{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204508,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20204508,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.4508","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Verbesserung der Medikationsqualit\u00e4t und Patientensicherheit von polymorbiden Patienten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Gesetzesrevision zu unterbreiten, um die Medikationsqualit\u00e4t und Patientensicherheit bei Patienten mit Polymedikation zu erh\u00f6hen. Dabei sind insbesondere folgende Vorgaben zu ber\u00fccksichtigen:</p><p>1. Die berechtigten Fachpersonen sind verpflichtet, ab gleichzeitiger Einnahme von f\u00fcnf Arzneimitteln einen Medikationsplan zu erstellen.</p><p>2. Die Patienten erhalten die M\u00f6glichkeit, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel im Medikationsplan einzutragen bzw. eintragen zu lassen.</p><p>3. Liegt ein Medikationsplan vor, so ist dieser von allen beteiligten Fachpersonen aktuell zu halten.</p><p>4. Ein/e Apotheker/in f\u00fchrt mindestens halbj\u00e4hrlich einen Medikationsabgleich durch, um die Angemessenheit der Arzneimittel-Kombination zu pr\u00fcfen und zu verbessern. Sind mehrere Fachpersonen an der Behandlung beteiligt, so kann eine Haus\u00e4rztin/ein Hausarzt den Medikationsabgleich durchf\u00fchren.</p><p>5. Diplomierte Pflegefachpersonen gleichen ab f\u00fcnf Arzneimitteln die tats\u00e4chlich eingenommenen Arzneimittel mit dem Medikationsplan ab und melden allf\u00e4llige Differenzen.</p><p>6. Um die Compliance zu erh\u00f6hen, erhalten Patienten das Recht, ihre Arzneimittel in der verordneten Zusammenstellung einnahmebereit (verblistert) zu beziehen.</p><p>7. Die Aufw\u00e4nde der Leistungserbringer sind tarifarisch zu verg\u00fcten, namentlich auch Leistungen in Abwesenheit der Patienten.</p>","ReasonText":"<p>\"Der Mangel bei der Medikationssicherheit scheint im schweizerischen Gesundheitssystem ein dringendes Problem darzustellen. Studien deuten auf eine hohe Rate unerw\u00fcnschter Arzneimittelereignisse und inad\u00e4quater Verschreibungen unter verschiedensten Umst\u00e4nden hin\", schreiben die Autoren Charles Vincent und Anthony Staines im Bericht \"Verbesserung der Qualit\u00e4t und Patientensicherheit des Schweizerischen Gesundheitswesens\" vom Juni 2019. Der Bericht wurde im Auftrag des Bundesamts f\u00fcr Gesundheit verfasst. Die Autoren empfehlen, an den Behandlungsschnittstellen bei Patienten mit Polymedikation einen systematischen Medikationsabgleich durchzuf\u00fchren. Gem\u00e4ss Vincent und Staines wird ab Einnahme von mindestens f\u00fcnf Arzneimitteln von Polypharmazie gesprochen.</p><p>Die Einnahme von gleichzeitig mindestens f\u00fcnf Wirkstoffen wird als problematisch erachtet, steht im Helsana Arzneimittelreport 2020. Gem\u00e4ss dem Helsana-Arzneimittelreport werden in Pflegeheimen im Durchschnitt 9 Arzneimittel pro Patient/in eingenommen, welche oft von mehreren \u00c4rztinnen und \u00c4rzte gleichzeitig verschrieben werden. Die Polymedikation berge grosse Gefahren, schreibt die Stiftung Patientensicherheit auf ihrer Website. Denn \"mit jedem zus\u00e4tzlich eingenommenen Medikament steigt das Risiko f\u00fcr unerw\u00fcnschte Arzneimittelereignisse (UAE)\".</p><p>Mit der von beiden R\u00e4ten angenommenen Motion Hans St\u00f6ckli \"Recht auf einen Medikationsplan zur St\u00e4rkung der Patientensicherheit\" (18.3512) erhalten die Patientinnen und Patienten ein Recht auf einen Medikationsplan ab gleichzeitiger Einnahme von mindestens drei Arzneimitteln. Ein Umsetzungsvorschlag liegt noch nicht vor. Die vorliegende Motion verpflichtet Leistungserbringer bei gleichzeitiger Einnahme von mindestens f\u00fcnf Arzneimitteln (Polymedikation), einen Medikationsplan zu erstellen, der die Voraussetzung f\u00fcr einen Medikationsabgleich ist, der ebenfalls verbindlich, wiederkehrend durchzuf\u00fchren ist. </p><p>Um eine hohe Medikationsqualit\u00e4t und -sicherheit bei Polymedikation zu gew\u00e4hrleisten, braucht es gesetzgeberische Massnahmen. So sind Medikationsabgleich durchzuf\u00fchren mit dem Ziel unerw\u00fcnschte Arzneimittelwirkungen zu reduzieren, Medikationsfehler zu vermeiden, die Zahl der verschriebenen Arzneimittel oder deren Dosis zu reduzieren und als Folge den Outcome zu verbessern. Namentlich k\u00f6nnen das Hospitalisierungsrisiko und die Mortalit\u00e4t gesenkt werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"St\u00f6ckli Hans","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1612483200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690507170453)\/","SubmissionDate":"\/Date(1608076800000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5107,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}