{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20203944,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20203944,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.3944","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Bewilligung f\u00fcr die erneute Verwendung eines Insektizids zum Schutz der Zuckerr\u00fcbe","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich bitte den Bundesrat, f\u00fcr die Saat 2021 die Verwendung des Insektizids \"Gaucho\" wieder zu bewilligen, um unsere Zuckerr\u00fcbenkulturen zu sch\u00fctzen. </p><p>Obwohl dieses Insektizid kontrovers diskutiert wird, muss es wieder bewilligt werden, denn die Kulturen leiden dieses Jahr unter einem besonders hohen Befall von Blattl\u00e4usen. Diese \u00fcbertragen Vergilbungsviren. Die Zuckerr\u00fcbenernte ist in Gefahr, und der diesj\u00e4hrige Ertrag wird um die H\u00e4lfte geringer ausfallen. Der Zuckergehalt wird ausserdem von 19 auf 13 Prozent sinken.</p><p>Wenn die Schweizer Zuckerr\u00fcbe nicht mit diesem Insektizid gesch\u00fctzt wird, sind die Zuckerunternehmen in Gefahr und wird die Schweiz Zucker importieren m\u00fcssen. Der importierte Zucker wird im Ausland unter Verwendung dieses Insektizids produziert worden sein.</p><p>Die Bewilligung f\u00fcr die erneute Verwendung dieses Insektizids muss auf drei Jahre beschr\u00e4nkt werden. In dieser Zeit wird die landwirtschaftliche Forschung eine neue Sorte entwickeln, die gegen die Krankheit resistent ist. Es ist ausserdem zu erw\u00e4hnen, dass die Verwendung dieses Insektizids keine negativen Auswirkungen auf die Bienen hat, da die Zuckerr\u00fcbe vor der Bl\u00fcte geerntet wird. </p><p>Die Verwendung dieses Insektizids liegt also im Interesse der Schweiz und ihrer Selbstversorgung. </p>","ReasonText":"<p>Die Zuckerr\u00fcbenkulturen werden regelm\u00e4ssig von Vergilbungsviren befallen, die von Blattl\u00e4usen \u00fcbertragen werden. Dieses Jahr ist der Befall mit diesen Blattl\u00e4usen so stark, dass die Produzentinnen und Produzenten mit einem sehr hohen R\u00fcckgang des Ertrags rechnen: Dieser wird sich auf 30 bis 40 Tonnen pro Hektare belaufen, anstatt auf die sonst \u00fcblichen 80 bis 90 Tonnen. Ausserdem d\u00fcrfte der Zuckergehalt von 19 auf 13 Prozent sinken, wobei der Grundpreis f\u00fcr die Zuckerr\u00fcbe auf der Grundlage eines Minimalgehalts von 16 Prozent bestimmt ist. </p><p>Die Verwendung des gewiss kontrovers diskutierten Insektizids \"Gaucho\" muss auf drei Jahre beschr\u00e4nkt werden - in dieser Zeit wird die landwirtschaftliche Forschung eine neue, gegen die Krankheit resistente Sorte finden k\u00f6nnen.</p><p>Die Bienen sind nicht betroffen, da die Zuckerr\u00fcbe vor der Bl\u00fcte geerntet wird. Der Schweizerische Verband der Zuckerr\u00fcbenpflanzer setzt sich ausserdem f\u00fcr den bestm\u00f6glichen Schutz der Bienen ein: Er ist mit der L\u00f6sung einverstanden, w\u00e4hrend einem oder zwei Jahren jeweils nach der Ernte keine Nutzpflanze anzubauen, die eine Bl\u00fcte tr\u00e4gt und somit f\u00fcr die Insekten sch\u00e4dlich w\u00e4re.</p><p>Schliesslich ist zu erw\u00e4hnen, dass Frankreich dieses Insektizid f\u00fcr seine Produzentinnen und Produzenten ab n\u00e4chstem Jahr unter gewissen Bedingungen bewilligt hat.