{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210321,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20210321,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.321","BusinessType":3,"BusinessTypeName":"Standesinitiative","BusinessTypeAbbreviation":"Kt. Iv.","Title":"F\u00fcr ein Verbot von Aluminiumsalzen und von deren Derivaten in Kosmetikprodukten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Gest\u00fctzt auf Artikel\u00a0160 Absatz\u00a01 der Bundesverfassung vom 18. April 1999, Artikel\u00a0115 des Bundesgesetzes vom 13. Dezember 2002 \u00fcber die Bundesversammlung, Artikel\u00a0156 des Gesch\u00e4ftsreglementes vom 13. September 1985 des Grossen Rates des Kantons Genf (Loi portant r\u00e8glement du Grand Conseil de la R\u00e9publique et canton de Gen\u00e8ve) und Artikel\u00a0118 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 sowie in Anbetracht dessen,</p><p>- dass sich Umweltfaktoren zunehmend auf unsere Gesundheit auswirken und die Zahl der sogenannten neu auftretenden Krankheiten steigt;</p><p>- dass wir nach Jahren der Sorglosigkeit unseren Lebensstil und unser Konsumverhalten \u00e4ndern m\u00fcssen;</p><p>- dass Aluminiumsalze seit vielen Jahren wegen ihrer potenziell krebserregenden Wirkung umstritten sind;</p><p>- dass eine neue Genfer Studie Anhaltspunkte daf\u00fcr liefert, dass Aluminiumsalze in Antitranspiranten das Brustkrebsrisiko erh\u00f6hen; </p><p>- dass es angezeigt ist, das Vorsorgeprinzip anzuwenden und zum Schutz der Gesundheit der Bev\u00f6lkerung ein Verbot in Betracht zu ziehen; </p><p>- dass die Bev\u00f6lkerung allm\u00e4hlich erkennt, welchen Gefahren sie sich aussetzt, und zu weniger toxischen Produkten greift; </p><p>- dass die Kosmetikriesen \u00fcber andere Produkte nachdenken sollten, die ebenso wirksam, aber weniger gef\u00e4hrlich f\u00fcr unsere Gesundheit sind,</p><p>fordert der Grosse Rat des Kantons Genf die Bundesversammlung dazu auf, angesichts der j\u00fcngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse, ein Verbot von Aluminiumsalzen und von deren Derivaten in Kosmetikprodukten in Betracht zu ziehen.</p>","ReasonText":"<p>Generell l\u00e4sst sich festhalten, dass sich Umweltfaktoren immer st\u00e4rker auf unsere Gesundheit auswirken. Pestizide, Umweltverschmutzung, Feinstaub, Asbest, Umwelthormone, Schwermetalle: Alles deutet darauf hin, dass wir - angesichts der Zunahme sogenannter neu auftretender Krankheiten und angesichts zahlreicher Studien, welche den Einfluss dieser Elemente auf unsere Gesundheit belegen - nach Jahren der Sorglosigkeit unseren Lebensstil und unser Konsumverhalten \u00e4ndern m\u00fcssen.</p><p>Zu diesen Elementen geh\u00f6ren auch Aluminiumsalze, die wegen ihrer potenziell krebserregenden Wirkung seit Jahren umstritten sind.</p><p>Der Wissenschaftliche Ausschuss \"Verbrauchersicherheit\" (Scientific Committee on Consumer Safety; CSSC) der Europ\u00e4ischen Kommission hielt 2012 fest, dass Aluminium in Kosmetikprodukten wahrscheinlich nicht krebserregend ist. Eine neue Studie, die im September 2016 von zwei Genfer Forschern im International Journal of Cancer ver\u00f6ffentlicht wurde, bringt die Debatte jedoch wieder in Gang und liefert Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass Aluminiumsalze in Antitranspiranten das Brustkrebsrisiko erh\u00f6hen. Eine andere Studie (aus Innsbruck in \u00d6sterreich) belegt ein doppelt so hohes Brustkrebsrisiko bei Frauen, die nach eigenen Angaben regelm\u00e4ssig aluminiumsalzhaltige Kosmetikprodukte verwenden.