{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204287,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20204287,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.4287","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Dringender Bedarf an wissenschaftlicher Forschung zur Wirkung von Naturheilmitteln bei der St\u00e4rkung des Immunsystems und der Behandlung von Virusinfektionen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird verpflichtet, aufgrund der Vorgaben der Bundesverfassung (BV Art. 64 Forschung, BV 118 Schutz der Gesundheit, BV Art. 118a Komplement\u00e4rmedizin) und aufgrund der gesetzlichen Grundlagen im Bundesgesetz \u00fcber die F\u00f6rderung der Forschung und der Innovation folgende Forschungsarbeiten (SR 420.1) sicherzustellen:</p><p>In vitro und in vivo Forschung von traditionellen Naturheilmitteln und pflanzlichen Wirkstoffen, </p><p>- die eine belegte antivirale Wirkung haben;</p><p>- die traditionellerweise eingesetzt werden zur St\u00e4rkung des Immunsystems, zur Verbesserung der Lungent\u00e4tigkeit und bei Herz-Kreislauf Problemen und</p><p>- die zur Behandlung von viralen Langzeitfolgen von SARS-CoV-2 wie eingeschr\u00e4nkter Geruchssinn, M\u00fcdigkeit oder Kopfschmerzen angewendet werden.</p><p>Auch zu erforschen sind Ans\u00e4tze der integrativen Medizin (Kombination von Synthetika und Naturheilmitteln) bei der Pr\u00e4vention, Behandlung in der Akutphase und Verminderung von Langzeitfolgen von Corona-Viren.</p>","ReasonText":"<p>Es gibt zahlreiche Naturheilmittel mit belegter antiviraler Wirkung, die seit vielen Jahren therapeutisch angewendet werden, z.B. Zistrose, Melisse, Pelargonium, Salbei, Thymian, Eukalyptus, Myrte oder Kapuzinerkresse. Weitere pflanzliche Zubereitungen wirken immunst\u00e4rkend oder entz\u00fcndungshemmend. </p><p>Bei einer neuartigen Bedrohungslage eines Virus wie SARS-CoV-2 sind die Patientinnen und Patienten auf experimentelle Forschung angewiesen. Im Rahmen der Evidence-Based-Medicine ist ein solches Trial-und-Error-Verfahren \u00fcblich (Klasse V). So werden zugelassene Arzneimittel testweise im \"Off-Label-Use\" angewendet, um die Folgen von Covid-19 zu lindern oder zu heilen. Ausserdem werden neue Impfstoffe und Arzneimittel entwickelt, die aber erst mit betr\u00e4chtlicher Verz\u00f6gerung zum Einsatz kommen k\u00f6nnen.</p><p>Kritische \u00c4usserungen von Medizinexperten gegen positive in-vivo Resultate eines Echinacea-Pr\u00e4parats des Labor Spiez oder gegen die Supplementierung von Vitamin D lassen die Vermutung zu, dass gegen\u00fcber nat\u00fcrlichen Verfahren Vorbehalte bestehen und die Forschung zu kurz kommt. Die Vorbehalte sind als unwissenschaftlich zu taxieren, weil bez\u00fcglich Covid-19 keine Aussage \u00fcber die Wirkung am Menschen gemacht werden kann, solange keine entsprechenden Resultate vorliegen. </p><p>Die grosse Nutzung von Komplement\u00e4r- und Phytoarzneimittel durch die Bev\u00f6lkerung und die geringe Forschungst\u00e4tigkeit stehen in einem Missverh\u00e4ltnis.  Die Forschung liegt im \u00f6ffentlichen Interesse, kann aber aufgrund der geringen Marktgr\u00f6sse und der tiefen Margen nicht von den Zulassungsinhaberinnen finanziert werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der epidemiologische und medizinische Wissensstand f\u00fcr die Behandlung von Covid-19 nimmt t\u00e4glich zu. Wie in der Antwort auf die <a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20203664\">Motion 20.3664</a> n\u00e4her ausgef\u00fchrt, obliegt es in der Schweiz unter anderem den medizinischen Fachgesellschaften, zusammen mit Fachpersonen Behandlungsempfehlungen bei Covid-19 Erkrankungen festzulegen. Dies schliesst ein, dass auch Fachpersonen der Komplement\u00e4rmedizin entsprechende Empfehlungen ausarbeiten und publizieren k\u00f6nnen.