{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204662,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20204662,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.4662","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Klimaerw\u00e4rmung und Gletscherr\u00fcckgang. F\u00fcr einen besseren Schutz der neuen Gletschervorfelder","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht darzulegen, wie die neuen Gletschervorfelder, die durch den R\u00fcckgang der Gletscher entstehen, besser gesch\u00fctzt werden k\u00f6nnen. </p><p>1. Der Bericht soll den derzeitigen Wissensstand \u00fcber die Gletschervorfelder, die dynamischen Prozesse und die Lebensr\u00e4ume, die durch den Gletscherr\u00fcckgang entstehen - erarbeitet in Zusammenarbeit mit den auf diesem Gebiet t\u00e4tigen Forschungseinrichtungen - zusammenfassen.</p><p>2. Es soll eine proaktive Strategie f\u00fcr den Schutz und das integrierte Management der neuen Gletschervorfelder von einer gewissen nationalen Bedeutung erarbeitet werden.</p><p>3. In dieser Strategie sollen die Interessen der bestehenden Infrastruktur der Stromerzeugung, des Tourismus und des Hochwasserschutzes zusammengef\u00fchrt werden. Dies erfolgt durch eine angemessene \u00dcberwachung und Bewirtschaftung der von den Gletschern freigegebenen Fl\u00e4chen und der Geschiebemenge, die durch die neuen Auen transportiert wird.</p><p>4. Dieses Vorgehen ist mit dem Ausbau der Wasserkraft (Energiestrategie 2050) zu koordinieren.</p>","ReasonText":"<p>In der Schweiz sind die Auengebiete (des Flachlands und der Gebirge) als biologisch wertvolle Lebensr\u00e4ume anerkannt. Dem Bundesamt f\u00fcr Umwelt zufolge wurden seit 1850 80 Prozent der Auengebiete zerst\u00f6rt und sind 96 Prozent der Auenfl\u00e4chen verschwunden oder stark beeintr\u00e4chtigt worden.</p><p>Hinzu kommt, dass die Temperaturen in der Schweiz seit 1864 um mehr als 2 Grad gestiegen sind. Das hat zur Folge, dass Umweltprozesse heute 300 Meter h\u00f6her stattfinden als noch im letzten Jahrhundert. Deshalb sind Gebirgslandschaften, in denen die H\u00f6henunterschiede \u00fcber sehr kurze horizontale Entfernungen sehr gross sein k\u00f6nnen, besonders empfindlich gegen\u00fcber den Auswirkungen des Klimawandels.</p><p>Durch den Gletscherr\u00fcckgang werden neue Fl\u00e4chen freigelegt. Diese sind von geologischem, arch\u00e4ologischem und biologischem Interesse. Geologisch interessant sind die Fl\u00e4chen, weil sie Hinweise auf die Klimaentwicklung geben, und mehrere Gletschervorfelder wurden von der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) als Schweizer Geotope inventarisiert. Von arch\u00e4ologischem Interesse sind sie, weil sie Informationen zur Geschichte der Besiedlung der Alpen liefern. Und schliesslich sind die Fl\u00e4chen biologisch interessant, weil sie Lebensr\u00e4ume f\u00fcr eine spezialisierte Fauna und Flora sind, die f\u00fcr alpine Auengebiete charakteristisch ist. Gleichzeitig wird der R\u00fcckgang der Gletscher aufgrund saisonbedingter Abflussschwankungen und ver\u00e4nderter Sedimenteintr\u00e4ge zwangsl\u00e4ufig Auswirkungen auf Wasserkraftanlagen unterhalb von Gletschervorfeldern und an Fl\u00fcssen haben.