{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213177,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213177,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3177","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"N\u00e4hrstoffverluste. Verl\u00e4ssliche Grundlagen zur Verf\u00fcgung stellen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die vorhandenen und herangezogenen Zahlen und Inventare zur Berechnung der N\u00e4hrstoffverluste und der N\u00e4hrstoff\u00fcbersch\u00fcsse bei Stickstoff (N) und Phosphor (P) aus der Landwirtschaft und den \u00fcbrigen relevanten Bereichen hinsichtlich ihrer Verl\u00e4sslichkeit zu \u00fcberpr\u00fcfen, L\u00fccken und Fehlbereiche zu identifizieren und diese zu quantifizieren. Der Bundesrat sorgt zudem daf\u00fcr, dass bei den N\u00e4hrstoffverlusten k\u00fcnftig eine Unterscheidung zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren Verlusten vorgenommen wird.</p>","ReasonText":"<p>Der Bund hat verschiedene Berichte vorgelegt, die Zahlen zu den Verlusten von N und P liefern. Die Fehlerbereiche bzw. Diskrepanzen zwischen den verschiedenen Inventaren und Methoden der Datenerhebung sind dabei \u00e4usserst bedeutend. Differenzen, Spannbreiten und Unsicherheiten von 20 bis 50 Prozent sind keine Seltenheit. Die Autoren der Berichte gehen auf die Differenzen, Spannbreiten und Unsicherheiten ein und diskutieren diese auch. Trotzdem bilden diese keine verl\u00e4ssliche bzw. vertrauensbildende Basis f\u00fcr die Berechnung von Reduktionszielen. Folgende Beispiele sollen dies veranschaulichen:</p><p>- Beispiel aus dem Bereich Stickstoff: Gem\u00e4ss Dokument Stickstofffl\u00fcsse in der Schweiz (BAFU, 2013. Stickstofffl\u00fcsse in der Schweiz 2020) wird die Auswaschung von N aus der Landwirtschaft mit 34 000 t N +/- 8700 t N angegeben, Emission aus landwirtschaftlichen B\u00f6den mit 38 370 t N +/- 15 690 t N. Der Fehlerbereich bewegt sich somit im Rahmen von 40,1 Prozent der gesch\u00e4tzten Verluste, oder in absoluten Zahlen ausgedr\u00fcckt, k\u00f6nnen sich die Verluste von 22 680 t N bis 54 060 t N bewegen.</p><p>- Beispiel aus dem Bereich Phosphor: Im Bericht des BAFU (BAFU 2009. Phosphorfl\u00fcsse der Schweiz. Stand, Risiken und Handlungsoptionen) wurden die P-Fl\u00fcsse der Schweiz f\u00fcr das Bezugsjahr 2006 berechnet. Der Bericht kommt auf ein Total von 1091 t P Verluste aus diffusen Quellen. Damit sind sie deutlich tiefer als MODIFFUS mit 3490 t P. Die MODIFFUS-Werte betragen somit mehr als 300 Prozent der Werte aus dem BAFU-Bericht. </p><p>Verluste von N und P aus der Landwirtschaft erscheinen in anderen Subsystemen wie Luft oder Gew\u00e4sser als Eintr\u00e4ge. Um diese Eintr\u00e4ge zu reduzieren, wird eine Reduktion der N\u00e4hrstoffverluste gefordert, und zwar anteilsm\u00e4ssig zum Mittelwert der Verluste in den Jahren 2014-2016. Ein Teil dieser Verluste ist aber nicht vermeidbar, weil nat\u00fcrliche Prozesse, z. B. bei der N-Mineralisation im Boden, eine massgebliche Rolle spielen. Diese Prozesse k\u00f6nnen h\u00e4ufig nicht beeinflusst werden.</p><p>F\u00fcr die geforderten Reduktionen in der Landwirtschaft, die im Verh\u00e4ltnis zu den tats\u00e4chlichen Verlusten formuliert werden sollen, ist eine m\u00f6glichst pr\u00e4zise Kenntnis der Ausgangsdaten unabdingbar. Diese ist einerseits relevant f\u00fcr das Controlling, ob die geforderten Ziele erreicht werden, andererseits sind die Zahlen relevant, um die grossen Hebel zu kennen und die richtigen Massnahmen am richtigen Ort zu ergreifen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>In den letzten Reformetappen der Agrarpolitik wurde f\u00fcr die Zielsetzung und die Berichterstattung zu den Stickstoff- und Phosphorverlusten der Schweizer Landwirtschaft jeweils die sogenannte \"OSPAR-Methode\" (nationale Input-Output-Bilanz-Methode) verwendet, ebenso in der j\u00e4hrlichen Berichterstattung im Agrarbericht. Die Methode st\u00fctzt sich auf den im \u00dcbereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordatlantiks (\"OSPAR-Konvention\", SR 0.814.293) festgelegten Ansatz ab. Gem\u00e4ss dem in der Parlamentarischen Initiative 19.475 \"Das Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren\" beschlossenen Artikel\u00a06a Absatz\u00a02 LwG (BBl 2021 665) legt der Bundesrat ein Reduktionsziel f\u00fcr N\u00e4hrstoffverluste sowie die Methode zur Berechnung der Zielerreichung fest. Der Bundesrat schl\u00e4gt in der Vernehmlassung zum Verordnungspaket zur Umsetzung der pa.