{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203901,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20203901,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.3901","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"F\u00fcr Bienen gef\u00e4hrliche Pestizide. Stand der Dinge?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Auf meine Frage 20.5332 hat der Bundesrat geantwortet, dass 103 zugelassene Produkte ein potenzielles Risiko f\u00fcr Bienen darstellen. Zu diesen Produkten z\u00e4hlen die Pyrethroiden, die vom Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs EAWAG als \"toxischer als alle anderen Pflanzenschutzmittel zusammen\" bezeichnet werden. In seiner Antwort f\u00fchrte der Bundesrat weiter aus, dass die vorhandene Datengrundlage nicht ausreiche, um die Frage nach der Zahl der f\u00fcr Bienen gef\u00e4hrlichen Produkte, die in den letzten f\u00fcnf Jahren zur\u00fcckgezogen wurden, einfach zu beantworten. Es brauche daf\u00fcr eine Untersuchung, die den Rahmen der Fragestunde sprenge.</p><p>Ich bitte deshalb den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie viele f\u00fcr Bienen gef\u00e4hrliche Pestizide wurden in der Schweiz in den letzten f\u00fcnf Jahren verboten?</p><p>2. Wie viele f\u00fcr Bienen gef\u00e4hrliche Pestizide wurden in der Schweiz in den letzten f\u00fcnf Jahren zugelassen? Und wie lauten ihre Namen?</p><p>3. Welcher Anteil an den in den letzten f\u00fcnf Jahren insgesamt verkauften Pflanzenschutzmitteln entf\u00e4llt auf Insektizide, die f\u00fcr Bienen und andere Insekten gef\u00e4hrlich sind?</p><p>4. In einem Artikel \u00fcber die in B\u00e4chen gefundenen Pyrethroid- und Organophosphat-Insektizide f\u00fchrt die EAWAG aus, dass von diesen Insektiziden ein h\u00f6heres Risiko f\u00fcr Wirbellose ausgeht als von allen anderen gemessenen Pflanzenschutzmitteln zusammen. Was kann der Bundesrat \u00fcber die Risiken der f\u00fcr Bienen gef\u00e4hrlichen Pestizide sagen, dies im Vergleich mit allen anderen verkauften Pflanzenschutzmitteln?</p><p>5. In seiner Antwort auf die Frage 20.5341 sagte der Bundesrat, dass die Bewilligung von sieben synthetischen Pyrethroiden gegenw\u00e4rtig \u00fcberpr\u00fcft werde. Kann der Bundesrat sagen, wann dieses Verfahren abgeschlossen sein wird? Falls die Bewilligungen entzogen werden: Welche \u00dcbergangsfrist sieht der Bundesrat f\u00fcr das Verbot von Verkauf und Verwendung der betreffenden Produkte vor?</p><p>6. Die Pyrethroid- und Organophosphat-Insektizide z\u00e4hlen zu den giftigsten Pestiziden. Bis wann ist mit einem Verbot dieser Substanzen zu rechnen?</p><p>7. Neben den synthetisch hergestellten Pyrethroiden sind auch Wirkstoffe zugelassen, die nat\u00fcrliches Pyrethrum enthalten. Was sind die Gemeinsamkeiten von synthetisch hergestellten Pyrethroiden und nat\u00fcrlichem Pyrethrum? Und worin unterscheiden sie sich?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Es gibt in der Schweiz aktuell insgesamt 103 bewilligte Pflanzenschutzmittel, die als bienengef\u00e4hrlich eingestuft sind. Seit 2015 wurden insgesamt 28 als bienengef\u00e4hrlich eingestufte Pflanzenschutzmittel zur\u00fcckgezogen.</p><p>2. Seit 2015 wurden 6 neue als bienengef\u00e4hrlich eingestufte Pflanzenschutzmittel bewilligt, und zwar Vertimec Gold, Dimilin SC 48, Cypermethrin, Pirimicarb 50 WG, Nuprid 200 SC und Fastac Perlen. Es handelt sich um generische Produkte von bereits bewilligten Pflanzenschutzmitteln.</p><p>3. Die bienengef\u00e4hrlichen Produkte entsprechen einem Anteil von 0,55 Prozent an den im Jahr 2018 in der Schweiz insgesamt verkauften Pflanzenschutzmitteln. Die Insektizide machen 13,5\u00a0Prozent der insgesamt verkauften Menge aus.