{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204480,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20204480,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.4480","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Pr\u00e4senz der Asiatischen Hornisse. Sich gemeinsam mit den Bienenz\u00fcchterinnen und Bienenz\u00fcchtern auf den Fr\u00fchling vorbereiten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>2010 hat das BAFU das Centre for Agricultural Bioscience International (CABI) beauftragt, einen Bericht zum Stand des Wissens und zu den Risiken, die von der Asiatischen Hornisse Vespa velutina ausgehen, zu verfassen.</p><p>Der Bericht kam zum Schluss, dass sich der R\u00e4uber mit einem breiten Nahrungsspektrum, der 2004 erstmals in S\u00fcdfrankreich auftrat und der vermutlich in T\u00f6pfen f\u00fcr Bonsai aus China eingeschleppt wurde, rapid verbreitet. Kolonien Asiatischer Hornissen wurden 2010 auch in Spanien gefunden. Vespa velutina jagt die heimischen Honigbienen und frisst zahlreiche weitere Best\u00e4uber, was m\u00f6glicherweise Folgen f\u00fcr die Artenvielfalt hat.</p><p>Zwar wurden 2010 die der Schweiz am n\u00e4chsten gelegenen Nester im Departement C\u00f4te-d'Or gefunden, weniger als 200 Kilometer von der Landesgrenze entfernt. Der Bericht kam aber zum Schluss, dass die Asiatische Hornisse eher \u00fcber die Genferseeregion, die Ajoie oder die Region Basel in die Schweiz gelange und dass dieses nat\u00fcrliche Vordringen unvermeidbar sei.</p><p>Im Mai 2017 meldete Apisuisse, dass eine K\u00f6nigin in der Gemeinde Fregi\u00e9court in der Ajoie gefangen worden sei.</p><p>Eine Kommission zur Asiatischen Hornisse, die vom Schweizerischen Bienengesundheitsdienst (BGD) einberufen wurde, hat im April 2017 ein Dokument erstellt, das Auskunft dar\u00fcber gibt, was bei der Entdeckung eines Nests zu tun sei.  Der BGD hat in Zusammenarbeit mit dem Zentrum f\u00fcr Bienenforschung zudem die wichtigsten Informationen zu diesem Sch\u00e4dling in einem Merkblatt zusammengetragen.</p><p>In seinem \"Leitfaden Bienengesundheit\" hielt das Zentrum f\u00fcr Bienenforschung 2018 fest: \"Wenn sich eine Hornissenpopulation in der Schweiz etabliert, werden die zust\u00e4ndigen Schweizer Stellen (BGD, ZBF, BAFU) Bek\u00e4mpfungsempfehlungen herausgeben, die auf dem aktuellen Kenntnisstand basieren.\"</p><p>Die Asiatische Hornisse ist nunmehr in der Schweiz angelangt (insbesondere in den Kantonen Jura, Genf und Tessin). Die Zerst\u00f6rung einiger - zugegebenermassen seltener - Nester, die im Oktober in den Kantonen Jura und Genf unter Verwendung eindr\u00fccklicher technischer Hilfsmittel und grosser Kosten erfolgte, belegt, wie notwendig ein koordiniertes Vorgehen ist.</p><p>Auf der Grundlage des bisher Gesagten gilt es zu bedenken, dass im Fr\u00fchling 2021 die Lage schwierig sein wird und dass auf nationaler Ebene gehandelt werden muss; notwendig sind Massnahmen zugunsten der Bienenz\u00fcchterinnen und -z\u00fcchter, damit dann nicht \u00fcberst\u00fcrzt gehandelt wird, beispielsweise, indem im Fr\u00fchling Fallen aufgestellt werden, die nicht sehr selektiv funktionieren und f\u00fcr viele Best\u00e4uber sch\u00e4dlich sind.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. In kantonalen Konzepten ist vorgesehen, die Nester so rasch als m\u00f6glich zu vernichten; besteht ein Monitoring der in den Kantonen ergriffenen Massnahmen, und werden sie evaluiert?</p><p>2. Wurden neue Studien durchgef\u00fchrt, die aufzeigen, wie diese invasive Art bek\u00e4mpft und ob sie ausgerottet werden kann oder ob verhindert werden kann, dass die Asiatische Hornisse sich in den bereits befallenen Orten dauerhaft festsetzt? Wenn man bedenkt, wie stark sich der Kenntnisstand verbessert hat, w\u00e4re vor allem eine Aktualisierung des 2010 vom CABI verfassten Berichts zum Stand des Wissens und zu den Risiken, die von Vespa velutina ausgehen, ins Auge zu fassen. </p><p>3. Falls die Ausrottung oder die Einhegung nicht m\u00f6glich ist: Wie kann eine Koexistenz mit diesem Insekt aussehen, wenn wir seine negativen \u00f6kologische und wirtschaftliche Auswirkungen m\u00f6glichst geringhalten, die Bienenz\u00fcchterinnen und -z\u00fcchter unterst\u00fctzen und die Artenvielfalt erhalten wollen?