</p><p>Die alpine Umwelt befindet sich im Umbruch. Den Verlust von Landschaften und Biodiversit\u00e4t auf intelligente Weise zu mildern, k\u00f6nnte darin bestehen, den Wert der neuen Gletschervorfelder zu erhalten und dabei den Interessen der Wasserkraftwirtschaft und des Tourismus sowie dem Problem der Naturgefahren mittels einer angemessenen Bewirtschaftung des Materials Rechnung zu tragen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist sich der grossen Bedeutung der Gletschervorfelder f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t, die Landschaft und den Tourismus bewusst. Gletscher, ebenso wie ihre Vorfelder, geh\u00f6ren zu den eindr\u00fccklichsten Landschaften der Schweiz. Eine Reihe von Gletschern sind aus diesem Grund im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkm\u00e4ler von nationaler Bedeutung (BLN) enthalten. Eine Auswahl der wertvollsten Gletschervorfelder mit Auencharakter sind im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung als nationale Biotope gesch\u00fctzt. Dazu wurde das Aueninventar im Jahr 2001 gezielt mit alpinen Auen erg\u00e4nzt. Aktuell umfasst das Aueninventar 55 Gletschervorfelder.</p><p>In den letzten Jahren haben sich die Gletscher schnell zur\u00fcckgezogen. Dies war der Anlass, dass der Status der durch das Abschmelzen der Gletscher freiwerdenden Fl\u00e4chen in der Verordnung \u00fcber den Schutz der Auengebiete von nationaler Bedeutung (Auenverordnung, SR 451.31) gekl\u00e4rt worden ist (Verordnungsrevision von 2017). Entsprechende Fl\u00e4chen sind einem vorsorglichen Schutz unterstellt, falls sie sich am Rand eines Auengebiets von nationaler Bedeutung befinden. Gem\u00e4ss Art. 3a der Auenverordnung sind Perimetergrenzen der Gletschervorfelder im Aueninventar in regelm\u00e4ssigen Zeitabst\u00e4nden zu aktualisieren. Dabei wird ebenfalls gepr\u00fcft, ob weitere Gletschervorfelder in das Aueninventar aufzunehmen sind (Art. 16 Abs. 2 der Verordnung \u00fcber den Natur- und Heimatschutz, SR 451.1).</p><p>Der Bundesrat hat zudem im Landschaftskonzept Schweiz 2020 strategische Vorgaben f\u00fcr die alpinen Gebiete formuliert: Die Nat\u00fcrlichkeit der hochalpinen Landschaften soll erhalten bleiben. Zudem soll nat\u00fcrliche Dynamik zugelassen werden. Ein aktives Management der Gletschervorfelder ist in der Regel nicht notwendig. Nur in Einzelf\u00e4llen braucht es Massnahmen der Naturgefahrenabwehr, falls besondere Risiken bez\u00fcglich Hochwasserschutz, Murg\u00e4ngen, Rutschungen oder Bergst\u00fcrzen auftreten.</p><p>Frei werdende Gletschervorfelder k\u00f6nnen ein Potential zur Produktion erneuerbarer Energie aufweisen. Mit der Verabschiedung der Energiestrategie 2050 haben Parlament und Volk auch in diesem Bereich Priorit\u00e4ten gesetzt. Mit dem revidierten Energiegesetz wurden unter anderem Kriterien zur nationalen Bedeutung der Energieproduktion im Rahmen von Interessenabw\u00e4gungen und ein Richtwert f\u00fcr die Steigerung der Produktion der Wasserkraft festgelegt. Im Gegenzug wurde der Bau von Neuanlagen der Energieproduktion in nationalen Biotopen ausgeschlossen (Art. 12 Energiegesetz, EnG, SR 730.0).</p><p>Mit der Energiestrategie 2050 sowie dem Netto-Null-Ziel wird ein Umbau des Energiesystems hin zur verst\u00e4rkten Nutzung erneuerbarer Energien erfolgen. In diesem Zusammenhang hat das Eidgen\u00f6ssische Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) im August 2020 einen Runden Tisch zur Wasserkraft ins Leben gerufen. Er integriert Vertreterinnen und Vertreter der Kantone, der Wasserkraftbranche sowie der Umweltorganisationen. Der runde Tisch wird auch potenzielle Wasserkraftprojekte im Umfeld von Gletschern sowie m\u00f6gliche \u00f6kologische Ausgleichsmechanismen besprechen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1614124800000)\/","SubmittedBy":"Clivaz Christophe","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1616112000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|36|52|66","Category":null,"Modified":"\/Date(1690505318333)\/","SubmissionDate":"\/Date(1608163200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5107,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Wissenschaft und Forschung|Umwelt|Energie"}}