{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203784,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20203784,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.3784","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wird zur Organentnahme nach Herz-Kreislauf-Stillstand der Hirntod aktiv sichergestellt?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Als Antwort auf meine Interpellation 19.4569 hat der Bundesrat ausgef\u00fchrt, dass nach Artikel\u00a09 des Transplantationsgesetzes der Mensch tot ist, wenn die Funktionen seines Hirns einschliesslich des Hirnstamms wegen fehlender Sauerstoffversorgung bei Herz- und Kreislaufstillstand irreversibel ausgefallen sind. Derartige irreversible Sch\u00e4den des Hirns w\u00fcrden bereits nach wenigen Minuten eintreten. Nach vorgeschriebener Wartezeit von 5 Minuten und zus\u00e4tzlicher Diagnostik zur Todfeststellung k\u00f6nne daher bedenkenlos die Organentnahme vorgenommen werden.</p><p>Ich bitte den Bundesrat folgende Fragen dazu zu beantworten:</p><p>1. Wie stellt sich der Bundesrat dazu, dass die einschl\u00e4gigen Maastricht-Empfehlungen einen Herzstillstand von 10 Minuten vorgeben sowie namhafte Neurologen nicht einmal diese 10 Minuten Wartezeit als ausreichend erachten, um die Irreversibilit\u00e4t des Funktionsausfalls des Gehirns gem\u00e4ss Gesetz zu gew\u00e4hrleisten?</p><p>2. Best\u00e4tigt der Bundesrat, dass - wie in der Fachliteratur ausgef\u00fchrt - in den Schweizer Organentnahmezentren bei Organentnahme nach Kreislaufstillstand (DCD) nach der Todesfeststellung zum Beispiel f\u00fcr Lungenentnahmen die mechanische Beatmung weitergef\u00fchrt sowie Herzmassage durchgef\u00fchrt werden, um Heparin im Kreislauf der Organspender zu verteilen sowie bei Nierenentnahmen in manchen Zentren nach der Todesfeststellung eine Herzmassage angewandt wird, um kurzzeitig die Zirkulation wiederherzustellen?</p><p>3. Trifft es zu, dass bei solchen Massnahmen die Verhinderung der Blutzirkulation ins Gehirn notwendig wird, um eine Reaktivierung der Hirnfunktionen zu verhindern?</p><p>4. Trifft es zu, dass zum Beispiel 2019 in Genf f\u00fcr die Durchblutung der zu transplantierenden Organe die normothermische regionale Perfusion (NRP) praktiziert wurde, bei der mittels Ballon in der Aorta die Halsschlagadern blockiert werden, damit kein sauerstoffhaltiges Blut ins Gehirn gelangt und Hirnfunktionen wieder aktiviert werden? Kann der Bundesrat Auskunft dar\u00fcber geben, ob diese Methode weiterhin in der Schweiz angewendet wird und worauf st\u00fctzt er seine Angaben?</p><p>5. Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass es sich hierbei nicht mehr um simples Sterbenlassen handelt, sondern der Hirntod durch einen aktiven Eingriff sichergestellt wird? </p><p>6. Was gedenkt der Bundesrat zu tun, um sicherzustellen, dass ab sofort keinen Sterbenden Organe entnommen werden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Mastricht-Klassifikation ist eine Vereinbarung einer Europ\u00e4ischen Arbeitsgruppe von Fachexperten und Fachexpertinnen der Transplantationsmedizin aus dem Jahr 1995. Als Wartezeit wurden damals 10 Minuten vorgeschlagen. Aufgrund der Fortschritte in der medizinischen Diagnostik haben die meisten L\u00e4nder die Wartezeit in den letzten Jahren auf 5 Minuten reduziert. Im November 2017 wurde auch in der Schweiz die Wartezeit von 10 auf 5 Minuten gek\u00fcrzt. Der Bundesrat hat dazu bereits in seiner Antwort auf die Interpellationen 17.3997 Heim (Halbierung der Wartefrist vor der Organentnahme bei Herz-Kreislauf-Stillstand) und 17.1081 Streiff-Feller (\u00dcberpr\u00fcfung der Neuregelung der No-Touch-Time bei Organentnahmen) Stellung genommen.</p><p>2./3. Bei einer Organspende nach Herz-Kreislaufstillstand wird in der Schweiz keine Herzmassage durchgef\u00fchrt. Vor einer Lungenentnahme wird der Verstorbene wieder beatmet, damit die Lunge keinen Schaden nimmt.</p><p>4. Bei einer Spende nach Herz-Kreislaufstillstand werden nur im Universit\u00e4tsspital Genf die Organe der verstorbenen Person begrenzt auf den Bauchraum mit maschineller Unterst\u00fctzung wieder mit k\u00f6rperwarmen Blut versorgt. Dabei handelt es sich um eine medizinische Massnahme nach der Todesfeststellung.</p><p>5. Vor und nach dem Tod der spendenden Person sind medizinische Massnahmen erforderlich, um die Organe bis zur Entnahme funktionsf\u00e4hig zu erhalten. Massnahmen zur Organerhaltung, die den Tod beschleunigen k\u00f6nnten, sind nach Artikel\u00a010 des Transplantationsgesetzes (SR 810.21) verboten. W\u00e4hrend dem ganzen Spendeprozess muss das medizinische Betreuungsteam die Bedingungen f\u00fcr einen w\u00fcrdigen Tod gew\u00e4hrleisten. Die Richtlinien der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) geben vor, dass Massnahmen, die diesem Ziel entgegenstehen, nicht durchgef\u00fchrt werden d\u00fcrfen.</p><p>6. Das Transplantationsgesetz gibt vor, dass einer verstorbenen Person Organe erst entnommen werden d\u00fcrfen, wenn der Tod festgestellt ist.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1597190400000)\/","SubmittedBy":"Streiff-Feller Marianne","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1655424000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690508498067)\/","SubmissionDate":"\/Date(1592438400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5104,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}