{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213004,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213004,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3004","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Anpassung der Suisse-Bilanz und deren Grundlagen an die effektiven Verh\u00e4ltnisse","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, parallel zur Umsetzung des Absenkpfades N\u00e4hrstoffe in der pa.\u00a0iv. 19.475 und hinsichtlich der vom Bundesrat vorgesehenen Einf\u00fchrung der Offenlegungspflicht der Futtermittel- und D\u00fcngerlieferungen im Rahmen der Agrarpolitik die Suisse-Bilanz und deren Grundlagen an die effektiven Verh\u00e4ltnisse anzupassen. Dabei ist die Praxis einzubeziehen. In der Suisse-Bilanz und deren Grundlagen m\u00fcssen unter anderem der Standort, das Ertragspotential der Kulturen und der Futterverzehr besser ber\u00fccksichtigt und an die Realit\u00e4t in der Praxis angepasst werden. Dabei ist der Toleranzbereich der Suisse-Bilanz beizubehalten und die Grundlagen zur D\u00fcngung sind auf Praxisbetrieben zu \u00fcberpr\u00fcfen. In der Suisse-Bilanz sind zudem die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Ber\u00fccksichtigung von Lagerver\u00e4nderungen zu schaffen. </p>","ReasonText":"<p>- Deutlich l\u00e4ngere Vegetationsperioden, grunds\u00e4tzlich gute bis sehr gute klimatische Bedingungen und grosse Fortschritte in der Sortenzucht f\u00fchren dazu, dass das Ertragspotential im Acker- und Futterbau in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Diese Entwicklung wird auch in den n\u00e4chsten Jahren anhalten. </p><p>- In der Suisse-Bilanz und deren Grundlagen werden diese Ver\u00e4nderungen zu wenig ber\u00fccksichtigt. Gerade im Futterbau und insbesondere bei Mais ergibt sich eine zunehmende L\u00fccke zwischen Praxis und Vorgaben. Es ist darum n\u00f6tig, dass die Grundlagen zur D\u00fcngung generell auf Praxisbetrieben \u00fcberpr\u00fcft werden. Dabei m\u00fcssen auch Qualit\u00e4tsanforderungen mit einbezogen werden wie z. B. neue Anforderungen an den Proteingehalt bei Brotgetreide. </p><p>- In der Suisse-Bilanz ist die M\u00f6glichkeit zu schaffen, dass h\u00f6here Ertr\u00e4ge - unter Ber\u00fccksichtigung des Standortpotentials - besser und einfacher als heute ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen. Zwar k\u00f6nnen h\u00f6here Ertr\u00e4ge bereits heute in der Suisse-Bilanz geltend gemacht werden. Wenn aber wegen Trockenheit oder z. B. Krankheits- oder Sch\u00e4dlingsbefall, das f\u00fcr diesen Standort anvisierte Ertragsniveau nicht erreicht wird, m\u00fcssen empfindliche Direktzahlungsk\u00fcrzungen in Kauf genommen werden. Das ist kontraproduktiv, weil die Betriebe in Zukunft dazu angehalten sind, deutlich weniger Pflanzenschutzmittel einzusetzen. Somit tragen sie ein erheblich h\u00f6heres Produktionsrisiko und m\u00fcssen Minderertr\u00e4ge in Kauf nehmen. </p><p>- M\u00f6glichkeiten zur Abgrenzung von Lagerver\u00e4nderungen sind zu pr\u00fcfen. Wenn nicht jedes Jahr die exakt gleiche Fl\u00e4che einer Kultur f\u00fcr die Futterproduktion f\u00fcr die Tiere zur Verf\u00fcgung steht, zum Beispiel beim Mais, kann dies zu erheblichen Verwerfungen in der Suisse-Bilanz f\u00fchren, da die angebaute Kultur und deren Ertrag in jedem Fall im Produktionsjahr als verbraucht gilt. Ein h\u00f6heres Lager Ende Jahr kann heute nicht abgegrenzt werden.</p><p>- Die D\u00fcngung und Pflanzenern\u00e4hrung ist komplex und h\u00e4ngt von vielen nicht beeinflussbaren Umweltfaktoren ab. Der Stickstoffkreislauf und seine Umwandlungsprozesse im Boden werden bis heute nicht vollst\u00e4ndig verstanden und abgebildet. F\u00fcr N\u00e4hrstoffbilanzen m\u00fcssen darum zahlreiche Annahmen getroffen und Durchschnittswerte ber\u00fccksichtigt werden. Das ist auf Stufe Forschung wie auch in der Praxis der Fall. Beispielsweise ist die atmosph\u00e4rische N-Deposition bereits in den D\u00fcngungsnormen ber\u00fccksichtigt. D\u00fcngung ist in der Praxis keine exakte Wissenschaft. Der heute in der SuisseBilanz gew\u00e4hrte Toleranzbereich ist darum nach wie vor von grosser Bedeutung und auch in Zukunft zwingend beizubehalten.