{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204630,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20204630,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.4630","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wird die Ern\u00e4hrungssicherheit durch eine \u00fcberm\u00e4ssige Futtermittelproduktion beeintr\u00e4chtigt?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Wenn Futtermittel dort angebaut werden, wo auch Nahrungsmittel angebaut werden k\u00f6nnten, steht die Ern\u00e4hrung von Tieren in Konkurrenz zu jener von Menschen. Dies ist besonders problematisch, wenn Nahrungsmittel direkt als Futtermittel genutzt werden. Agroscope und die Berner Fachhochschule HAFL haben zwei Messgr\u00f6ssen entwickelt/getestet, um diese Feed-Food-Competition (FFC) in der Milchproduktion zu bestimmen. Um die FFC zu reduzieren schlagen sie vor, den Kraftfuttereinsatz anzupassen, Nebenprodukte der Nahrungsmittel-Verarbeitung zu verf\u00fcttern, weniger ackerf\u00e4hige Fl\u00e4chen f\u00fcr den Anbau von Futtermitteln zu nutzen sowie die Effizienz von Betrieben zu steigern. Die Ergebnisse der Studie k\u00f6nnen jedoch auf tierische Produkte im Allgemein \u00fcbertragen werden.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie zeigt sich die Problematik der FFC in der Schweiz und wo ist sie besonders ausgepr\u00e4gt?</p><p>2. Welchen Einfluss hat eine Erh\u00f6hung bzw. Reduktion der FFC auf die Ern\u00e4hrungs- und Versorgungssicherheit und auf die Umwelt (Biodiversit\u00e4t, Klima, etc.)?</p><p>3. Welche agrarpolitischen Instrumente f\u00fchren heute zu einer Intensivierung der Nahrungsmittel- und Fl\u00e4chenkonkurrenz? Wann werden allf\u00e4llige Fehlanreize behoben?</p><p>4. Welche agrarpolitischen Instrumente f\u00fchren heute zu einer Verringerung der Nahrungsmittel- und Fl\u00e4chenkonkurrenz? Wann werden solche Anreize verst\u00e4rkt und welche neuen Anreize eingef\u00fchrt?</p><p>5. Wie plant der Bundesrat, die entwickelten Indikatoren \"Nahrungsmittelkonkurrenz\" und \"Fl\u00e4chenkonkurrenz\" anzuwenden?</p><p>6. Die von Agroscope und HAFL entwickelten Indikatoren beziehen sich auf die Milchproduktion. Plant der Bundesrat, den Forschungsauftrag an Agroscope und die HAFL mit dem Fokus Fleischproduktion bei Gefl\u00fcgel, Schweinen und Rindern weiterzuf\u00fchren? Wenn ja, wann? Wenn nein, warum nicht?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. In der vom Interpellanten erw\u00e4hnten Studie von Agroscope und der Hochschule f\u00fcr Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL wird zwischen zwei Indikatoren unterschieden: (i) \"Nahrungsmittelkonkurrenz\" (Welchen Beitrag in Form von Milch und Fleisch leistet die Milchproduktion zur Protein- und Energieversorgung des Menschen im Vergleich zu den eingesetzten Futtermitteln?) und (ii) \"Fl\u00e4chenkonkurrenz\" (Welchen Beitrag zur Protein- und Energieversorgung des Menschen k\u00f6nnte ein direkter Anbau von Ackerkulturen auf den f\u00fcr die Milchproduktion eingesetzten Fl\u00e4che im Vergleich zur Milchproduktion leisten?). Die Nahrungsmittelkonkurrenz war bei allen untersuchten Betrieben kleiner als 1; das bedeutet, dass sie netto mehr Protein und Energie f\u00fcr die menschliche Ern\u00e4hrung produzieren, als in den Futtermitteln enthalten ist. Die Indikatorwerte f\u00fcr die Nahrungsmittelkonkurrenz korrelieren stark mit dem Kraftfuttereinsatz pro produzierte Einheit. Von den insgesamt 1.5 Mio. Tonnen Kraftfutter, welche in der Schweiz zum Einsatz gelangen, werden 24 Prozent f\u00fcr die Produktion von Milch und 6 Prozent f\u00fcr die Produktion von Rindfleisch eingesetzt. Betriebe, welche im hohen Masse Kraftfutter verf\u00fcttert, weisen hohe Nahrungsmittelkonkurrenz auf. Bei der Fl\u00e4chenkonkurrenz zeigte sich, dass in den meisten F\u00e4llen ein Anbau von direkt f\u00fcr den Menschen verwertbaren Ackerprodukten mehr zur menschlichen Ern\u00e4hrung beitragen w\u00fcrde als die Milchproduktion auf den betreffenden Fl\u00e4chen.