{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204607,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20204607,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.4607","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Potenzial von Holz zur Erreichung der Klimaziele von Paris","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Folgende Fragen stellen sich an den Bundesrat: </p><p>1. Welcher Anteil an den gesamten n\u00f6tigen CO2-Sparanstregungen zur Erreichung der Schweizer COP21-Reduktionsziele kann mit der F\u00f6rderung des Baustoffes Holz erreicht werden? </p><p>2. Wie beurteilt der Bundesrat die Aussch\u00f6pfung des Klimaschutzpotentials der Schweiz im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern mit vergleichbaren Waldanteilen? </p><p>3. Wie gross ist die lokale Wertsch\u00f6pfung im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern? </p><p>4. Welche Schritte konnten bezgl. des Zieles 1.3 d der Waldpolitik 2020 get\u00e4tigt werden. Ist der Bundesrat bereit, das Geb\u00e4udeprogramm konsequenter auf die F\u00f6rderung von energieeffizienten Holzbauten auszurichten?  </p><p>5. Ist der Bundesrat zu verbindlichen Zielvorgaben des Holzanteils bei Neubauten bereit? </p><p>6. Welche Massnahmen plant der Bundesrat, um das Klimaschutzpotenzial von Holz f\u00fcr die Schweiz zu nutzen? </p><p>7. Sind die Leistungen f\u00fcr das Klima, die durch den Schweizer Wald erbracht werden, bekannt und quantifiziert?</p>","ReasonText":"<p>Im Auftrag des BAFU und des Schweizerischen Nationalfonds SNF wird momentan eine Bio\u00f6konomiestrategie erarbeitet. Diese Strategie zur Optimierung von Stofffl\u00fcssen soll ab 2022 umgesetzt werden. Erkl\u00e4rtes Ziel ist eine bessere Nutzung von Biomasse. Eine zentrale Rolle kommt dem Bau- und Werkstoff Holz dabei zu. Studien zeigen, dass der Bau mit einer Tonne Holz statt einer Tonne Beton zu einer durchschnittlichen Verringerung von 2,1 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen f\u00fchren k\u00f6nnte - berechnet \u00fcber den gesamten Lebenszyklus des Produkts (einschliesslich Verwendung und Entsorgung). In Schweizer Nachbarstaaten wurden bereits diverse Massnahmen zur besseren Aussch\u00f6pfung des Potentials von Holz getroffen. So gab es beispielsweise Massnahmenpakete zur F\u00f6rderung des Holzes als Baustoff und Forschungsprogramme. Zudem wurden Holzbauoffensiven eingeleitet.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Basierend auf den Empfehlungen des Nationalen Forschungsprogramms \"Ressource Holz\" (NFP 66) an den Bundesrat haben das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU) und der Schweizerische Nationalfonds (SNF) die Erarbeitung einer Vorstudie f\u00fcr erste Grundlagen zu einer Bio\u00f6konomiestrategie in Auftrag gegeben. Im Rahmen der aktualisierten Ressourcenpolitik Holz wird diese Thematik aufgenommen und soll im Rahmen des Aktionsplans Holz umgesetzt werden (Ver\u00f6ffentlichung 2021).</p><p>1) Die Schweiz hat sich im Rahmen des \u00dcbereinkommens von Paris verpflichtet, bis 2030 ihren Treibhausgasausstoss gegen\u00fcber dem Stand von 1990 zu halbieren (Reduktion um ca. 26.9 Millionen Tonnen CO2). Der Anteil von Holz an den gesamten n\u00f6tigen CO2-Sparanstregungen h\u00e4ngt von der maximalen Holzmenge ab, die im Wald nachhaltig genutzt werden kann. Der aktuelle Zielwert des Bundesrates betr\u00e4gt 8.2 Millionen Kubikmeter (m3) Holz pro Jahr, was etwa derselben Menge in Tonnen CO2 entspricht. Da Holz auch als Energietr\u00e4ger und in verschiedenen Qualit\u00e4ten im Wald verf\u00fcgbar ist, ist die Klimaleistung abh\u00e4ngig vom Verwendungszweck. Beispielsweise speichert verbautes Holz den Kohlenstoff l\u00e4nger als energetisch genutztes Holz, dieses substituiert jedoch fossile Energietr\u00e4ger.