{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204718,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20204718,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.4718","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Optimale Platzierung von Elektrolyseanlagen zur Schliessung der Winterstroml\u00fccke mit Wasserstoff","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>m Zusammenhang mit der Energiestrategie stellt die sich abzeichnende Stroml\u00fccke im Winter eine wesentliche Herausforderung dar. Wasserstoff und synthetische Gase und Treib-/Brennstoffe stellen eine vielversprechende Option zur Schliessung dieser L\u00fccke dar. Gem\u00e4ss Dokument \"Energieperspektiven 2050+\" soll der Wasserstoff in erster Linie direkt bei Laufwasserkraftwerken produziert werden. Ich bitte den Bundesrat in diesem Zusammenhang um Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wo wird der Wasserstoff in Zukunft mutmasslich grossmehrheitlich verwendet oder weiterverarbeitet?</p><p>2. K\u00f6nnten Elektrolyseure auch in (Industrie- oder Wohn-) Quartieren eingesetzt werden und bei der gem\u00e4ss Energieperspektiven 2050+ angenommenen grossen Durchdringung mit Photovoltaik und Elektromobilit\u00e4t zur Stabilisierung des Netzes beizutragen?</p><p>3. Findet der Bundesrat es optimal, dass mit der aktuellen Regulierung Elektrolyseure aufgrund der fehlenden Befreiung vom Netzentgelt in erster Linie direkt bei Wasserkraftwerken gebaut bzw. geplant werden und der Wasserstoff anschliessend aufw\u00e4ndig per LKW in Drucktanks transportiert werden muss?</p><p>4. Wie viele LKW-Fahrten pro Jahr werden mutmasslich durch die Platzierung der Elektrolyseure an den Kraftwerksstandorten ausgel\u00f6st?</p>","ReasonText":"<p>Am 26. November 2020 wurden die Energieperspektiven 2050+ publiziert. Im Gegensatz zu den Energieperspektiven 2050 aus dem Jahr 2013, welche die Basis f\u00fcr die Energiestrategie waren, wird nun davon ausgegangen, dass die Schweiz bis 2050 CO2-neutral sein wird. Fossile Gaskraftwerke, wie sie 2013 noch zur Deckung der Winterl\u00fccke vorgesehen waren, stellen deshalb nun keine Option mehr dar. Per Elektrolyse hergestellter Wasserstoff, der entweder direkt verbraucht oder zu synthetischem Gas oder fl\u00fcssigem Treib-/Brennstoff verarbeitet wird, wird mutmasslich eine zentrale Rolle f\u00fcr die saisonale Speicherung einnehmen. Die Endanwendungen k\u00f6nnen vielf\u00e4ltig sein; industriellen Prozessen, Mobilit\u00e4t oder zur R\u00fcckverstromung sind die naheliegendsten.</p><p>Mit der aktuellen Regulierung sind Elektrolyseure wie auch Batteriespeicher nicht vom Netzentgelt befreit, weil sie als Endverbraucher gelten. Im Gegensatz dazu sind Pumpspeicherkraftwerke davon befreit. Dies f\u00fchrt dazu, dass grosse Elektrolyseure aktuell in erster Linie direkt bei Laufwasserkraftwerken geplant und gebaut werden, um den dort produzierten Strom direkt zu nutzen und so die Netznutzungsgeb\u00fchren zu vermeiden. Oft sind die gew\u00e4hlten Standorte logistisch nicht optimal gelegen und der Wasserstoff kann nicht oder nur in sehr beschr\u00e4nktem Umfang direkt vor Ort gelagert, weiterverarbeitet oder verbraucht werden.</p><p>Die Konsequenz daraus ist, dass der Wasserstoff sehr aufw\u00e4ndig per LKW in Drucktanks an die Verbrauchsorte gefahren werden muss. Dies f\u00fchrt einerseits zu Verlusten (Energieaufwand zur Kompression), aber auch zu erheblichem Verkehrsaufkommen und auch wieder zu Energieaufwand zum Transport.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Zur Frage 1:</p><p>Gem\u00e4ss den Energieperspektiven 2050+ soll Wasserstoff k\u00fcnftig in der Schweiz dort zur Dekarbonisierung des Energiesystems beitragen, wo es keine anderen kosten- und energieeffizienteren L\u00f6sungen gibt. Das wird vor allem im Schwerverkehr \u00fcber lange Strecken sowie allenfalls bei der industriellen Prozessw\u00e4rme der Fall sein. Beim motorisierten Individualverkehr sind batterieelektrische Fahrzeuge aufgrund der geringeren Wirkungsverluste effizienter und f\u00fcr die Dekarbonisierung des W\u00e4rmebereichs gibt es effizientere erneuerbare Alternativen, wie Fernw\u00e4rme, mit erneuerbarem Strom betriebene W\u00e4rmepumpen oder Biomasse. F\u00fcr die saisonale Speicherung und eine R\u00fcckverstromung in den Wintermonaten fehlen in der Schweiz die Speicherkapazit\u00e4ten, wie stillgelegte Gasfelder oder Salzkavernen.</p><p>Zur Frage 2:</p><p>Elektrolyseure k\u00f6nnen grunds\u00e4tzlich \u00fcberall zum Einsatz kommen und auch zur Netzstabilisierung beitragen. In Wohnquartieren bleibt der Effekt auf die Netzstabilisierung eher gering, dies aufgrund der eher kleinfl\u00e4chigen Photovoltaik-Produktion und den vorhandenen Heimspeichern.</p><p>Zu den Fragen 3 und 4:</p><p>Gem\u00e4ss Stromversorgungsgesetz (StromVG; SR 734.7) sind Endverbraucher netzentgeltpflichtig. Wird Strom zur Wasserstoffproduktion aus dem Netz bezogen, wird auf diesem verursachergerecht ein Netzentgelt geschuldet. Nicht kostengerechte Ausnahmen von der Netzentgeltpflicht f\u00fchren immer zu h\u00f6heren Kosten bei den anderen, nicht befreiten, Endverbrauchern. Nichtsdestotrotz werden Wasserstofftechnologien und dabei vor allem auch Power-to-X-Anlagen f\u00fcr eine CO2-neutrale Energieversorgung k\u00fcnftig eine wichtige Rolle spielen.</p><p>Die j\u00e4hrliche Zahl der LKW-Fahrten h\u00e4ngt von der Anzahl Produktionsst\u00e4tten, deren Standorten sowie der Anzahl Tankstellen ab und ist nur schwer absch\u00e4tzbar. Die Elektrolyseanlage von Hydrospider beim Laufwasserkraftwerk G\u00f6sgen kann j\u00e4hrlich rund 300 Tonnen Wasserstoff produzieren. Dies reicht f\u00fcr den Jahresverbrauch von zirka 40 bis 50 LKW. Die Anlage in G\u00f6sgen kann rund 860 Wechselcontainer mit 350 Kilogramm Wasserstoff f\u00fcllen, welche \u00fcber die Strasse zu den Tankstellen transportiert werden.</p><p>Um die Kosten und den \u00f6kologischen Fussabdruck zu reduzieren, untersucht das Bundesamt f\u00fcr Energie (BFE) zurzeit, wie Wasserstoff k\u00fcnftig durch umger\u00fcstete Gas- oder reine Wasserstoffnetze transportiert werden kann.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1613520000000)\/","SubmittedBy":"Flach Beat","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1671148800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|66","Category":null,"Modified":"\/Date(1776864887347)\/","SubmissionDate":"\/Date(1608249600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5107,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Energie"}}