{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203664,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20203664,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.3664","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Salutogenetische Aspekte bei der Pr\u00e4vention, Behandlung und Nachsorge von Epidemien und Pandemien f\u00f6rdern und die Komplement\u00e4rmedizin einbeziehen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Gest\u00fctzt auf den Bundesverfassungsartikel 118a \"Komplement\u00e4rmedizin\" und das Epidemiengesetz wird der Bundesrat beauftragt:</p><p>1. Mindestens eine Fachperson der Komplement\u00e4rmedizin ist in die Clinical Care Task Force sowie in die Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Pandemievorbereitung und -bew\u00e4ltigung EKP zu berufen.</p><p>2. Den Pandemieplan mit Erfahrungen zur Salutogenese und zur St\u00e4rkung der Resilienz aus der Komplement\u00e4rmedizin zu erg\u00e4nzen.</p><p>3. Einen spezifischen Auftrag f\u00fcr die Erforschung salutogenetischer, komplement\u00e4rmedizinischer Ans\u00e4tze zu erteilen und daf\u00fcr die notwendigen Mittel zu sprechen. Dabei sind auch Ans\u00e4tze der nicht-\u00e4rztlichen Alternativmedizin und Komplement\u00e4rtherapie zu ber\u00fccksichtigen.</p><p>4. Behandlungskonzepte der integrativen Medizin ambulant und station\u00e4r im Rahmen der Umsetzung des Nationalen Forschungsprogramms \"COVID-19\" explizit einzubeziehen.</p>","ReasonText":"<p>Die Komplement\u00e4rmedizin entspricht einem starken Bed\u00fcrfnis der Bev\u00f6lkerung. Generell wie auch bei Covid-19-Erkrankungen haben Patientinnen und Patienten ein verfassungsm\u00e4ssiges Anrecht, sich ambulant und station\u00e4r komplement\u00e4rmedizinisch behandeln zu lassen.</p><p>In der Bew\u00e4ltigung der Pandemie durch das neue SARS-CoV-2 wurde das Augenmerk einseitig auf pathogenetische Aspekte gelegt. Genauso bedeutend ist die Erforschung der Gr\u00fcnde, warum gewisse Menschen gesund bleiben, bei einer Krankheit einen milden Verlauf aufweisen und mit Einschr\u00e4nkungen durch einen Lockdown besser umgehen k\u00f6nnen. Salutogenese versucht zu verstehen, welche Faktoren dazu beitragen.</p><p>Sozialwissenschaftliche Befragungen zeigen, dass viele Menschen ihre Resilienz mit komplement\u00e4rmedizinischen Massnahmen unterst\u00fctzen und damit gute Erfahrungen machen.</p><p>Bisher gibt es keine spezifische Behandlung f\u00fcr Infektionen mit dem neuen SARS-CoV-2. Behandlungsans\u00e4tze einer integrativen Medizin (Vereinigung schulmedizinischer und komplement\u00e4rmedizinischer Ans\u00e4tze) erweitern die therapeutischen M\u00f6glichkeiten. Diese nicht in die Behandlungskonzepte einzubeziehen, verst\u00f6sst gegen wissenschaftliche Grunds\u00e4tze. Auch die verwendeten Medikamente gegen Malaria, HIV und Ebola wurden ohne Evidenz testweise eingesetzt.</p><p>Verschiedene Studien belegen eine Wirksamkeit der Komplement\u00e4rmedizin bei Infektionskrankheiten. Diese M\u00f6glichkeiten sollen breiter erforscht werden. Aus salutogenetischer Sicht w\u00e4re auch der Umgang mit Fieber genauer zu untersuchen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der epidemiologische und medizinische Wissenstand f\u00fcr die Behandlung von Menschen, die an COVID19 erkrankt sind, nimmt t\u00e4glich zu. Es wird eine der Aufgaben des wissenschaftlichen Beirats des Bundesrates sein, die zentralen Erkenntnisse aus der Behandlung zu sichten, zu analysieren und geeignete Massnahmen zum Schutz der Gesundheit vorzuschlagen.