{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204622,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20204622,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.4622","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wenn der Hunger vor der T\u00fcr steht, hauen die Forscherinnen und Forscher durch das Fenster ab","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ankn\u00fcpfend an meine Frage 20.5974 bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wie sch\u00e4tzt der Bundesrat die Wirksamkeit der Massnahmen gem\u00e4ss der BFI-Botschaft 2017-2020, die er fortzuf\u00fchren gedenkt, ein?</p><p>2. Wie steht er zu den Empfehlungen 9, 19, 20 und 23 des Berichts \"Next Generation: F\u00fcr eine wirksame Nachwuchsf\u00f6rderung\" (S. 63-65), was die F\u00f6rderung unbefristeter Stellen im akademischen Mittelbau betrifft?</p><p>3. Was ist seine Haltung gegen\u00fcber den Forderungen der Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, wie sie in der Petition \"F\u00fcr mehr Festanstellungen im akademischen Bereich\" (<a href=\"http://www.petition-academia.ch\">www.petition-academia.ch</a>) formuliert sind, und gegen\u00fcber den Klagen \u00fcber prek\u00e4re Arbeitsverh\u00e4ltnisse der Betroffenen, wie sie auch von den Medien verbreitet werden?</p><p>4. Weiss er um die Auswirkungen des Systems des permanenten Wettbewerbs auf die Gesundheit des akademischen Personals und auf die Qualit\u00e4t von dessen Forschungen? Kann er seine allf\u00e4lligen Feststellungen dokumentieren? Falls nein: Was k\u00f6nnte er unternehmen, um diese Situation zu dokumentieren, und hat er vor, dies auch zu tun?</p><p>5. Welche Massnahmen k\u00f6nnte und wird er ergreifen, um das Problem der Prekarit\u00e4t der Arbeitsverh\u00e4ltnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Hochschulen zu l\u00f6sen, die zwar hochqualifiziert sind, aber zu alt, um sich ausserhalb der akademischen Welt neu zu orientieren?</p>","ReasonText":"<p>Die Arbeitsbedingungen und die Laufbahnperspektiven des akademischen Mittelbaus im Bereich Lehre und Forschung sind Gegenstand von Hinterfragungen und von Initiativen (12.3343, 20.3121; SAGW; oben genannte Petition). Dass mehrheitlich und \u00fcber lange Zeit befristete Arbeitsvertr\u00e4ge abgeschlossen werden, wirkt sich negativ auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie auf ihre Forschung und Lehre aus. Die Betreuung der Studierenden beruht zu 80 Prozent auf diesem befristet angestellten Personal (vgl. den Bericht des Bundesrates in Erf\u00fcllung des Postulats 12.3343 \"Massnahmen zur F\u00f6rderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Schweiz\" der WBK-S, SBFI 2014, S. 23).</p><p>Um Abhilfe zu schaffen, favorisiert der Bundesrat in erster Linie die Schaffung von Tenure-Track-Assistenzprofessuren (BFI-Botschaft 2017-2020) und die F\u00f6rderung transversaler Kompetenzen der Doktorandinnen und Doktoranden im Hinblick auf einen Eintritt in den Arbeitsmarkt ausserhalb der akademischen Welt.</p><p>Diese Art von Massnahmen gen\u00fcgt nicht.</p><p>Das haben nicht nur die direkt Betroffenen selber gemerkt. So bem\u00e4ngelt etwa auch Swissuniversities die \"limitierte\" Wirkung der Tenure-Track-Assistenzprofessuren (Strategische Planung 2021-2024, S. 39).</p><p>Auch das F\u00f6rderinstrument in Form der Eccellenza Grants des SNF ist keine bessere L\u00f6sung f\u00fcr den Nachwuchs. Im November wurde diese Form der F\u00f6rderung eingestellt; davor war sie Personen zugutegekommen, die bereits einen akademischen Titel erlangt hatten. Das F\u00f6rderinstrument, das nun an seine Stelle tritt (die Eccellenza Professorial Fellowships), ist f\u00fcr bereits sehr fortgeschrittene Forscherinnen und Forscher gedacht und verspricht keine Verbesserung der Situation.</p><p>Die Massnahmen zur F\u00f6rderung der Kompetenzen der Doktorandinnen und Doktoranden im Hinblick auf ihren Eintritt in den ausserakademischen Arbeitsmarkt finden ihre Grenzen im Umstand, dass die Prekarit\u00e4t auch (und vor allem) jene Personen trifft, die nicht mehr in Ausbildung sind (Lehrbeauftragte, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) und die mit kleinen Teilzeitpensen und/oder immer wieder verl\u00e4ngerten befristeten Vertr\u00e4gen angestellt sind.