{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20204724,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20204724,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"20.4724","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Mit Schweizer Holzbau einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Speicherung von CO2 leisten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Dank einer sehr gut ausgebildeten, innovativen Holzbaubranche und dank neuer Holzverbindungstechnologien sowie angepasster Brandschutznormen ist in den letzten Jahrzehnten ein eigentlicher Boom beim Bauen mit Holz in der Schweiz im Gange. 15-st\u00f6ckige Holzbauten sind heute auch in der Schweiz m\u00f6glich. Insbesondere werden in zunehmendem Masse auch \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude mit Holz gebaut, womit ein wichtiger \u00f6kologischer Beitrag geleistet wird, insbesondere in der langfristigen Speicherung von CO2.</p><p>Zu einem betr\u00e4chtlichen Teil und wegen fehlenden Industriekapazit\u00e4ten basiert dieser Boom jedoch weitgehend auf importierten Holzbauprodukten. Diese Entwicklung f\u00fchrte zu einer stetigen Abnahme bei der einheimischen Stammholznutzung und deren Verarbeitung in der Schweiz. So hat die Nadelstammholznutzung gem\u00e4ss Jahrbuch Wald und Holz 2019 des BAFU zwischen 2005 und 2017 um rund 30 Prozent abgenommen.</p><p>1. Wie sch\u00e4tzt der Bundesrat das in der \"Ressourcenpolitik Holz 2017 bis 2020 \" formulierte Ziel \"Die Nachfrage nach stofflichen Holzprodukten nimmt in der Schweiz zu, besonders jene nach Holz aus Schweizer W\u00e4ldern\" heute ein? Ist das Ziel aufgrund der vorherrschenden Markt- und Preispolitik \u00fcberhaupt realisierbar?</p><p>2. Welche Art von Anreizen ist der Bundesrat bereit zu schaffen um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit inl\u00e4ndischer Holzbauprodukte zu steigern?</p><p>3. Derzeit wird das Instrument der CO2 Kompensationsprojekte lediglich von der Waldwirtschaft und der Holzindustrie genutzt. Ist der Bundesrat bereit, den Anwendungsbereich der biologischen CO2 Sequestrierung im Rahmen der Bem\u00fchungen zur Emissionsverminderung im Inland, auf die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette auszudehnen?</p><p>4. Weshalb werden in diesem Zusammenhang die verarbeitenden Branchen wie der Schweizer Holzbau und der Verband Holzwerkstoffe Schweiz (HVVS) welche den Substitutionseffekt von konventionellen Bau- und Werkstoffen durch die Verwendung von Holz direkt beeinflussen, nicht ber\u00fccksichtigt?</p><p>5. Was h\u00e4lt der Bundesrat davon, die Anforderungen an das Label Schweizer Holz (HSH) anzupassen, dass auch Holzbauprodukte, welche im benachbarten Ausland aus Schweizer Holz produziert werden, unter Einhaltung der Swissness-Gesetzgebung als HSH Label Holz anerkannt werden?</p><p>6. Ist der Bundesrat bereit daf\u00fcr, zu sorgen, dass die Statistiken der schweizerischen Wald- und Holzwirtschaft den Bed\u00fcrfnissen einer wirksamen Erfolgsanalyse angepasst werden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1) Die Ziele der \"Ressourcenpolitik Holz\" des Bundes wurden bewusst ambitioniert formuliert. Die bisherigen Investitionen in den Ausbau von Verarbeitungskapazit\u00e4ten bei Halbfertigprodukten und Holzwerkstoffen mit Holz aus dem Schweizer Wald haben noch nicht zu einem Angebot gef\u00fchrt, welches der Gr\u00f6sse und Breite der inl\u00e4ndischen Marktnachfrage entspricht. Grund daf\u00fcr sind die knappe Verf\u00fcgbarkeit und Erschwinglichkeit von Industriestandorten und die nicht ausreichende Sicherheit bei der Holzversorgung. Die staatliche F\u00f6rderung der Industriekapazit\u00e4ten zur Weiterverarbeitung in den EU-L\u00e4ndern sowie die zurzeit g\u00fcnstigen Preise von Importen haben die Zielerreichung bisher erschwert.