{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204415,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20204415,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.4415","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Beurteilung der klinischen Wirksamkeit von hochpreisigen Therapien","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht zur klinischen Wirksamkeit von neuen hochpreisigen Therapien zur Behandlung von Krebs zu erstellen.</p>","ReasonText":"<p>Gewisse neuartige Therapien, insbesondere gegen Krebs, sind extrem teuer. Oft kosten sie mehr als 50 000 Franken pro Fall. Bei einem so hohen Preis werden bei den betroffenen Personen und ihren Familien grosse Hoffnungen auf Heilung geweckt.</p><p>Neue auf Gentherapien basierende Behandlungsmethoden kosten in einigen F\u00e4llen ebenfalls Hunderttausende von Franken pro Jahr. Ausserdem werden immer h\u00e4ufiger solche hochpreisigen Therapien angewendet. Angesichts dieser Entwicklung ist es unerl\u00e4sslich, sich der klinischen Wirksamkeit dieser Behandlungsmethoden zu vergewissern. Sie m\u00fcssen das Leben der Patientin oder des Patienten massgeblich verl\u00e4ngern k\u00f6nnen und dabei eine gute Lebensqualit\u00e4t erm\u00f6glichen. </p><p>Damit dieser Therapieerfolg erreicht werden kann, muss die Indikation optimal gestellt und die Verwendung der Medikamente entsprechend angepasst werden. Gewisse Studien sollen jedoch aufgezeigt haben, dass die neuen Krebsmedikamente nach einer Anwendung \u00fcber mehrere Jahre nur in weniger als der H\u00e4lfte der F\u00e4lle das Leben verl\u00e4ngern oder die Lebensqualit\u00e4t verbessern konnten. Zudem wurde nur f\u00fcr die H\u00e4lfte der Medikamente, die eine Wirkung hatten, eine klinisch relevante Wirkung nachgewiesen. Diese Ergebnisse sind plausibel, da die Wirkung der neuen Krebsmedikamente oft nicht am l\u00e4ngeren \u00dcberleben oder an der Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t gemessen wird, sondern am progressionsfreien \u00dcberleben. In vielen F\u00e4llen haben diese sogenannten Surrogat-Marker keinen positiven Einfluss auf das \u00dcberleben oder die Lebensqualit\u00e4t, wie die oben erw\u00e4hnten Studien zeigen. Angesichts der hohen Kosten dieser neuen Krebstherapien sollte eine Wirkung auf das \u00dcberleben oder die Lebensqualit\u00e4t erwartet werden k\u00f6nnen, da sonst die Vorgabe der Wirtschaftlichkeit der Behandlungsmethoden nicht eingehalten w\u00fcrde.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist sich der Herausforderung der hohen Kosten neuer Onkologika und anderer hochpreisiger Arzneimittel bewusst und kennt die Gr\u00fcnde daf\u00fcr. Es sind einerseits hohe Preisforderungen. Andererseits gibt es viele neue Arzneimittel, die bei bisher nicht behandelbaren Krankheitsformen eingesetzt werden. Zudem werden die Arzneimittel kombiniert, in Sequenz und/oder \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum eingesetzt. Dies auch deshalb, weil diese neuen Arzneimittel eine bessere Wirksamkeit aufweisen als bisherige Therapien. Der Nutzen der Therapien wird bereits jetzt bei der Preisfestsetzung mit dem Kriterium des therapeutischen Quervergleichs ber\u00fccksichtigt. Zeigt eine Therapie im Vergleich zu bestehenden Therapien zur Behandlung einer Krankheit einen Mehrnutzen, kann ein Innovationszuschlag von maximal 20 Prozent gew\u00e4hrt werden. Dass die festgelegten Preise nur teilweise dem Nutzen entsprechen, ist insbesondere dem zweiten Preisbildungskriterium geschuldet: Dem durchschnittlichen Auslandpreis aus 9 Referenzl\u00e4ndern. Denn im Ausland werden die publizierten Preise hochpreisiger Arzneimittel oftmals nicht effektiv verg\u00fctet, sondern es werden vertrauliche Preise mit Rabatten verhandelt. Der f\u00fcr die Schweiz wirtschaftliche Durchschnittspreis aus Auslandpreisvergleich und therapeutischem Quervergleich korreliert deshalb nur teilweise mit dem aufgezeigten Nutzen. Die Kosten im Bereich der Onkologie wachsen \u00fcberdurchschnittlich: Plus 37.8 Prozent zwischen 2016 und 2019 (Helsana Arzneimittelreport 2020). Gesundheits\u00f6konomische Analysen kommen zum Schluss, dass die Preise und Kosten von Onkologika zu wenig dem Nutzen entsprechen (Vokinger et. al. Lancet Oncology 2020). Die WHO hat in einem umfangreichen Bericht die weltweit und auch in der Schweiz angewandten Preisfestsetzungskriterien und deren Auswirkungen auf die Preise von Onkologika sehr gut untersucht. Zuletzt hat die Nationale Ethikkommission NEK auf Fragen des Bundesamts f\u00fcr Gesundheit (BAG) hin zur Preisfestsetzung von hochpreisigen Arzneimitteln einen Bericht ver\u00f6ffentlicht. Die Herausforderungen und m\u00f6glichen Instrumente, um diesen zu begegnen, sind somit bekannt. Deshalb ist der Bundesrat der Ansicht, dass der Nutzen eines neuen Berichts zu gering w\u00e4re. Es gilt bereits einen Schritt weiter zu gehen und die bestehenden Preisfestsetzungskriterien anzupassen und zu erg\u00e4nzen. Dies ist ein laufender Prozess, der die neuen Herausforderungen stets zu ber\u00fccksichtigen hat. Das BAG setzt bereits heute neben Auslandpreisvergleich und therapeutischem Quervergleich Preismodelle ein, die die Folgekosten (Budget Impact) ber\u00fccksichtigen, definiert R\u00fcckerstattungen auf den im therapeutischen Quervergleich wirtschaftlichen Preis oder befristet die Aufnahme in die Spezialit\u00e4tenliste, um den Nutzen und die Preise der Arzneimittel nach dem Vorliegen neuer Daten mit Resultaten zu klinisch relevanten Resultaten zum \u00dcberleben erneut zu beurteilen. Mit dem Kostend\u00e4mpfungspaket 2 (www.bag.admin.ch Versicherungen Krankenversicherunglaufende Revisionsprojekte Massnahmen zur Kostend\u00e4mpfung - Paket 2) will der Bundesrat die Umsetzung von Preismodellen festigen. Zudem sind Arbeiten zu Anpassungen der bestehenden Preisfestsetzungskriterien im Gang.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1614124800000)\/","SubmittedBy":"Nantermod Philippe","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1671148800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690506058350)\/","SubmissionDate":"\/Date(1607299200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5107,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}