</p><p>Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) erstellt im Bereich der Pr\u00e4vention zusammen mit Fachpersonen und Eidgen\u00f6ssischen Fachkommissionen pr\u00e4ventivmedizinische Empfehlungen. In die Erarbeitung von Clinical Care oder Behandlungsempfehlungen ist das BAG in aller Regel nicht involviert. Es ist nicht dessen Aufgabe.</p><p>Es obliegt den medizinischen Fachgesellschaften in der Schweiz, zusammen mit Fachpersonen Behandlungsempfehlungen bei COVID-19 Erkrankung festzulegen. Auch Fachpersonen der Komplement\u00e4rmedizin k\u00f6nnen eigene Behandlungsempfehlungen festlegen und publizieren.</p><p>1. und 3. Die Fach\u00e4rzteschaft ist in der Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Pandemievorbereitung und -bew\u00e4ltigung EKP neben anderen wichtigen Anspruchsgruppen permanent vertreten. Die Mitglieder werden gem\u00e4ss Art. 57c Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetz (RVOG; SR 172.010) und Art. 8ebis1 Regierungs- und Verwaltungsorganisationsverordnung (RVOV; SR 172.010.1) vom Bundesrat gew\u00e4hlt. Art. 57e RVOG beschr\u00e4nkt die Mitgliederzahl der Kommission auf 15 Personen. Der Bundesrat erachtet es nicht als angezeigt, der Wahl von \u00c4rztinnen oder \u00c4rzten nach bestimmten ausgew\u00e4hlten Therapiekonzepten oder Behandlungsmethoden, etwa der Komplement\u00e4rmedizin, den Vorrang zu geben.</p><p>Die heute bestehende Science Task Force besteht zurzeit aus 10 Expertengruppen aus unterschiedlichen Disziplinen und wissenschaftlichen Hintergr\u00fcnden. Je nach Fragestellung von Bund oder Kantonen, welche an die Science Task Force gerichtet werden, k\u00f6nnen auch weitere Expertinnen oder Experten hinzugezogen werden. Die Expertengruppe der Science Task Force ist in diesem Sinne kein stehender Expertenpool, sondern kann je nach Fragestellung \u00e4ndern und ist in diesem Sinne frei, auch die Komplement\u00e4rmedizin zu ber\u00fccksichtigen.</p><p>2. Der Influenza-Pandemieplan Schweiz richtet sich als strategisches Dokument in erster Linie an die verantwortlichen Beh\u00f6rden auf Stufe Bund und Kantone. Er beschreibt die gezielte Vorbereitung des schweizerischen Gesundheitssystems auf eine Pandemie. Der Pandemieplan wird laufend revidiert. Den Vertreterinnen und Vertretern der Komplement\u00e4rmedizin steht es deshalb offen, der EKP passende konzeptuelle Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine Erg\u00e4nzung des Pandemieplans mit dem Ziel einer St\u00e4rkung der Resilienz in der Bev\u00f6lkerung zu unterbreiten.</p><p>4. In Bezug auf das Nationale Forschungsprogramm NFP 78 hat der Bund bzw. das BAG weder die Rolle eines Mandatgebers, noch hat es Einfluss darauf, welche Projekte gef\u00f6rdert werden sollen. Dies obliegt dem verantwortlichen nationalen Expertengremium. Es steht Forschungsgruppen nat\u00fcrlich frei, zu verschiedenen Therapiekonzepten oder Behandlungsmethoden, inklusive der Komplement\u00e4rmedizin, im NFP 78 Forschungsprojekte einzureichen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1597795200000)\/","SubmittedBy":"Graf-Litscher Edith","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1702920611000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1715675414560)\/","SubmissionDate":"\/Date(1592352000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5104,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}