</p><p>In der Schweiz ist die Nachfrage nach komplement\u00e4rmedizinischen Leistungen gross, was unter anderem 2009 zur Verankerung der Komplement\u00e4rmedizin in der Bundesverfassung gef\u00fchrt hat. Die Ber\u00fccksichtigung der Komplement\u00e4rmedizin in Anwendung, Lehre und Forschung wurde und wird seither schrittweise umgesetzt (Einbezug der Komplement\u00e4rmedizin in die Ziele der universit\u00e4ren Ausbildung, Bundesratsentscheid zur definitiven Aufnahme der \u00e4rztlichen Komplement\u00e4rmedizin in die Grundversicherung). An mehreren universit\u00e4ren Instituten wird die Verbindung von konventioneller Medizin und Komplement\u00e4rmedizin in Versorgung, Forschung und Lehre praktiziert (beispielsweise am Institut f\u00fcr komplement\u00e4re und integrative Medizin des Universit\u00e4tsspitals Z\u00fcrich und am entsprechenden Institut an der Universit\u00e4t Bern). Universit\u00e4re Forschungsinstitute f\u00fchren in Kooperation mit Kliniken und universit\u00e4ren Instituten im In- und Ausland Forschungsprojekte zur Pr\u00fcfung und Entwicklung komplement\u00e4rmedizinischer Therapien durch.</p><p>Auf der Grundlage des Forschungs- und Innovationsf\u00f6rderungsgesetzes (FIFG, SR 420.1) f\u00f6rdert der Schweizerische Nationalfonds (SNF) als Forschungsorgan des Bundes mit seinen verschiedenen F\u00f6rderungsinstrumenten Forschungsvorhaben im Grundsatz nach dem Bottom-up-Verfahren. Das heisst, dass die Projekteingabe offen ist f\u00fcr jegliche wissenschaftliche Themen, Fragestellungen und methodische Ans\u00e4tze. Im Rahmen der SNF Sonderausschreibung \"Coronaviren\" und der Ausschreibung des NFP 78 \"Covid-19\" hatten Forschende aus allen Disziplinen die M\u00f6glichkeit, Forschungsprojekte im angesprochenen Themenbereich einzureichen. So wird aus der Sonderausschreibung \"Coronaviren\" ein Forschungsprojekt gef\u00f6rdert, welches auf der Basis von nat\u00fcrlich vorkommenden Zuckermolek\u00fclen antivirale Mittel entwickelt (data.snf.ch &gt; covid-19 Projektregister &gt; cyclodextrins). Als wichtige F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die in der Motion angesprochenen Forschungsvorhaben stehen beispielsweise beim SNF die regul\u00e4re Projektf\u00f6rderung sowie das speziell f\u00fcr industrieunabh\u00e4ngige klinische Studien vorgesehene Programm \"Investigator Initiated Clinical Trials (IICT)\" zur Verf\u00fcgung.</p><p>Der SNF finanziert bereits heute Forschungsprojekte im erw\u00e4hnten Themenbereich (p3.snf.ch).</p><p>Der Bundesrat erachtet die bottom-up-Prinzipien in der Forschungsf\u00f6rderung als \u00e4usserst wichtig und sieht keinen Grund, diese aufgrund von spezifischen Forschungsinteressen einzuschr\u00e4nken.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1612310400000)\/","SubmittedBy":"Graf-Litscher Edith","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1664409600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1718108206447)\/","SubmissionDate":"\/Date(1604016000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5106,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}