</p><p>4. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist notwendig, um den Pflanzenschutz und die Produktion von Nahrungsmitteln, die den qualitativen Anforderungen des Marktes entsprechen, zu gew\u00e4hrleisten. Sowohl synthetische Pyrethroide als auch nat\u00fcrliche Pyrethrine tragen ebenfalls dazu bei, den Schutz sicherzustellen. Dabei werden Unterschiede in der Bienentoxizit\u00e4t zwischen den Produkten bei der Zulassung ber\u00fccksichtigt. Unter Einhaltung der in der Bewilligung festgelegten Anwendungsbedingungen k\u00f6nnen potenziell bienengef\u00e4hrliche Produkte ohne Risiko f\u00fcr die Bienenv\u00f6lker verwendet werden.</p><p>5. Der \u00dcberpr\u00fcfungsprozess ist im Gange und es wird erwartet, dass die Beurteilung im Laufe des Jahres 2020 abgeschlossen sein wird. Das Verfahren sieht dann eine Anh\u00f6rung der interessierten Kreise vor, namentlich der Vertreterinnen und Vertreter der Branche und der Umweltschutzorganisationen. Diese Kommentare und allf\u00e4llige neue Daten m\u00fcssen ber\u00fccksichtigt werden. Es ist daher nicht m\u00f6glich, ein genaues Datum f\u00fcr das Ende dieses Verfahrens zu nennen. Die Fristen f\u00fcr das Inverkehrbringen und die Verwendung der zur\u00fcckgezogenen Produkte h\u00e4ngen von den Gr\u00fcnden f\u00fcr den R\u00fcckzug ab. Im Falle einer unmittelbaren Gef\u00e4hrdung f\u00fcr die menschliche Gesundheit wird keine Frist gew\u00e4hrt. In den anderen F\u00e4llen kann eine Frist von h\u00f6chstens einem Jahr f\u00fcr das Inverkehrbringen und eine Frist von einem Jahr f\u00fcr das Aufbrauchen der Lagerbest\u00e4nde gew\u00e4hrt werden.</p><p>6. Sieben zugelassene synthetische Pyrethroide werden derzeit \u00fcberpr\u00fcft. Es ist noch zu fr\u00fch, die Ergebnisse und die Konsequenzen f\u00fcr ihre jeweiligen Bewilligungen bekanntzugeben. Was die Organophosphate betrifft, so wurde das letzte Insektizid dieser Familie, Dimethoat, am 1. Juli dieses Jahres zur\u00fcckgezogen.</p><p>7. Nat\u00fcrliche Pyrethrine und synthetische Pyrethroide haben verwandte chemische Struktur und wirken auf dieselbe Weise. W\u00e4hrend die Pyrethrine eine geringe Lichtstabilit\u00e4t aufweisen und sich in der Umwelt schnell abbauen, sind die synthetischen Pyrethroide viel stabiler und bauen sich langsam ab. Beide Substanzgruppen werden als rasch wirkende Kontaktgifte gegen verschiedene Schadinsekten in der Landwirtschaft, im Hausgarten oder als Biozid eingesetzt. Die akute Toxizit\u00e4t gegen\u00fcber terrestrischen als auch aquatischen Wirbellosen ist vergleichbar hoch. Aufgrund der Langlebigkeit der Pyrethroide wird das Risiko von Nebenwirkungen verl\u00e4ngert. Die akute Kontakttoxizit\u00e4t gegen\u00fcber Bienen ist f\u00fcr Pyrethrine und Pyrethroide ebenfalls vergleichbar. Beide \u00fcben einen abweisenden Effekt auf Bienen aus, was das Expositionsrisiko f\u00fcr diese Insekten stark reduziert. Nat\u00fcrliche Pyrethrine d\u00fcrfen in der biologischen Landwirtschaft verwendet werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1598400000000)\/","SubmittedBy":"Pasquier-Eichenberger Isabelle","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1600992000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|36|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1763102148697)\/","SubmissionDate":"\/Date(1592524800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5104,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Wissenschaft und Forschung|Umwelt|Landwirtschaft"}}