{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203731,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20203731,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.3731","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Pandemierisiko weltweit vermindern durch nachhaltige Wirtschaft und nachhaltigen Konsum","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zu ergreifen, die Risiken von Infektionskrankheiten durch Zoonosen weltweit zu vermindern durch nachhaltige Wirtschaft und Konsum. Dabei sollen auch Importbeschr\u00e4nkungen gepr\u00fcft werden.</p>","ReasonText":"<p>126 Schweizer Forschende darunter auch der Nobelpreistr\u00e4ger Jacques Dubochet fordern die Politik auf zu handeln. Jedes Jahr werden W\u00e4lder zerst\u00f6rt und Tierpopulationen vertrieben. Dies wirkt sich drastisch auf die weltweite Gesundheitslage aus. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Schweiz fordern die Politik auf, Massnahmen zu ergreifen, um entschlossener als bisher dem Klimawandel entgegenzuwirken, die Biodiversit\u00e4t, die Tropenw\u00e4lder und andere nat\u00fcrliche Lebensr\u00e4ume an Land wie im Wasser zu sch\u00fctzen und eine respektvollere Landnutzung zu f\u00f6rdern. </p><p>Die starke Zersiedelung der Naturlandschaften, die Zerst\u00f6rung nat\u00fcrlicher Lebensr\u00e4ume und die Verarmung der biologischen Vielfalt haben zur Folge, dass die Nahrungsketten in der Natur so stark gest\u00f6rt werden, dass Wildtiere vielerorts auf Ressourcen ausweichen, die auch von Menschen genutzt werden. Dadurch erh\u00f6ht sich das Risiko der \u00dcbertragung von Krankheitserregern von Wildtieren auf Menschen. </p><p>Die Covid-19-Pandemie f\u00e4llt in die Gruppe der Zoonosen. Das sind Infektionskrankheiten, die zwischen Wildtieren, Haustieren und Menschen \u00fcbertragen werden. Bis zu 75 Prozent der neu auftretenden Infektionskrankheiten, die den Menschen betreffen, sind Zoonosen. In den vergangenen Jahrzehnten kam es h\u00e4ufiger zu Krankheitsausbr\u00fcchen von Zoonosen, wie zum Beispiel Ebola, AIDS, Vogelgrippe, SARS, MERS, Zika und COVID-19, obwohl im Vergleich zur Biomasse von Menschen, Haus- und Nutztieren immer weniger Wildtiere auf der Erde leben. Der vernachl\u00e4ssigte Naturschutz wird zum globalen Gesundheitsproblem. Unser zunehmender \u00f6kologischer Fussabdruck geh\u00f6rt zu den Treibern k\u00fcnftiger Pandemien. Viren profitieren von h\u00e4ufigeren Kontakten mit den potenziellen Wirten und von der globalen Vernetzung unserer Aktivit\u00e4ten. </p><p>Die Schweiz muss ihre Politik auf nachhaltige Wirtschaft und Konsum ausrichten. Sie muss ihren \u00f6kologischen Fussabdruck verkleinern, indem sie Abholzungen verhindert und weltweit zur Erhaltung von Lebensr\u00e4umen und Biodiversit\u00e4t beitr\u00e4gt. Nebst der F\u00f6rderung nachhaltiger Produktionsmethoden durch die internationale Zusammenarbeit, sind Importbeschr\u00e4nken aus L\u00e4ndern mit nicht nachhaltiger Landnutzung zu pr\u00fcfen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass unter den Infektionskrankheiten Zoonosen ein hohes Risiko darstellen. Das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) ist zusammen mit anderen Bundes\u00e4mtern sowie mit kantonalen Stellen f\u00fcr die \u00dcberwachung und Bek\u00e4mpfung von Zoonosen in der Schweiz zust\u00e4ndig. Dabei wird der sogenannte \"One Health\"-Ansatz verfolgt, bei dem nebst der Human- und Veterin\u00e4rgesundheit auch der Schutz der Umwelt und die Biodiversit\u00e4t zentral sind.