{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204317,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20204317,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.4317","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Welcher Preis soll f\u00fcr inl\u00e4ndischen Zucker bezahlt werden und welche Abkl\u00e4rungen sollen durchgef\u00fchrt werden, um die Verwendung von Neonicotinoiden zu verhindern und die Zuckerbranche zu erhalten?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie stark muss der Einzelkulturbeitrag bei einem Verzicht auf Neonicotinoide erh\u00f6ht werden, um den durchschnittlichen Ertragsverlust von 50 Prozent (im schlechtesten Fall) alle drei Jahre kompensieren zu k\u00f6nnen?</p><p>2. W\u00fcrde gest\u00fctzt auf die Berechnung aus einem Standardertrag im Anbau gem\u00e4ss \u00f6kologischem Leistungsnachweis von 90 t pro Hektare und von Fr. 44.-/t ein zus\u00e4tzlicher Beitrag von Fr. 680.-/ha dieses Risiko decken?</p><p>3. Dieser Verlust w\u00fcrde - auf ein Jahr umgerechnet - einer Erh\u00f6hung des Einzelkulturbeitrags um 17 Prozent entsprechen, der schon Fr. 2100.-/ha betr\u00e4gt. Umgerechnet auf eine Zuckerr\u00fcbenfl\u00e4che von 18 000 ha w\u00fcrde dies bedeuten, dass das Budget um 12,2 Millionen Franken erh\u00f6ht werden m\u00fcsste. Ist eine solche Erh\u00f6hung m\u00f6glich?</p><p>4. Der konventionelle Zuckerr\u00fcbenanbau hat auch Auswirkungen auf die B\u00f6den und die Wasserqualit\u00e4t aufgrund des intensiven Einsatzes von Herbiziden. Welche Massnahmen k\u00f6nnte der Bundesrat rasch umsetzen, um die Umstellung auf biologischen Anbau zu f\u00f6rdern - im Wissen, dass dieser nicht einmal 0,1 Prozent der bewirtschafteten Fl\u00e4che erreicht? </p><p>5. Welche technischen Innovationen und welche spezifisch f\u00fcr die Forschung gedachte Unterst\u00fctzung k\u00f6nnten die Bodenverdichtung und den Einsatz der erw\u00e4hnten Stoffe verringern? </p><p>6. Welche M\u00f6glichkeiten ziehen Agroscope, die Fachhochschulen und das Forschungsinstitut f\u00fcr biologischen Landbau in Betracht?</p>","ReasonText":"<p>Der Bundesrat erkl\u00e4rt, dass die Beitr\u00e4ge, welche die Zuckerproduzenten in Anspruch nehmen k\u00f6nnen, wenn sie auf bestimmte Pflanzenschutzmittel verzichten, die Herausforderungen, mit denen die inl\u00e4ndische Produktion aufgrund der Deregulierung des Zuckermarkts konfrontiert ist, nicht beseitigen (19.4630).</p><p>Die Branche ist mit der Klimaerw\u00e4rmung und der Notwendigkeit konfrontiert, auf die Verwendung von Imidacloprid verzichten zu m\u00fcssen. Dieses Neonicotinoid versuracht bei best\u00e4ubenden Insekten grosse Sch\u00e4den. Die Zulassung wurde 2018 aufgehoben. Die Produzenten m\u00f6chten aber, dass Gaucho f\u00fcr die Saatgutbeizung eine Notzulassung erh\u00e4lt. Mit der Interpellation 20.3992 wird der Bundesrat zu den Auswirkungen einer solchen Wiederzulassung befragt. Diese Perspektive ist mit Blick auf den Schutz von Bienen und Umwelt nicht akzeptabel. Ausserdem belegen unabh\u00e4ngige Studien, dass es auch bei den Wirbeltieren neurotoxische Auswirkungen gibt. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach dem Schutz der inl\u00e4ndischen Zuckerbranche und der Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. und 2. Auf der Basis von \u00fcber 100 ausgewerteten Landwirtschaftsbetrieben mit Zuckerr\u00fcben ermittelte Agroscope f\u00fcr 2019, einem Anbaujahr mit mittleren Zuckerr\u00fcbenertr\u00e4gen und Zuckergehalten, ausgehend von einem R\u00fcbenertrag von 84 Tonnen pro Hektar und einem R\u00fcbenentgelt von Fr. 52.30 pro Tonne im Mittel eine Marktleistung von Fr. 4400 pro Hektare. Unter den gegebenen Annahmen (Ertragsr\u00fcckgang um 50\u00a0Prozent einmal alle drei Jahre) w\u00fcrde ein Ertragsr\u00fcckgang um 50\u00a0Prozent in einem Jahr zu einem Erl\u00f6sr\u00fcckgang von Fr. 2200 pro Hektare f\u00fchren, bzw. im Mittel von drei Jahren von Fr. 733 pro Hektare und Jahr. Tendenziell sind mit der Anwendung von blattapplizierten Insektiziden zur Bek\u00e4mpfung der Blattl\u00e4use gegen\u00fcber der Saatgutbeizung mit Neonicotinoiden zudem h\u00f6here Anbaukosten zu erwarten. Tiefere R\u00fcbenertr\u00e4ge und Zuckergehalte ergeben bei konstanter Fl\u00e4che eine niedrigere Zuckerproduktion und bei stabilen Zuckerpreisen geringere Einnahmen aus dem Zuckerverkauf. Bei anhaltend hohen Fixkosten in der Zuckerherstellung kann dies den Zuckerr\u00fcbenpreis zus\u00e4tzlich unter Druck setzen. Ob eine Erh\u00f6hung des Einzelkulturbeitrags f\u00fcr Zuckerr\u00fcben um rund Fr. 700 pro Hektare und Jahr ausreichen w\u00fcrde, um eine Anbaubereitschaft auf das zur Auslastung von zwei Zuckerfabriken erforderliche Niveau zu erreichen, w\u00fcrden letztlich die R\u00fcbenpflanzerinnen und -pflanzer individuell f\u00fcr ihre Betriebe entscheiden.