{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20210496,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20210496,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.496","BusinessType":4,"BusinessTypeName":"Parlamentarische Initiative","BusinessTypeAbbreviation":"Pa. Iv.","Title":"Verbot und Unterstrafestellung von Konversionsmassnahmen bei Minderj\u00e4hrigen und jungen Erwachsenen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Es sollen die gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden f\u00fcr ein schweizweites Verbot von Konversionsmassnahmen, auch bekannt als \"Konversionstherapien\", oder anderen Massnahmen an Minderj\u00e4hrigen und jungen Erwachsenen bis zum Alter von 25 Jahren, die eine Ver\u00e4nderung (\"Umpolung\") oder Unterdr\u00fcckung der sexuellen Orientierung, der Geschlechtsidentit\u00e4t oder des Geschlechtsausdrucks zum Ziel haben. Verboten werden sollen das Anbieten, Vermitteln und Bewerben solcher Konversionsmassnahmen.</p><p>Nicht von diesem Verbot erfasst sein sollen namentlich</p><p>- professionell begleitete ergebnisoffene Auseinandersetzungen mit der eigenen sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentit\u00e4t wie beispielsweise psychotherapeutische Massnahmen gem\u00e4ss Richtlinien der entsprechenden Berufsverb\u00e4nde;</p><p>-  medizinisch indizierte Massnahmen zur Geschlechtsangleichung;</p><p>- Therapien von strafrechtlich relevanten Sexualpr\u00e4ferenzen und Verhalten (wie Exhibitionismus oder P\u00e4dosexualit\u00e4t). </p><p>Ein Verstoss gegen das Verbot soll nebst den strafrechtlichen Sanktionen auch den Entzug der Berufsaus\u00fcbungsbewilligung oder ein Arbeitsverbot zu Folge haben.</p>","ReasonText":"<p>Konversionsmassnahmen - auch als sogenannte \"Konversionstherapie\" oder \"Homo-Heilung\" bekannt - haben zum Ziel, die homosexuelle Veranlagung eines Menschen in eine heterosexuelle \"umzupolen\" oder die Geschlechtsidentit\u00e4t von betroffenen Personen zu ver\u00e4ndern. Diese Praxis folgt der Ansicht, dass Homosexualit\u00e4t und Transidentit\u00e4t \"Krankheiten\" seien und mit entsprechender \"Behandlung\" therapiert werden sollen. Solche Massnahmen k\u00f6nnen bei den Betroffenen nachweislich zu grossem Leiden, psychischen Sch\u00e4den bis hin zu Suizidalit\u00e4t f\u00fchren. Gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25, deren Pers\u00f6nlichkeits- und Hirnentwicklung noch nicht abgeschlossen ist, kann der angerichtete Schaden enorm sein. Deshalb verurteilen die \u00e4rztlichen und psychotherapeutischen Berufsverb\u00e4nde solche Massnahmen klar und untersagen sie ihren Mitgliedern.</p><p>Doch Konversionshandlungen werden gem\u00e4ss Angaben von Betroffenen auch in der Schweiz von \u00c4rzt:innen, Psychotherapeut:innen, Coaches, Sexualberatenden und Seelsorger:innen durchgef\u00fchrt. Gem\u00e4ss Medienberichten wurden solche sogar in mindestens einem Fall \u00fcber die Krankenkasse abgerechnet. Ein indirekter Hinweis f\u00fcr solche Aktivit\u00e4ten in unserem Land ergeben sich auch aus der Verlegung des Sitzes von Vereinen mit entsprechenden T\u00e4tigkeiten von \u00d6sterreich oder Deutschland in die Schweiz, nachdem diese Nachbarl\u00e4nder entsprechende Verbote von \"Konversionstherapien\" eingef\u00fchrt haben.</p><p>Der Bundesrat vertritt richtigerweise die Position, \"dass jegliche Praktiken, welche die Ver\u00e4nderung der sexuellen Orientierung zum Ziel haben, aus menschlicher, fachlicher und rechtlicher Sicht abzulehnen sind. Solche Praktiken sind nicht nur wirkungslos, sondern mit erheblichem Leid f\u00fcr die betroffenen Menschen verbunden\". Unverst\u00e4ndlicherweise ortet der Bundesrat keinen Handlungsbedarf, obwohl klare Beweise bestehen, dass Konversionsmassnahmen auch in unserem Land durchgef\u00fchrt werden. Folglich reichen die aktuellen Bestimmungen nicht.</p><p>Ein explizites Verbot, das allen solche sch\u00e4digenden Handlungen untersagt, verbunden mit strafrechtlichen Sanktionen und einem Berufsaus\u00fcbungsverbot hat eine abschreckend-pr\u00e4ventive Wirkung, verhindert weiteren Schaden und deckt auch F\u00e4lle ab, in denen die Handelnden nicht einem Gesundheitsberuf oder einem Berufsverband angeh\u00f6ren und daher nicht unter entsprechende berufsrechtliche Bestimmungen fallen. Das Verbot und der Entzug der Berufsaus\u00fcbungsbewilligung soll - soweit rechtlich m\u00f6glich - insbesondere auch f\u00fcr seelsorgerisch T\u00e4tige gelten.</p><p>In vielen Kantonen wie Z\u00fcrich, Genf, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Solothurn, Schwyz und Waadt wurden parlamentarische Vorst\u00f6sse f\u00fcr ein Verbot von Konversionsmassnahmen eingereicht. Um einen kantonalen Flickenteppich zu verhindern, braucht es endlich eine national einheitliche Regelung. Eine entsprechende Standesinitiative aus dem Kanton Basel-Stadt ist derzeit h\u00e4ngig. </p><p>Ein Verbot von Konversionsmassnahmen steht auch in der EU zur Debatte. Sollte dies eingef\u00fchrt werden, wird der Druck zur Verlagerung entsprechender Aktivit\u00e4ten in die Schweiz noch mehr zunehmen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Barrile Angelo","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1660780800000)\/","ResponsibleDepartment":null,"ResponsibleDepartmentName":null,"ResponsibleDepartmentAbbreviation":null,"IsLeadingDepartment":null,"Tags":"28|1236|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1770361529287)\/","SubmissionDate":"\/Date(1632960000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5111,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Menschenrechte|Kultur"}}