</p><p>Angesichts einer epidemiologischen Lage, in der die Inzidenz von Brustkrebs steigt und immer j\u00fcngere Frauen von dieser Krankheit betroffen sind (20\u00a0Prozent der Frauen sind zum Zeitpunkt der Diagnose j\u00fcnger als 50 Jahre), scheint es angezeigt, das Vorsorgeprinzip anzuwenden und ein Verbot von Aluminiumsalzen in Kosmetikprodukten in Betracht zu ziehen.</p><p>An dieser Stelle sei daran erinnert, dass der Wirkmechanismus von Aluminiumsalzen darin besteht, die Poren zu verengen und so die Schweissbildung zu verringern. Es ist bereits erwiesen, dass bei Verletzungen (Rasur, Kratzer, Enthaarung, Ekzeme) die Menge an Aluminiumsalzen, die in den K\u00f6rper eindringt, sechsmal h\u00f6her ist, weshalb die Verwendung dieser Salze in solchen F\u00e4llen untersagt ist.</p><p>In einem Bericht der franz\u00f6sischen Agentur f\u00fcr die Sicherheit von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten (Agence nationale de s\u00e9curit\u00e9 du m\u00e9dicament et des produits de sant\u00e9; ANSM) wird sogar eine Konzentration von h\u00f6chstens 0,6 Prozent empfohlen. Die Aluminiumsalzkonzentration wird auf den Produkten jedoch niemals angegeben und d\u00fcrfte etwa zehnmal so hoch sein wie dieser Wert ...</p><p>Derselbe Bericht befasst sich auch mit der Neurotoxizit\u00e4t, die - zumindest bei Tieren - nachgewiesen ist. Die Schwierigkeit, einen Zusammenhang zwischen Krebs und Aluminiumsalzen herzustellen, besteht darin, dass es keine gross angelegten prospektiven Studien gibt (unter prospektiven Studien sind Studien zu verstehen, deren Ziel es ist, eine Gruppe von Personen, die Risikofaktoren f\u00fcr eine Krankheit aufweisen, \u00fcber einen bestimmten Zeitraum zu beobachten und mit einer Kontrollgruppe ohne diese Risikofaktoren zu vergleichen).</p><p>Dennoch werden immer umfassendere Studien durchgef\u00fchrt, sodass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich die aktuellen Bedenken in Bezug auf die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung als begr\u00fcndet erweisen.</p><p>Wenn die Politik jetzt nicht klug handelt und das Vorsorgeprinzip nicht angewendet wird, k\u00f6nnten wir dies in einigen Jahren bereuen. K\u00e4me dieses Prinzip zum Tragen, w\u00e4re dies ein starker Anreiz f\u00fcr die Kosmetikriesen, \u00fcber andere L\u00f6sungen nachzudenken, die ebenso wirksam, aber weniger gef\u00e4hrlich f\u00fcr die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung sind. Im \u00dcbrigen werden in den Superm\u00e4rkten mittlerweile zahlreiche Antitranspiranten angeboten, die weder Aluminiumsalze noch Alunit (ein Derivat) enthalten - dies weil sich die Bev\u00f6lkerung der Gefahren, denen sie sich aussetzt, allm\u00e4hlich bewusst wird und deshalb zu weniger toxischen Produkten greift.</p><p>Es ist also h\u00f6chste Zeit, dass die Bundesbeh\u00f6rden ihre gesundheitspolitische Verantwortung wahrnehmen und rasch ein Verbot dieser toxischen Bomben, die derzeit allen zug\u00e4nglich sind, ins Auge fassen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Genf","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1677456000000)\/","ResponsibleDepartment":1,"ResponsibleDepartmentName":"Parlament","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"Parl","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|2841","Category":"IV","Modified":"\/Date(1779243224163)\/","SubmissionDate":"\/Date(1633910400000)\/","SubmissionCouncil":null,"SubmissionCouncilName":null,"SubmissionCouncilAbbreviation":null,"SubmissionSession":5112,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Gesundheit"}}