</p><p>2 und 3) Klimaschutzwirkungen von Wald und Holz entstehen durch drei Effekte: CO2-Abscheidung (Sequestrierung), Speicherung und Substitution. Zahlen zu den Potenzialen und Vergleichszahlen werden zurzeit erarbeitet. Beim Vergleich mit anderen L\u00e4ndern (wie Deutschland, \u00d6sterreich und skandinavischen L\u00e4ndern) sind die jeweiligen Strategien und Umsetzungsinstrumente gegen\u00fcberzustellen (z.B. Waldpolitik, Ressourcenpolitik Holz, Bio\u00f6konomiestrategien). Grunds\u00e4tzlich enthalten diese Grundlagen Massnahmen zur Anpassung des Waldes an den Klimawandel sowie zur F\u00f6rderung der Holzverwendung insbesondere beim Holzbau. Beim mehrgeschossigen Bauen mit Holz geh\u00f6rt die Schweiz heute zu den f\u00fchrenden L\u00e4ndern Europas. Von den nachgefragten Mengen an Halbfabrikaten und Holzwerkstoffen kann ein gesch\u00e4tztes Viertel durch die Schweizer Verarbeitungskapazit\u00e4ten beliefert werden, der Rest wird aus dem angrenzenden Ausland zugekauft.</p><p>4) und 6) Die Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der \u00f6ffentlichen Bauherren (KBOB) und das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU) haben zusammen die Empfehlung 2020/1 \"Nachhaltiges Bauen mit Holz\" erarbeitet. Die Empfehlung richtet sich an Bauherren bzw. Bauherrinnen, Architekten bzw. Architektinnen und Planungsb\u00fcros. Sie zeigt die vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten des Holzbaus in der Schweiz auf und verweist auf weitere hilfreiche Informationen und Instrumente. Die Ausrichtung des Geb\u00e4udeprogramms auf die F\u00f6rderung von energieeffizienten Holzbauten ist ein pendenter Pr\u00fcfauftrag, der mit der Umsetzung des totalrevidierten CO2-Gesetzes erledigt werden soll.</p><p>Die neue CO2-Gesetzgebung enth\u00e4lt eine Reihe neuer (z.B. Klimafonds), aber auch bisherige (z.B. Kompensationspflicht f\u00fcr die Treibstoffimporteure) Instrumente. Das Geb\u00e4udeprogramm, die Innovationsf\u00f6rderung sowie die Anpassung an den Klimawandel (klimagerechte Baumaterialien und Hitzeschutz) werden ebenfalls M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Nutzung des Klimaschutzpotenzials enthalten. Das BAFU untersucht im Rahmen einer Studie (geplant 2022/2023) die CO2-Effekte von Wald und Holz, woraus die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr staatliche und private Massnahmen zur Klimaleistung gepr\u00fcft werden k\u00f6nnen. Erg\u00e4nzende M\u00f6glichkeiten, die Rahmenbedingungen zu verbessern, pr\u00fcft der Bundesrat im Rahmen der Umsetzung des Postulates Noser (18.3509).</p><p>5) Der Beitrag von Holz zur Nutzung des Klimaschutzpotenzials wird bereits heute durch existierende Instrumente gef\u00f6rdert. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Massnahmen wird auch die M\u00f6glichkeit von Zielvorgaben des Holzanteils bei Neubauten gepr\u00fcft. F\u00fcr verbindliche Zielvorgaben m\u00fcsste dann aber ohnehin eine entsprechende gesetzliche Grundlage geschaffen werden.</p><p>7) Die Sequestrierung von CO2 und Senkenleistungen des Waldes sowie die Senkenleistung von langlebigen Holzprodukten (Speicherung) werden j\u00e4hrlich mit dem Treibhausgasinventar erhoben und publiziert. Die Substitutionsleistungen werden bis anhin nicht systematisch erfasst. Eine Studie im Auftrag des BAFU soll f\u00fcr das Jahr 2022/23 erste Absch\u00e4tzungen vorlegen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1614124800000)\/","SubmittedBy":"Brenzikofer Florence","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1671148800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|2846","Category":null,"Modified":"\/Date(1690505207603)\/","SubmissionDate":"\/Date(1608163200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5107,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Raumplanung und Wohnungswesen"}}