{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204289,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20204289,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.4289","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Reform \"Kaufleute 2022\". Ein weiterer Schritt hin zum Englischen als Arbeitssprache. Hat der Bundesrat dazu nichts zu sagen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Reform \"Kaufleute 2022\" sieht vor, dass nur noch eine Fremdsprache - und und dies ist nicht zwingend eine Landessprache - obligatorisch ist und allenfalls eine zweite auf freiwilliger Basis. Es ist also wahrscheinlich, dass die Wahl zuungunsten der Landessprachen, insbesondere der Minderheitensprachen, mehrheitlich auf Englisch fallen wird. Die Auszubildenden in der italienischsprachigen Schweiz w\u00fcrden dadurch besonders leiden. Sie h\u00e4tten gegen\u00fcber ihren Kolleginnen und Kollegen der Alpennordseite einen klaren Nachteil: Da sie eine Minderheitensprache sprechen und Englisch auf dem Arbeitsmarkt stark gefragt ist, m\u00fcssten sie, gehauen oder gestochen, auf den Erwerb einer anderen Landessprache verzichten oder andere F\u00e4cher, die f\u00fcr ihr Berufsprofil von Bedeutung sind, weglassen. Die Kenntnis der Landessprachen ist sowohl unter dem institutionellen Aspekt als auch unter dem realen Gesichtspunkt des Arbeitsmarkts im In- und Ausland wichtig. Angesichts dieser Reform bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. In welchem Verh\u00e4ltnis steht diese Reform zu Ziel 7 der Legislaturplanung 2019-2023: \"Die Schweiz st\u00e4rkt den Zusammenhalt der Regionen und f\u00f6rdert die Verst\u00e4ndigung der unterschiedlichen Kulturen und Sprachgruppen\"? Wie koordinieren sich die Departemente untereinander, um dieses Ziel zu erreichen?</p><p>2. L\u00e4sst sich diese Reform vereinbaren mit der Kulturbotschaft 2021-2024, die auf F\u00f6rderung der Mehrsprachigkeit, Verst\u00e4ndigung und Austausch unter den verschiedenen Sprachgemeinschaften und auf Erhaltung der Minderheitensprachen setzt?</p><p>3. Handelt es sich hier nicht um einen weiteren Schritt hin zum Verschwinden der Mehrsprachigkeit in der Schweiz?</p><p>4. In der Reform ist vorgesehen, dass jeder Kanton k\u00fcnftig die an den Berufsschulen angebotenen Sprachen selber festlegen kann. Entsteht dadurch nicht eine fragmentierte und wenig koordinierte Bildungslandschaft, in der die meisten Jugendlichen auf das Englische setzen?</p><p>5. Ist diese Reform wirklich vorteilhaft f\u00fcr den Arbeitsmarkt? Sind die Schweizer KMU nicht stark \u00fcberregional - oft \u00fcber die Sprachgrenzen hinweg - vernetzt, und sind deshalb Kenntnisse der anderen Landessprachen nicht eine Notwendigkeit?</p><p>6. Ist es im Sinne des Sprachengesetzes und der F\u00f6rderung der Mehrsprachigkeit nicht sinnvoll, wenn die Kantone im Lehrplan f\u00fcr angehende Kaufleute eine Landessprache obligatorisch vorsehen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat misst der F\u00f6rderung der Mehrsprachigkeit einen hohen Stellenwert bei. Dazu z\u00e4hlt auch der Unterricht in den Landessprachen in der beruflichen Grundbildung. Zu den Fragen im Zusammenhang mit der Revision der kaufm\u00e4nnischen Grundbildung nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:</p><p>1/2/3) Die Schweizer Berufsbildung ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt (OdA). Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie eng auf die Bed\u00fcrfnisse des Arbeitsmarkts abgestimmt ist. Entsprechend ist ein Prinzip der Berufsbildung, dass die Definition der Bildungsinhalte und der zu erreichenden Qualifikationen hinsichtlich Arbeitsmarktf\u00e4higkeit den OdA obliegt. Die Berufs- und Branchenverb\u00e4nde k\u00f6nnen am besten beurteilen, welche Kompetenzen (inkl. Sprachkenntnisse) die Lernenden am Ende ihrer Ausbildung erreichen m\u00fcssen, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu k\u00f6nnen. Der Bund f\u00f6rdert gem\u00e4ss Legislaturplanung und weiteren Grundlagen wie der Kulturbotschaft die Mehrsprachigkeit in der Berufsbildung unter anderem \u00fcber die St\u00e4rkung der Berufsmaturit\u00e4t sowie \u00fcber die Durchf\u00fchrung von Sprachaustauschen und anderen Mobilit\u00e4tsaktivit\u00e4ten, welche von der Agentur Movetia koordiniert werden.</p><p>4/5/6) Aufgrund der Bedeutung und der politischen Sensibilit\u00e4t des Unterrichts in den Landessprachen und der grossen Anzahl Lernenden in der beruflichen Grundbildung Kauffrau/Kaufmann EFZ hatte das Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) der Schweizerischen Konferenz der kaufm\u00e4nnischen Ausbildungs- und Pr\u00fcfungsbranchen (SKKAB) als Tr\u00e4gerschaft vorgeschlagen, dass bei dieser Revision ausnahmsweise die Kantone die Wahl der zweiten Sprache definieren k\u00f6nnen (vgl. Antwort des Bundesrats auf die Interpellation 20.4071 Giacometti). Die SKKAB ist bereit, diesem Anliegen nachzukommen. Gem\u00e4ss dieser Variante k\u00f6nnten sich die Lehrvertragsparteien unter Ber\u00fccksichtigung der vom jeweiligen Kanton angebotenen M\u00f6glichkeiten auf eine zweite Sprache einigen. Die Kantone k\u00f6nnten die Wahlm\u00f6glichkeit auf die Landessprachen beschr\u00e4nken oder neben den Landessprachen auch Englisch als eine w\u00e4hlbare Sprache anbieten. Dieser f\u00f6deralistische Kompromiss w\u00fcrde es den Kantonen erm\u00f6glichen, eine koh\u00e4rente Sprachpolitik zu verfolgen. Als zweite Variante steht eine Regelung zur Diskussion, welche den Landessprachen schweizweit Vorrang einr\u00e4umt. Das SBFI hat Anfang 2021 die Vernehmlassung zur Revision der kaufm\u00e4nnischen Grundbildung mit diesen zwei Varianten er\u00f6ffnet. Aufgrund der eingehenden Stellungnahmen wird das SBFI nach der Vernehmlassung gem\u00e4ss Art. 19 Berufsbildungsgesetz (BBG; SR 412.10) und Art. 13 Berufsbildungsverordnung (BBV; SR 412.101) \u00fcber die definitive L\u00f6sung entscheiden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1611705600000)\/","SubmittedBy":"Romano Marco","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1671148800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|32|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1716297454853)\/","SubmissionDate":"\/Date(1604016000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5106,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Bildung|Kultur"}}