</p><p>2) Basierend auf Art. 34a des Bundesgesetzes \u00fcber den Wald (WaG, SR 921.0) f\u00f6rdert der Bund den Absatz und die Verwertung von nachhaltig produziertem Holz. Gest\u00fctzt auf Art. 34b WaG f\u00f6rdert er die Verwendung von nachhaltig produziertem Holz bei eigenen Bauten und Anlagen. Die wichtigsten Umsetzungsinstrumente sind der \"Aktionsplan Holz\" und die Empfehlung 2020/1 \"Nachhaltiges Bauen mit Holz\" der Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der \u00f6ffentlichen Bauherren (KBOB). Der Bundesrat pr\u00fcft zudem, wie im Rahmen des Bundesgesetzes \u00fcber die Reduktion der CO2-Emissionen (CO2-Gesetz, SR 641.71) das Klimapotenzial von Wald und Holz mittels des Kompensationsinstrumentes f\u00fcr die Treibstoffimporteure erschlossen werden kann. F\u00fcr innovative Projekte und Technologien im Holzbau k\u00f6nnte zudem der neu geschaffene Klimafonds finanzielle Unterst\u00fctzung bieten. Erg\u00e4nzende M\u00f6glichkeiten, die Rahmenbedingungen zu verbessern, pr\u00fcft der Bundesrat derzeit im Rahmen der Umsetzung des Postulates Noser (18.3509).</p><p>3) Grundlage f\u00fcr die Kompensationspflicht der Treibstoffimporteure ist das aktuelle CO2-Gesetz, in dem die Anforderungen an die Projekte zur Emissionsverminderung im Inland (\"Kompensationsprojekte\") pr\u00e4zisiert sind. Der Bund \u00fcberpr\u00fcft die Einhaltung der Anforderungen und bescheinigt die erzielten Emissionsverminderungen (\"Bescheinigungen\"). Die Verteilung der Erl\u00f6se aus dem Verkauf von Bescheinigungen ist Sache der Gesuchsteller. Im totalrevidierten CO2-Gesetz wird neu grunds\u00e4tzlich auch die aufgrund von umgesetzten Massnahmen zus\u00e4tzliche CO2-Senkenleistung des Waldes als Emissionsverminderung anerkannt werden. Die Entwicklung eines Kompensationsprojektes, das die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette vom Wald bis zum Holzbau umfasst, liegt in der Verantwortung der Akteure. Idealerweise finden sich diese im Sinne einer Branchenl\u00f6sung.</p><p>4) Gem\u00e4ss dem geltenden CO2-Gesetz ist eine zus\u00e4tzliche Senkenleistung von verbautem Holz anrechenbar, wenn daf\u00fcr ein genehmigtes Kompensationsprojekt vorliegt. Die Unternehmen des Holzbaus und der Holzwerkstoffverarbeitung k\u00f6nnen dementsprechend bereits heute ein eigenes Kompensationsprojekt durchf\u00fchren; hierf\u00fcr sind lediglich die Vorgaben der geltenden bzw. k\u00fcnftigen Verordnung \u00fcber die Reduktion der CO2-Emissionen (CO2-Verordnung, SR 641.711) zu ber\u00fccksichtigen.</p><p>5) Es obliegt den relevanten Unternehmen, das von ihnen getragene Label Schweizer Holz (HSH) entsprechend anzupassen.</p><p>6) Der Bundesrat ist bereit, dieses Anliegen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette bezogen auf Bauen und CO2-Effekte von Holz im Rahmen der Weiterentwicklung der bestehenden Statistiken zu pr\u00fcfen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1614124800000)\/","SubmittedBy":"Andrey Gerhard","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1616112000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52|2846","Category":null,"Modified":"\/Date(1690505315990)\/","SubmissionDate":"\/Date(1608249600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5107,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt|Raumplanung und Wohnungswesen"}}