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist sich der besorgniserregenden pflanzengesundheitlichen Situation wegen der Vir\u00f6sen Vergilbung bei Zuckerr\u00fcben und der grossen Ertragsverluste, die zu erwarten sind, bewusst. Diese Situation gef\u00e4hrdet die wirtschaftliche Rentabilit\u00e4t der Zuckerproduktionskette in der Schweiz. Zurzeit ist es nicht m\u00f6glich, in der Schweiz ohne wirksamen Schutz gegen Zuckerr\u00fcbensch\u00e4dlinge und namentlich gegen die Blattl\u00e4use, die die Vir\u00f6se Vergilbung \u00fcbertragen, wirtschaftlich rentabel Zuckerr\u00fcben anzubauen. Diese Situation hat Belgien und \u00d6sterreich dazu veranlasst, ab 2019 Ausnahmebewilligungen zur Behandlung des Zuckerr\u00fcbensaatguts mit \"Gaucho\" zu erteilen. Das franz\u00f6sische Parlament hat einen Gesetzesentwurf angenommen, der die Behandlung von Zuckerr\u00fcbensaatgut f\u00fcr die n\u00e4chsten drei Jahre erlaubt. In Deutschland wurden im Jahr 2020 Ausnahmebewilligungen f\u00fcr andere Insektizide erteilt, um diese Blattlaus zu bek\u00e4mpfen.</p><p>Das Saatgutbehandlungsmittel \"Gaucho\" enth\u00e4lt den Wirkstoff Imidacloprid. Aufgrund der Neubewertung dieser Substanz wurde ihr Einsatz im Freiland 2018 verboten. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr dieses Verbot stehen im Zusammenhang mit einem Risiko f\u00fcr Best\u00e4uber. Das Imidacloprid wirkt systemisch: Es wird von den jungen Pflanzen der Zuckerr\u00fcbe aufgenommen und sch\u00fctzt sie vor Blattlausbefall. Die Blattl\u00e4use k\u00f6nnen somit die Vir\u00f6se Vergilbung nicht \u00fcbertragen. Aber diese Substanz ist auch in den Bl\u00fcten vorhanden. Die best\u00e4ubenden Insekten k\u00f6nnen somit diesem f\u00fcr die Bienen sehr toxischen Insektizid ausgesetzt sein. Bei den Zuckerr\u00fcben ist es so, dass es bei dieser Kultur nicht zur Bl\u00fcte kommt: Die Best\u00e4uber k\u00f6nnen somit in dieser Kultur nicht mit dieser Substanz in Kontakt kommen. Aufgrund der Persistenz von Imidacloprid im Boden k\u00f6nnen jedoch R\u00fcckst\u00e4nde durch die Wurzeln der Folgekultur aufgenommen werden, wodurch die best\u00e4ubenden Insekten diesem Wirkstoff ausgesetzt sein k\u00f6nnen. Es w\u00e4ren also Risikoreduktionsmassnahmen vonn\u00f6ten.</p><p>Angesichts der Notwendigkeit, den Zuckerr\u00fcbenanbau vor Sch\u00e4den durch die Vir\u00f6se Vergilbung zu sch\u00fctzen, wird der Bundesrat die verschiedenen M\u00f6glichkeiten pr\u00fcfen, um die Bek\u00e4mpfung der virus\u00fcbertragenden Blattl\u00e4use zu verst\u00e4rken. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein ehrgeiziges Programm erforderlich. Dazu z\u00e4hlen insbesondere die Erforschung alternativer Methoden zum Schutz der Zuckerr\u00fcben, die Ermittlung toleranter Sorten, die Entwicklung von Warnmodellen zur gezielten Bek\u00e4mpfung und die Unterst\u00fctzung von Produktionssystemen, die auf den Einsatz von Pestiziden verzichten. Kurzfristig m\u00fcssen auch die Massnahmen der direkten Bek\u00e4mpfung mittels Blattbehandlung verst\u00e4rkt werden. Diese Massnahmen erm\u00f6glichen eine gezielte Blattlausbek\u00e4mpfung, falls die Witterungsbedingungen im Jahr 2021 die Entwicklung dieser Sch\u00e4dlinge erneut beg\u00fcnstigen sollten.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1605052800000)\/","SubmittedBy":"Page Pierre-Andr\u00e9","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1664496000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690506491383)\/","SubmissionDate":"\/Date(1599436800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5105,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt|Landwirtschaft"}}