</p><p>4. In der Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten steht: \"Ziel 9 des strategischen Plans 2011 - 2020 der CBD [UN-Convention on Biological Diversity / Strategischer Plan zur Biodiversit\u00e4t 2011-2020] fordert die Unterzeichnerstaaten auf, bis 2020 eine Identifizierung der invasiven gebietsfremden Arten und ihrer Verbreitungswege mit Priorit\u00e4tensetzung, eine Kontrolle oder Beseitigung der wichtigsten Arten sowie Massnahmen zur Verhinderung ihrer Einf\u00fchrung und Ansiedlung vorzunehmen.\" Falls diese Priorisierung vorgenommen worden ist: In welche Kategorie wurde die Asiatische Hornisse eingeteilt?</p><p>5. Ist es denkbar, dass zus\u00e4tzlich zur Bereitstellung wissenschaftlichen Knowhows und zum landesweit koordinierten Austausch guter Praktiken die Kantone finanziell unterst\u00fctzt werden, sodass diese den Bienenz\u00fcchterinnen und -z\u00fcchtern bei den zu ergreifenden Massnahmen eine angemessene Unterst\u00fctzung zukommen lassen k\u00f6nnen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1-3) Als sich die Asiatische Hornisse im Oktober 2016 bis wenige Kilometer vor der franz\u00f6sisch-schweizerischen Grenze ausgebreitet hatte, beauftragte das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU) das Forschungsinstitut Centre for Agriculture and Bioscience International (CABI) mit einem weiteren Mandat f\u00fcr 2017 bis 2020. Im Rahmen dieses Mandats wurden:</p><p>- das sehr nahe an den Befallsstandorten in Frankreich gelegene Schweizer Grenzgebiet \u00fcberwacht,</p><p>- die Risiken evaluiert, die ein Auftreten der Asiatischen Hornisse f\u00fcr die Schweiz mit sich bringen w\u00fcrden,</p><p>- Methoden zum Auffinden und Entfernen von Nestern verifiziert und weiterentwickelt.</p><p>Die daraus resultierenden Erkenntnisse wurden den Kantonen, Gemeinden, Imkern sowie der interessierten \u00d6ffentlichkeit \u00fcber eine Informationsplattform zur Verf\u00fcgung gestellt. </p><p>Im April 2017 publizierte die Arbeitsgruppe invasive Neobiota (AGIN) der Konferenz der Vorsteher der Umweltschutz\u00e4mter der Schweiz (KVU) zusammen mit dem Bienengesundheitsdienst 'apiservice' eine gemeinsame Empfehlung. Diese enth\u00e4lt unter anderem auch die bis dato verf\u00fcgbaren Kenntnisse zur Identifizierung der Asiatischen Hornissen sowie zum Auffinden und Entfernen der Nester. Das darin vorgeschlagene Vorgehen kam seither f\u00fcr die j\u00e4hrlich mehreren hundert Meldungen von Verdachtsf\u00e4llen Asiatischer Hornissen zur Anwendung und wurde aufgrund neuerer Erkenntnisse weiterentwickelt. Von den Verdachtsmeldungen Asiatischer Hornissen haben sich bisher weniger als zehn best\u00e4tigt. Bei allen \u00fcbrigen handelte es sich um einheimische Hornissen, Wespen oder andere schwarz-gelb gef\u00e4rbte Insektenarten. Die bislang in der Schweiz gemachten Erfahrungen zeigen, dass dieses Vorgehen funktioniert und die Nester gefunden und entfernt werden k\u00f6nnen. Zurzeit pr\u00fcft das BAFU zusammen mit den bei der Umsetzung des Projekts 2017-2020 beteiligten Institutionen (CABI, Bienengesundheitsdienst, Artexperten), ob ein Nachfolgeprojekt erforderlich ist. Dabei werden auch die Erfahrungen einfliessen, welche f\u00fcr das Auffinden und Entfernen der bislang in der Schweiz gefundenen Nester gemacht wurden.</p><p>4-5) Aufgrund der derzeitigen Verbreitung der Asiatischen Hornisse in der Schweiz w\u00e4ren gem\u00e4ss dem Stufenkonzept aus der der Strategie zu invasiven gebietsfremden Arten der Schweiz Einzelbest\u00e4nde bis auf weiteres vollst\u00e4ndig zu entfernen. Sollte dies nicht mehr m\u00f6glich sein, w\u00e4ren lokal Befallszonen einzurichten, in denen der Bestand zur Verhinderung einer Besiedlung neuer Gebiete m\u00f6glichst einged\u00e4mmt w\u00fcrde. Dieses Vorgehen entspricht der Stufe D2 des Stufenkonzepts. Die rechtlich verbindliche Umsetzung des Stufenkonzepts sowie die M\u00f6glichkeit einer finanziellen Beteiligung des Bundes an Bek\u00e4mpfungsmassnahmen der Kantone ist Gegenstand der laufenden Revision des Umweltschutzgesetzes (USG, SR 814.01). Der Bundesrat wird das Gesch\u00e4ft voraussichtlich 2021 dem Parlament zur Beratung \u00fcberweisen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1613520000000)\/","SubmittedBy":"Baume-Schneider Elisabeth","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1615852800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1763109115517)\/","SubmissionDate":"\/Date(1607990400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5107,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}