</p><p>3. Laut Betriebswirtschaftsstudie Schweizer Zucker ist die Auslastung der beiden Zuckerfabriken mit dem ordentlichen R\u00fcbenertrag von 18'000 Hektaren suboptimal. Die Annahmen der Interpellantin, jedes dritte Jahr einen Ertragsausfall von 50\u00a0Prozent einzukalkulieren, w\u00fcrde die betriebswirtschaftliche Situation der Zuckerfabriken weiter verschlechtern. Der Bundesrat erh\u00f6hte den Einzelkulturbeitrag f\u00fcr Zuckerr\u00fcben befristet bis Ende 2021 von Fr. 1800 auf Fr. 2100 pro Hektare und Jahr, um der Zuckerwirtschaft Zeit f\u00fcr weitere Verbesserungen der Wettbewerbsf\u00e4higkeit einzur\u00e4umen. Der Hypothese der Interpellantin folgend m\u00fcsste mit sinkenden mittleren R\u00fcbenertr\u00e4gen die Zuckerr\u00fcbenfl\u00e4che zur optimalen Auslastung der Zuckerfabriken mit inl\u00e4ndischen Zuckerr\u00fcben ausgedehnt werden. Ausgehend von einer daf\u00fcr erforderlichen minimalen Zuckerr\u00fcbenanbaufl\u00e4che von 20'000 Hektaren und des ab 2022 geltenden Einzelkulturbeitrags von Fr. 1800 pro Hektare und Jahr w\u00fcrden somit j\u00e4hrliche Zusatzausgaben von 20 Mio. Franken anfallen.</p><p>4. Im Zuckerr\u00fcbenanbau werden grosse R\u00fcbenmengen im Sp\u00e4therbst, teils unter suboptimalen Bodenbedingungen, geerntet, transportiert und im durchgehenden Betrieb zu Zucker verarbeitet. Insbesondere zur Vermeidung lang anhaltender Bodenverdichtungen hat der Bundesrat in seiner Botschaft zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik ab 2022 Schutzmassnahmen vorgesehen. Die mechanische und teils manuelle Unkrautbek\u00e4mpfung im biologischen Zuckerr\u00fcbenanbau stellt durch den hohen Arbeitsaufwand eine Herausforderung dar. Deshalb werden Beitr\u00e4ge f\u00fcr den biologischen Ackerbau ausgerichtet. Das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft unterst\u00fctzt zudem im Rahmen der Verordnung \u00fcber die F\u00f6rderung von Qualit\u00e4t und Nachhaltigkeit in der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft bereits ein Projekt im Bereich des biologischen Zuckerr\u00fcbenanbaus. Die biologisch bewirtschaftete Anbaufl\u00e4che konnte in den letzten Jahren auf 150 Hektaren gesteigert werden. In ihrem Vernehmlassungsentwurf zur parlamentarischen Initiative 15.479 Bourgeois. Stopp dem ruin\u00f6sen Preisdumping beim Zucker! Sicherung der inl\u00e4ndischen Zuckerwirtschaft schlug die WAK-N eine St\u00fctzungsdifferenzierung f\u00fcr den Zuckerr\u00fcbenanbau nach den Anforderungen der biologischen Landwirtschaft und bei Verzicht auf Fungizide und Insektizide vor.</p><p>Die R\u00e4te werden in Kenntnis der Vernehmlassungsergebnisse voraussichtlich 2021 \u00fcber die konkrete Ausgestaltung der Gesetzes\u00e4nderungen debattieren k\u00f6nnen.</p><p>5. und 6. Ein eingeschr\u00e4nktes Spektrum an Pflanzenschutz-Wirkstoffen ver\u00e4ndert die Gewichtung der Ziele in der Pflanzenz\u00fcchtung. Die Kriterien Resistenz und Toleranz von Sorten gegen\u00fcber Schaderregern gewinnen an Bedeutung. Der technologische Fortschritt beg\u00fcnstigt im Pflanzenschutz pr\u00e4zise arbeitende Ger\u00e4te mit punktuellen Pflanzenschutzmittelapplikationen oder rein mechanischer Unkrautbek\u00e4mpfung. Das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft unterst\u00fctzt ein Projekt zur effizienteren Unkrautregulierung, das in Zusammenarbeit von FiBL, Agroscope und HAFL umgesetzt wird. In seinem Forschungsprogramm sieht Agroscope in interdisziplin\u00e4rer Zusammenarbeit mit dem FiBL vor, den nachhaltigen Pflanzenschutz in den Bereichen Habitatmanagement, alternative Bek\u00e4mpfungsmethoden, Entscheidungshilfesystemen und J\u00e4t-Robotik weiterzuentwickeln.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1611705600000)\/","SubmittedBy":"Python Valentine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1623974400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690505119830)\/","SubmissionDate":"\/Date(1604016000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5106,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt|Landwirtschaft"}}