{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204079,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20204079,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.4079","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Invasive Quagga-Muschel bedroht \u00d6kosysteme und Trinkwasserfassungen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Seit rund 4 Jahren breitet sich die invasive Quagga-Muschel explosionsartig in Schweizer Seen aus. Ausgehend vom Bodensee sind heute weitere Seen wie der Genfer-, Neuenburger- und Bielersee betroffen. Seit einigen Jahren k\u00e4mpfen die Berufsfischer und -fischerinnen in fast allen Seen ums \u00dcberleben, weil die Fangr\u00fcckg\u00e4nge erheblich sind. Die Ursachen daf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig und uneindeutig, wie verschiedene Forschungsprojekte belegen. Die Einschleppung der Quagga-Muschel ist sicherlich eine weitere Belastung. Durch die F\u00e4higkeit dieser Muschel, sich das ganze Jahr fortzupflanzen, bildet sie innerhalb kurzer Zeit ganze Muschelb\u00e4nke und dies bis in sehr grosse Tiefen. Die Muscheln filtrieren grosse Mengen Nahrung aus dem Wasser, welche dann f\u00fcr andere Tiere fehlt. Aber die Muschel bedroht nicht nur das \u00d6kosystem, sondern verstopft auch Trinkwasser-Leitungen. Dies ist ein neues Ph\u00e4nomen, weil die einheimischen Muscheln nicht bis in die Tiefen der Fassungen vordringen. </p><p>1. Wie sch\u00e4tzt der Bundesrat die Auswirkungen des Aufkommens der neuen invasiven Quagga-Muschel auf das \u00d6kosystem, die Berufsfischerei und die Trinkwasserversorgungen aus den Seen ein?</p><p>2. Ist dieses Ph\u00e4nomen der explosionsartigen Vermehrung der invasiven Muschel aus anderen L\u00e4ndern bekannt? Sind Massnahmen dagegen bekannt?</p><p>3. Gem\u00e4ss Presse ist bereits ein internationales Forschungsprojekt mit Teilnahme der Schweiz aufgegleist. Gibt es bereits Erkenntnisse?</p><p>4. Gibt es eine Strategie, damit eine weitere Ausbreitung der Muschel verhindert werden kann?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Das Auftreten der Quagga-Muschel kann zu Sch\u00e4den an der Infrastruktur f\u00fchren wie beispielsweise dem Verstopfen von Rohren und Filtern von Trink- und K\u00fchlwasseranlagen sowie Wasserkraftwerken und Sch\u00e4den an Hafenanlagen. Zur Behebung dieser Sch\u00e4den im Bodensee rechnen die Wasserversorger mit Kosten von bis zu einer halben Milliarde Euro (Sch\u00e4tzung des Zweckverbands Bodensee-Wasserversorgung, Tagesanzeiger vom 2. Dezember 2019). Bei massenhaftem Auftreten der Quagga-Muschel ver\u00e4ndern sich die Lebensverh\u00e4ltnisse f\u00fcr andere Lebewesen im Gew\u00e4sser wie beispielsweise die Verf\u00fcgbarkeit von Nahrung. Mit den Sch\u00e4den an der \u00d6kologie k\u00f6nnen auch Fangr\u00fcckg\u00e4nge und somit wirtschaftliche Sch\u00e4den f\u00fcr Berufs- und die Angelfischerei einhergehen.</p><p>2. Massenhaftes Auftreten der Quagga-Muschel mit bedeutenden Auswirkungen auf das \u00d6kosystem ist bei den nordamerikanischen Grossen Seen bekannt. Hat die Quagga-Muschel erst einmal ein Gew\u00e4sser besiedelt, gilt es, die Weiterverbreitung zu verhindern.</p><p>3. Ob und wie sich die \u00d6kosysteme der Schweizer Seen ver\u00e4ndern werden, ist Gegenstand laufender Forschung. Das internationale Forschungsprojekt Seewandel (www.seewandel.org) konnte zeigen, dass sich die Quagga-Muschel im Bodensee sehr schnell und bis an den Seegrund verbreitet hat. Die Untersuchungen zu den \u00f6kologischen Auswirkungen laufen. Erste Erkenntnisse sollen 2021 publiziert werden. Erst aufgrund der Forschungsresultate wird sich absch\u00e4tzen lassen, wie gross die effektiven Auswirkungen, beispielsweise auf die Berufsfischerei, sein k\u00f6nnten.</p><p>4. Es ist davon auszugehen, dass die Muscheln vor allem mit Freizeitbooten, sowie mit Wassersport- und Fischereimaterial zwischen den Schweizer Gew\u00e4sser verschleppt werden. Die Anweisung, Boote und Material zu reinigen und zu trocknen, ist eine sofort wirksame Massnahme, um eine Verschleppung in bisher nicht betroffene Gew\u00e4sser zu verhindern oder zu verz\u00f6gern. Erfahrungen aus dem Pilotprojekt \"Freihaltezone Pf\u00e4ffikersee\" des Kantons Z\u00fcrich zeigen, dass die Betroffenen diese Massnahme auch akzeptieren.</p><p>Das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU) hat im Fr\u00fchjahr 2020 entsprechende Empfehlungen an die Kantone abgegeben. Die Empfehlungen sollen die kantonalen Fachstellen unterst\u00fctzen, wie sie relevante Akteure (Bootsnutzende, Fischende, Wassersportlerinnen und -sportler) \u00fcber die Problematik aufkl\u00e4ren und f\u00fcr die Umsetzung von Massnahmen sensibilisieren k\u00f6nnen.</p><p>Mit der laufenden Revision des Umweltschutzgesetzes (USG; SR 814.01) soll der Bundesrat erm\u00e4chtigt werden, Vorschriften zur Verh\u00fctung, Bek\u00e4mpfung und \u00dcberwachung von sich rasch verbreitenden, gebietsfremden Organismen (u. a. der Quagga-Muschel) zu erlassen. Die Vernehmlassung dazu wurde vom 15. Mai bis 4. September 2019 durchgef\u00fchrt. Der Bundesrat wird voraussichtlich 2021 die Botschaft zur USG-Revision zuhanden des Parlaments verabschieden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1606262400000)\/","SubmittedBy":"Friedl Claudia","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1664496000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1776865050527)\/","SubmissionDate":"\/Date(1600819200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5105,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Umwelt"}}