</p><p>2. Betriebe mit wenig Kraftfuttereinsatz resp. Betriebe, welche Nebenprodukte aus der Lebensmittelproduktion einsetzen, weisen tendenziell einen niedrigen Nahrungsmittelkonkurrenz-Indikator auf. In Bezug auf die Indikatorwerte der Fl\u00e4chenkonkurrenz ist die Fl\u00e4che und Qualit\u00e4t der ackerf\u00e4higen B\u00f6den eines Betriebes entscheidend. Die in der Studie untersuchten Betriebe in der Bergzone weisen niedrige Indikatorwerte und somit eine geringe Konkurrenz auf. Durch eine Verringerung der Nahrungsmittel- und Fl\u00e4chenkonkurrenz kann die Ressourceneffizienz verbessert und die Ern\u00e4hrungssicherheit erh\u00f6ht werden. Eine Umstellung der ackerf\u00e4higen Fl\u00e4chen auf eine protein- oder energieoptimierende Fruchtfolge hat jedoch weitreichende Konsequenzen und bedarf weiterer Untersuchungen.</p><p>3. und 4. Im Direktzahlungssystem f\u00f6rdert der Bund die Futtermittelproduktion gegen\u00fcber anderen Produktionen grunds\u00e4tzlich gleich. Von Versorgungssicherheitsbeitr\u00e4gen profitieren jedoch der Ackerbau und die Dauerkulturen relativ betrachtet st\u00e4rker als das Gr\u00fcnland. Wie der Bundesrat in seiner Antwort auf Ip. 20.3304 festgehalten hat, sollen die Versorgungssicherheitsbeitr\u00e4ge k\u00fcnftig basierend auf einer Evaluation noch zielgerichteter eingesetzt werden. Mit Produktionssystembeitr\u00e4gen f\u00fcr eine \"graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion GMF\" setzt der Bund Anreize f\u00fcr einen reduzierten Kraftfuttereinsatz. Eine Reduktion der Futtermittelproduktion auf der inl\u00e4ndischen Ackerfl\u00e4che ohne \u00c4nderung der Konsumgewohnheiten bei Fleisch w\u00fcrde die Futtermittel- oder Fleischimporte erh\u00f6hen. Dadurch w\u00fcrde die Fl\u00e4chen- und Nahrungsmittelkonkurrenz nur verlagert und nicht vermindert.</p><p>Mit der Einf\u00fchrung der AP22+ ist vorgesehen, die standortangepasste Produktion mit verschiedenen Massnahmen im Rahmen der Produktionssystembeitr\u00e4ge (z.B. reduzierte Proteinzufuhr, effizienter Stickstoffeinsatz) und des \u00d6LN (z.B. regional strengere Anforderungen) st\u00e4rker zu f\u00f6rdern. Bei den Versorgungssicherheitsbeitr\u00e4gen ist geplant, Ackerbau und Dauerkulturen im Vergleich zu Gr\u00fcnland nochmals st\u00e4rker zu st\u00fctzen. Nicht zuletzt soll gem\u00e4ss Gew\u00e4sserschutzgesetzgebung die maximale Hofd\u00fcngermenge pro Hektar reduziert werden.</p><p>5 und 6. Die Forschung von Agroscope und HAFL wurde im Rahmen einer Ausschreibung eines privaten Konsortiums zum Thema Indikatoren f\u00fcr die Nachhaltigkeit bei der Milchproduktion durchgef\u00fchrt. Eine direkte Anwendung der in der Studie entwickelten Indikatoren ist zurzeit nicht geplant. Das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft beauftragt Agroscope jedoch, die Forschung zur standortangepassten Landwirtschaft im kommenden Arbeitsprogramm zu intensivieren. Dabei sollen auch Aspekte einer Reduktion der Feed-Food-Competition vertieft werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1613520000000)\/","SubmittedBy":"Grossen J\u00fcrg","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1671148800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690505857640)\/","SubmissionDate":"\/Date(1608163200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5107,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Landwirtschaft|Gesundheit"}}