</p><p>2016 stellte das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) fest, dass rund die H\u00e4lfte aller Epidemien der j\u00fcngsten Vergangenheit auf Zoonosen zur\u00fcckzuf\u00fchren sind (z. B. COVID-19, SARS, MERS, Ebola), deren Auftreten durch menschliche Eingriffe in die Biodiversit\u00e4t und namentlich durch die Zerst\u00f6rung und \u00dcbernutzung von \u00d6kosystemen beg\u00fcnstigt wird. Da sich die nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume der Tiere aufgrund menschlicher Aktivit\u00e4ten immer mehr verkleinern, kommt es zu h\u00e4ufigerem Kontakt mit Menschen und die Artenvielfalt nimmt weltweit ab. Der Druck, der durch den Konsum und die Produktion in der Schweiz auf die Biodiversit\u00e4t und die Umwelt im Ausland und insbesondere in den Entwicklungs- oder Transitionsl\u00e4ndern ausge\u00fcbt wird, ist signifikant gestiegen (BAFU 2018). Im Jahr 2015 wurden rund zwei Drittel des Biodiversit\u00e4ts-Fussabdrucks der Schweiz durch die Nettoimporte verursacht, bei denen pflanzliche und tierische Erzeugnisse (haupts\u00e4chlich Nahrungsmittel) mit ca. 70 Prozent \u00fcberwogen.</p><p>Der Bundesrat hat verschiedene Massnahmen ergriffen, um den Biodiversit\u00e4tsverlust im Ausland zu verringern. So legt die Direktion f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) bei der F\u00f6rderung von Projekten u. a. einen Fokus auf die Erhaltung der Biodiversit\u00e4t. Beispielsweise f\u00f6rdert die DEZA die nachhaltige Waldnutzung und unterst\u00fctzt Viehhaltergemeinschaften mit integrierten Gesundheitsdienstleistungen f\u00fcr Mensch und Tier und einem besseren Schutz der Lebensr\u00e4ume (\"One Health-Ansatz\"). Der illegale Tierhandel ist \u00fcber das Bundesgesetz \u00fcber den Verkehr mit Tieren und Pflanzen gesch\u00fctzter Arten (BGCITES SR 453) geregelt. Und die Schweiz setzt sich im Rahmen der Verhandlungen zum Zielrahmen 2020+ der Biodversit\u00e4tskonvention (CBD) f\u00fcr zielgerichtete und konkrete Ziele und Massnahmen ein.</p><p>Regenw\u00e4lder sind f\u00fcr die Artenvielfalt wichtig und durch legale und illegale Abholzung besonders gef\u00e4hrdet. Der neue Artikel\u00a035e im Umweltschutzgesetz (USG; SR 814.01), der voraussichtlich Anfang 2022 in Kraft treten wird, bietet eine gesetzliche Grundlage, um zum Erhalt dieser Refugien der Biodiversit\u00e4t beizutragen. Illegal geschlagenes Holz darf in der Schweiz nicht in Verkehr gebracht werden. Der Bundesrat kann dar\u00fcber hinaus im Einklang mit internationalen Standards Anforderungen an das Inverkehrbringen von Rohstoffen und Produkten stellen oder das Inverkehrbringen verbieten, wenn der Anbau, Abbau oder die Herstellung die Umwelt erheblich belastet oder die nachhaltige Nutzung der nat\u00fcrlichen Ressourcen erheblich gef\u00e4hrdet (Art. 35e Abs. 3 USG). Der Bundesrat hat damit die Kompetenz, das Inverkehrbringen von Rohstoffen und Produkten zu beschr\u00e4nken, die erhebliche negative Auswirkungen auf die Lebensr\u00e4ume und die Biodiversit\u00e4t haben. Die relevanten Bestimmungen des internationalen Handelsrechts sind dabei zu beachten.</p><p>Aufgrund der bereits ergriffenen Massnahmen sieht der Bundesrat zurzeit keinen zus\u00e4tzlichen Handlungsbedarf.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1598400000000)\/","SubmittedBy":"Munz Martina","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1654128000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1729157452113)\/","SubmissionDate":"\/Date(1592438400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5104,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt|Gesundheit"}}