\u00a0iv. 19.475 die OSPAR-Methode zur Evaluation der Zielerreichung vor.</p><p>Mit der OSPAR-Methode wird die Bilanzierung f\u00fcr die gesamte Landwirtschaft (Pflanzenbau und Tierhaltung) durchgef\u00fchrt. Die schweizerische Landwirtschaft wird somit als eine Einheit betrachtet. Die N\u00e4hrstoffbilanz wird aufgrund des N\u00e4hrstoff-Inputs in die Landwirtschaft (Import aus dem Ausland und aus anderen inl\u00e4ndischen Wirtschaftssektoren) und des N\u00e4hrstoff-Outputs aus der Landwirtschaft (Export ins Ausland und in andere inl\u00e4ndische Wirtschaftssektoren) erstellt (Input-Output-Bilanz). Der Bilanzsaldo, der auch als N\u00e4hrstoff\u00fcberschuss bezeichnet wird, umfasst die Bodenvorrats\u00e4nderung sowie die gesamten Verluste (gasf\u00f6rmige Emissionen, Auswaschung, Abschwemmung, Erosion, etc).</p><p>Agroscope hat die OSPAR-Methode k\u00fcrzlich \u00fcberpr\u00fcft und die Ergebnisse in einem wissenschaftlichen Bericht ver\u00f6ffentlicht (Spiess E. und Liebisch F., 2020, N\u00e4hrstoffbilanz der schweizerischen Landwirtschaft f\u00fcr die Jahre 1975 bis 2018, Agroscope Science 100; <a href=\"http://www.agroscope.admin.ch\">www.agroscope.admin.ch</a> &gt; Publikationen &gt; Publikationssuche &gt; Agroscope Science). Gem\u00e4ss dem Bericht kann der mit der OSPAR-Methode berechnete N\u00e4hrstoff\u00fcberschuss der Landwirtschaft \u00fcber l\u00e4ngere Perioden betrachtet als Indikator f\u00fcr die Umweltbelastung (Luft, Gew\u00e4sser) herangezogen werden. F\u00fcr die Verwendung der OSPAR-Methode zur Evaluation der Zielerreichung im Zusammenhang mit dem Absenkpfad spricht der Umstand, dass das gesamte Landwirtschaftssystem Schweiz bilanziert wird, die vergleichsweise kleinen Unsicherheiten bei den verschiedenen verwendeten Parametern, die langj\u00e4hrige Erfahrung in der Schweiz sowie die internationale Abst\u00fctzung.</p><p>Ein Teil der N\u00e4hrstoffverluste aus der Landwirtschaft ist biologisch bedingt und unvermeidbar. Der Anteil unvermeidbarer Verluste h\u00e4ngt davon ab, welche Produkte mit welchen Produktionssystemen (z.B. Anteil und Ausgestaltung von Weidehaltungssystemen) hergestellt werden. Die Anteile sind von Betrieb zu Betrieb stark unterschiedlich. In der einzelbetrieblichen Methode zum Nachweis einer ausgeglichenen D\u00fcngerbilanz, wie sie im \u00d6kologischen Leistungsnachweis verlangt ist, wird unvermeidbaren Verlusten Rechnung getragen. </p><p>Auf nationaler Ebene ist eine Unterscheidung zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren N\u00e4hrstoffverlusten nicht zielf\u00fchrend, da auch unvermeidbare Verluste die Umwelt belasten.</p><p>In Erf\u00fcllung des in der pa.\u00a0iv. 19.475 beschlossenen Artikels 6a Absatz\u00a02 LwG (BBl 2021 665) werden die betroffenen Branchen- und Produzentenorganisationen sowie weitere betroffene Organisationen zurzeit anl\u00e4sslich mehrerer Treffen unter anderem zur Bilanzierungsmethodik angeh\u00f6rt. Zur Anh\u00f6rung geh\u00f6rt auch die Vernehmlassung zum Verordnungspaket zur Umsetzung der pa.\u00a0iv. 19.475.</p><p>Aktuell laufen demnach verschiedene Arbeiten zum Thema N\u00e4hrstoffverluste in der Landwirtschaft oder sind soeben publiziert worden. Ein zus\u00e4tzlicher Bericht ist aus Sicht des Bundesrates daher nicht n\u00f6tig.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1621382400000)\/","SubmittedBy":"M\u00fcller Damian","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1622678400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690505191340)\/","SubmissionDate":"\/Date(1615766400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5108,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}