branchen.</p><p>5. Lebenswichtige Arzneimittel sind gem\u00e4ss der Verordnung \u00fcber die Pflichtlagerhaltung von Arzneimitteln (SR 531.215.31) der Lagerpflicht unterstellt. Welche Waren in welchen Mengen konkret an Lager zu halten sind, wird in der Verordnung des eidgen\u00f6ssischen Departements f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung \u00fcber die Pflichtlagerhaltung von Arzneimitteln (SR 531.215.311) definiert. Bez\u00fcglich der Darreichungsform (z. B. fest oder fl\u00fcssig) und der Dosierungsst\u00e4rke entsprechen sie den jeweiligen Marktanteilen. Das Wirkstoffverzeichnis f\u00fcr die Antibiotika-Pflichtlagerhaltung (http://www.helvecura.ch/de/wirkstoffverzeichnis) zeigt, dass f\u00fcr Antibiotika in der Schweiz eine umfangreiche Pflichtlagerhaltung besteht. Damit ist gew\u00e4hrleistet, dass bez\u00fcglich dieser G\u00fcter im Fall einer Verknappung im Zusammenhang mit einer Pandemie auch die p\u00e4diatriespezifischen Dosierungen vorr\u00e4tig sind. Pandemiespezifische Medizinprodukte und Labormaterialien sind nicht der obligatorischen Pflichtlagerhaltung unterstellt.</p><p>6. Die Spitalplanung inklusive die Vorgaben f\u00fcr die Qualit\u00e4t und die Ausstattung, liegt in der Verantwortung der Kantone unter Ber\u00fccksichtigung der nationalen Vorgaben. Diese entscheiden, ob die Auflagen erf\u00fcllt sind und die Institutionen auf die Spitalliste aufgenommen werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1597795200000)\/","SubmittedBy":"Mettler Melanie","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1600992000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"9|28|32|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690507612103)\/","SubmissionDate":"\/Date(1592265600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5104,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Sicherheitspolitik|Soziale Fragen|Bildung|Gesundheit"}}