</p><p>Der erschreckend hohe Anteil prek\u00e4rer Arbeitsverh\u00e4ltnisse im Mittelbau des Hochschulbereichs l\u00e4sst sich nicht mit einem tempor\u00e4ren Charakter der Forschungs- und Lehrverpflichtungen rechtfertigen. Hier muss Abhilfe geschaffen werden. Betrachtet man die vom Bund aufgewendeten Mittel f\u00fcr Forschung und Wissenschaft - etwa via SNF -, so kommt man zum Schluss, dass der Bund sehr wohl \u00fcber gen\u00fcgend Spielraum verf\u00fcgt, um eine ambitionierte Politik stabiler Anstellungen an die Hand zu nehmen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Bundesrat m\u00f6chte daran erinnern, dass der Bereich des Nachwuchses in die Zust\u00e4ndigkeit der Hochschulen und deren Tr\u00e4gerschaften respektive des ETH-Rats f\u00e4llt. In den Jahren 2017-2020 haben die zahlreichen Massnahmen der Hochschulen zugunsten des Nachwuchses, die von Bund und Kantonen unterst\u00fctzt wurden, insbesondere zu Fortschritten bei der Schaffung von Tenure-Track-Assistenzprofessuren, zu mehr unbefristeten Stellen vor der Professur, einer Verbesserung der Anstellungs- und Arbeitsverh\u00e4ltnisse von Doktorierenden sowie einer verst\u00e4rkten Begleitung zu Beginn der Karriere gef\u00fchrt. In Bezug auf dieses Thema und die Massnahmen f\u00fcr die Jahre 2021-2024 verweist der Bundesrat auf seine Stellungnahme zur Interpellation 20.3121 \"Schwierige Lage des Mittelbaus an den Hochschulen\" von Fabien Fivaz. Alle diese Massnahmen werden in der BFI-Periode 2021-2024 weitergef\u00fchrt und ausgebaut, damit ihre Wirksamkeit bestm\u00f6glich verst\u00e4rkt wird.</p><p>2./3. Die Nachwuchsf\u00f6rderung bleibt eine strategische Priorit\u00e4t der Hochschulen, die von der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK) und vom Bundesrat in seiner BFI-Botschaft 2021-2024 \u00fcbernommen wurde. In Bezug auf die in der Interpellation erw\u00e4hnten Empfehlungen haben die Hochschulen einerseits neue unbefristete Stellen geschaffen (Ma\u00eetres d'enseignement et de recherche, Senior Scientist usw.) und andererseits die Anzahl Festanstellungen erh\u00f6ht. Bei den finanziellen Aspekten (Empfehlung Nr. 19) erfordert die Schaffung unbefristeter Stellen auf Professorenstufe und davor entsprechende Ressourcen. In diesem Sinne muss die Grundfinanzierung der Hochschulen mit dem Wachstum der kompetitiven Forschungsf\u00f6rderung \u00fcber die Projektfinanzierung Schritt halten. In der BFI-Botschaft 2021-2024 ist entsprechend eine stabile j\u00e4hrliche Erh\u00f6hung um 2 Prozent der Grundbeitr\u00e4ge an die Hochschulen vorgesehen. Was die Postdocs (Empfehlung Nr. 23) anbelangt, planen die Hochschulen, die Phase nach dem Doktorat besser zu strukturieren, mit spezifischen Zielen und einer Evaluation nach jeder Phase sowie gr\u00f6sserer Flexibilit\u00e4t bei der Arbeits- und Forschungszeit und attraktiven Karrierem\u00f6glichkeiten. Der Bundesrat ist sich der Unsicherheiten der Karriere junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Hochschulen mit unbefristeten Vertr\u00e4gen bewusst. Die Situation h\u00e4ngt indessen von der Funktion, der akademischen Karrierestufe und den institutionellen Rahmenbedingungen ab und sieht je nach Hochschule und Fachrichtung sehr unterschiedlich aus. Entsprechend vielf\u00e4ltig sind auch die Ziele bei der Nachwuchsf\u00f6rderung und es sind unterschiedliche Massnahmen gefragt. In ihrer strategischen Planung 2021-2024 h\u00e4lt swissuniversities f\u00fcr die Nachwuchsausbildung das allgemeine Ziel fest, dass diese im weltweiten Wettbewerb sowohl inner- als auch ausserhalb der Hochschulen erfolgreiche wissenschaftliche Karrierewege erm\u00f6glichen soll.</p><p>4./5. Der Gesundheitsschutz des akademischen Personals geh\u00f6rt zu den Pflichten der Hochschulen als Arbeitgeber. Manche von ihnen erheben Daten zu diesem Thema (siehe die Erhebungen zum Doktorat der EPFL). Die Karriereentwicklung und die Nachwuchsf\u00f6rderung sind auch Gegenstand der Qualit\u00e4tssicherung und der Akkreditierung im Rahmen des HFKG. Der Bund wird die Hochschulen 2021-2024 weiterhin in ihren Bem\u00fchungen unterst\u00fctzen, die Vereinbarung von beruflichen, pers\u00f6nlichen und famili\u00e4ren Aufgaben ihrer Mitarbeitenden zu f\u00f6rdern. Dazu geh\u00f6ren die fr\u00fchzeitige Abkl\u00e4rung von Karriereperspektiven vor dem Postdoc mit transparenten Evaluations- und F\u00f6rderkriterien, die stetige Verbesserung der Anstellungsbedingungen sowie die Information und Begleitung junger Forschender. Das Fachwissen und die Bandbreite der vom Mittelbau erworbenen Qualifikationen k\u00f6nnen auch ausserhalb der Hochschulen gewinnbringend und ambitioniert eingesetzt werden: Diesbez\u00fcglich haben sich die Hochschulen \u00fcberdies zum Ziel gesetzt, die Durchl\u00e4ssigkeit zwischen der wissenschaftlichen Karriere an den Hochschulen und attraktiven ausserakademischen Stellen zu verbessern.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1613520000000)\/","SubmittedBy":"Dandr\u00e8s Christian","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1671148800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|36|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1690506064187)\/","SubmissionDate":"\/Date(1608163200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5107,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Wissenschaft und Forschung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}