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Seit gut 20 Jahren sind nahezu alle Betriebe verpflichtet, eine ausgeglichene N\u00e4hrstoffbilanz / Suisse-Bilanz vorzuweisen (\u00d6LN-Anforderung). Dennoch konnten die Umweltziele Landwirtschaft (UZL) im Bereich der N\u00e4hrstoff\u00fcbersch\u00fcsse bis heute nicht erreicht werden. Die Umsetzung der Offenlegungspflicht ist ein wichtiger Bestandteil zur Reduktion der \u00dcbersch\u00fcsse, da dadurch alle N\u00e4hrstofffl\u00fcsse transparent und digital ausgewiesen werden k\u00f6nnen und die Bilanz damit genauer wird.</p><p>Die Suisse-Bilanz und die GRUD (Grundlagen der D\u00fcngung) werden regelm\u00e4ssig in Zusammenarbeit mit der Praxis, dem Vollzug und der Forschung den neuesten Entwicklungen angepasst. Der Einbezug der Praxis in diese Arbeiten ist bereits sichergestellt. So wurde zum Beispiel zur \u00dcberarbeitung der Rindviehmast-Normen die Datengrundlage von Agroscope in Zusammenarbeit mit dem Branchenverband \"Swiss Beef\" erhoben. Basierend darauf errechnet Agroscope die neuen Normen und unterbreitet sie dem Fachgremium (Groupe Technique Suisse-Bilanz), welches sich aus Vertretern des BLW, des Vollzugs, der Beratung und Forschung zusammensetzt. Dieses entscheidet anschliessend \u00fcber die Anpassung der Normen. Die zugrundeliegenden Ertr\u00e4ge im Futter- und Ackerbau wurden letztmals 2017 aktualisiert. Bei der Weiterentwicklung der Grundlagen muss immer auch auf den Auswuchs der Komplexit\u00e4t geachtet werden, die mit Neuerungen oft einhergeht. Unter all diesen Aspekten sind das BLW und die Groupe Technique immer bedacht, die beste L\u00f6sung f\u00fcr die Suisse-Bilanz zu finden.</p><p>Die 10\u00a0Prozent-Toleranzgrenze wurde vor rund 20 Jahren aufgrund Unsicherheiten in der Berechnungsmethode eingef\u00fchrt. In der Zwischenzeit konnte diese Berechnungsmethode kontinuierlich verfeinert werden, weshalb eine Toleranz nicht mehr gerechtfertigt ist. Die 10\u00a0Prozent-Toleranzgrenze erm\u00f6glicht heute intensiv produzierenden Betrieben einen N\u00e4hrstoffeinsatz, der den Bedarf der Pflanzen \u00fcbersteigt. Damit werden \u00fcber die Zeit N\u00e4hrstoff\u00fcbersch\u00fcsse generiert. Bei einer unausgeglichenen Bilanz infolge h\u00f6herer Gewalt, wie z.B. ausserordentlichen meteorologischen Vorkommnissen oder schwerwiegenden Sch\u00e4den durch Sch\u00e4dlinge, kann der Kanton auf die K\u00fcrzung oder Verweigerung der Beitr\u00e4ge verzichten (Direktzahlungsverordnung SR 910.13, Art. 106).</p><p>Der \u00dcbertrag von N\u00e4hrstoffen auf das Folgejahr respektive Angabe von Lagerbest\u00e4nden in der Bilanz ist nicht n\u00f6tig. Eine Deklaration w\u00fcrde den administrativen Aufwand erh\u00f6hen und eine Kontrolle w\u00e4re nur mit grossem Aufwand m\u00f6glich. Ein Vorrat an Futter wird regelm\u00e4ssig jedes Jahr angelegt und im darauffolgenden verf\u00fcttert, was \u00fcber die Jahre hinweg einer ausgeglichenen Bilanz entspricht und somit eine Deklaration nichtig macht.</p><p>Wie in der Motion dargelegt, h\u00e4ngen D\u00fcngung und Pflanzenern\u00e4hrung von vielen Faktoren ab. Insbesondere Stickstoff ist in grossen Mengen im Umlauf. Aufgrund der hohen Mobilit\u00e4t dieses N\u00e4hrstoffs sind eine effizientere Bewirtschaftung und damit geringere Emissionen schwierig zu erreichen. Es ist jedoch dringend n\u00f6tig, einen Schritt in Richtung Erreichung der UZL zu machen, weshalb der Bundesrat weiterhin an der Streichung des Toleranzbereichs festh\u00e4lt. Denn damit wird ein Anreiz geschaffen, dass n\u00e4hrstoffintensivere Betriebe effizienter wirtschaften und die Intensit\u00e4t im Allgemeinen optimiert wird. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Forderungen der Motion entweder bereits erf\u00fcllt sind oder dem Ziel der Reduktion der N\u00e4hrstoff\u00fcbersch\u00fcsse entgegenlaufen w\u00fcrden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1614124800000)\/","SubmittedBy":null,"BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1758207330000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":"IV","Modified":"\/Date(1758552944823)\/","SubmissionDate":"\/Date(1610928000000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5108,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}