{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210481,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20210481,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.481","BusinessType":4,"BusinessTypeName":"Parlamentarische Initiative","BusinessTypeAbbreviation":"Pa. Iv.","Title":"Zukunftsgerichtetes Wolfsmanagement. F\u00fcr ein Miteinander von Grossraubtieren, Alpnutzung, Siedlung und Tourismus","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Bundesgesetz \u00fcber die Jagd und den Schutz wildlebender S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel (Jagdgesetz, JSG, SR 922.0) ist so anzupassen, dass das Management der Wolfsbest\u00e4nde ausserhalb des Jagdbanngebietes an den Konfliktpunkten zwischen Wolfspopulation, Alpwirtschaft, Siedlungsgebieten und touristischer Nutzung auf die rasant wachsende Wolfspopulation reagieren kann. Der Wolf soll eine gesch\u00fctzte Tierart bleiben. Seine Regulierung soll aber ausgeweitet werden. Sie darf den Bestand der Population nicht gef\u00e4hrden, soll aber verst\u00e4rkt pr\u00e4ventive Massnahmen zur Verh\u00fctung von Sch\u00e4den und Abwendung der Gef\u00e4hrdung von Menschen und der von ihm gehaltenen Tieren erm\u00f6glichen. Insbesondere sollen die Rudelregulierung und der Abschuss von Einzeltieren auch bei problematischem Verhalten m\u00f6glich sein. Damit soll erreicht werden, dass der Wolf den Menschen als Gefahr erkennt.</p>","ReasonText":"<p>1995 kehrte das Grossraubtier Wolf in die Schweiz zur\u00fcck. Seither hat sich die Wolfspopulation mit exponentiellem Wachstum entwickelt. Gem\u00e4ss der Stiftung KORA, Raubtier\u00f6kologie und Wildtiermanagement, entwickelte sich der Wolfsbestand von 2 Tieren im Jahr 1995 auf 105 Tiere Ende 2020. F\u00fcr den Sommer 2021 geht das Bundesamt f\u00fcr Umwelt BAFU bereits von etwa 130 W\u00f6lfen (inklusive Jungtiere 2021) aus. Mit der Ausbreitung der Wolfspopulation einher geht eine Zunahme der Konflikte zwischen den Grossraubtieren einerseits und dem Menschen sowie Nutztieren andererseits. Das Gesuch des Kantons Graub\u00fcnden an das BAFU zur Regulation des Beverinrudels vom 23. August 2021 zeigt exemplarisch auf, wie und wo sich Wolf, Mensch und Nutztiere in die Quere kommen. \u00dcberm\u00e4ssig viele Risse von Nutztieren in (insbesondere durch Weidez\u00e4une und/oder Herdenschutzhunde) gesch\u00fctzten Situationen sind das eine. Begegnungen mit Menschen wie</p><p>- ein Wolf, der einer Hirtin und deren Hund in einer Entfernung von 10 Metern nachl\u00e4uft und dabei den Hund anknurrt, der sich sch\u00fctzend vor die Hirtin stellt;</p><p>- drei W\u00f6lfe, die versuchen, den Hund einer Hirtin zu beschnuppern und der Hirtin 20 Meter weit folgen oder</p><p>- zwei Touristen, die auf einem Wanderweg in einer Entfernung von 10 Metern von zwei W\u00f6lfen \u00fcberrascht werden</p><p>zeugen von Tieren, die ganz offensichtlich die Scheu vor dem Menschen verlieren. Das BAFU hat das Gesuch des Kantons Graub\u00fcnden um Abschuss des offensichtlich problematischen Elterntieres mit Hinweis auf die fehlende Rechtsgrundlage im Jagdgesetz abgelehnt. </p><p>Aufgrund des in den n\u00e4chsten Jahren wohl anhaltenden exponentiellen Wachstums der Wolfsbest\u00e4nde ist mit einer entsprechenden Zunahme der Konflikte zu rechnen. Die Chance ist gross, dass sich die W\u00f6lfe vermehrt auch in Gebieten in der N\u00e4he des Mittellandes ansiedeln werden. Kommt es dort zu Zwischenf\u00e4llen mit W\u00f6lfen, die die Scheu vor dem Menschen verloren haben und verf\u00fcgt die Wildhut auch k\u00fcnftig nicht \u00fcber die Rechtsgrundlagen um rechtzeitig eingreifen zu k\u00f6nnen, so ist absehbar, dass die Akzeptanz f\u00fcr die Anwesenheit des Grossraubtieres Wolf in der Schweiz rasch sinken wird. Dies gilt es zu verhindern.</p><p>Die Schweizer Stimmbev\u00f6lkerung hat am 27. September 2020 eine \u00c4nderung des Jagdgesetzes relativ knapp abgelehnt. Ein Jahr sp\u00e4ter zeigt sich, dass die Probleme im Management der Wolfspopulation damit nicht gel\u00f6st sind und eine blosse \u00c4nderung der Jagdverordnung der Wildhut nur ungen\u00fcgende Mittel in die H\u00e4nde gibt. Es geht nicht um eine 1:1-Neuauflage der abgelehnten Vorlage in Bezug auf den Wolf, sondern um die Suche nach einem Kompromiss, der zur L\u00f6sung der absehbar weiter stark zunehmenden Konflikte beitr\u00e4gt. Andere verfassungsm\u00e4ssige und gesetzliche Ziele wie die Eigentumsgarantie f\u00fcr die Eigent\u00fcmer von S\u00f6mmerungsgebieten und Heimbetrieben, die fl\u00e4chendeckende Besiedelung des Landes (Art. 104 BV) und die Bewirtschaftung des Kulturlandes und der S\u00f6mmerungsfl\u00e4chen darf durch die Wolfspr\u00e4senz nicht in Frage gestellt werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Paganini Nicol\u00f2","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1687219200000)\/","ResponsibleDepartment":1,"ResponsibleDepartmentName":"Parlament","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"Parl","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1712775815253)\/","SubmissionDate":"\/Date(1631577600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5111,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt|Landwirtschaft"}}