{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213182,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213182,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3182","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Psychische Gesundheit","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Untersuchungen zeigen: Psychische Ersch\u00fctterungen sind h\u00e4ufig in der Schweiz. Laut \"pro mente sana\" erlebt rund 50 Prozent der Bev\u00f6lkerung einmal im Leben eine psychische Beeintr\u00e4chtigung. Jede*r 8. Einwohner*in nimmt Medikamente gegen Depression, Angstst\u00f6rungen oder andere psychische Erkrankungen. Pro Jahr nehmen sich \u00fcber 1000 Menschen das Leben. Bei fast 90 Prozent lag ein vorbestehendes psychisches Leiden vor. Leider erhalten 2 von 3 Menschen mit einer psychischen Ersch\u00fctterung nicht die Unterst\u00fctzung, die sie ben\u00f6tigen w\u00fcrden. Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind Verschwiegenheit, Unsicherheit, Angst und gesellschaftliche Wertung. Oft fehlt es auch an der Erreichbarkeit von Psychiater*innen am Abend und in der Nacht, an freien Betten in psychiatrischen Kliniken sowie tags\u00fcber innert n\u00fctzlicher Frist einen Termin zu erhalten. Trotz des h\u00e4ufigen Vorkommens von psychischen Beeintr\u00e4chtigungen ist die Stigmatisierung der Betroffenen hoch und das Wissen der Bev\u00f6lkerung gering. Zudem mangelt es an aufsuchenden, ambulanten, interdisziplin\u00e4ren und nutzer*innengerechten Behandlungen und Kriseninterventionen. Nicht zuletzt weil die Finanzierung nicht ausreichend ist und im Unterschied zur station\u00e4ren Behandlung vorwiegend \u00fcber die Krankenkassen oder \u00fcber einzelne kommunale Angebote abgewickelt wird. Diese Situation f\u00fchrt dazu, dass die Krankheit zu sp\u00e4t erkannt wird, geeignete, fr\u00fchzeitige Behandlungen ausbleiben und die Chronifizierung zunimmt. Das generiert neben pers\u00f6nlichem Leid hohe Kosten, die zurzeit bei rund 20 Milliarden pro Jahr liegen.</p><p>Dazu stellen sich folgende Fragen an den Bundesrat:</p><p>1. Wie will der Bundesrat zur Entstigmatisierung von psychischen Krankheiten beitragen? </p><p>2. Wie will der Bundesrat die L\u00fccken in der ambulanten, aufsuchenden und nutzer*innengerechten psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung schliessen und ihre Finanzierung sicherstellen?</p><p>3. Welche Anreize gibt es, psychiatrisch-psychotherapeutische Fachpersonen in ambulante Dienste zu integrieren?</p><p>4. Wie sollen die niederschwelligen L\u00fccken speziell f\u00fcr Kinder und Jugendliche geschlossen werden?</p><p>5. Wie kann der Bundesrat dazu beitragen, dass der Einbezug aller Akteur*innen (Betroffene, Angeh\u00f6rige, Fachperson) gef\u00f6rdert wird, so dass weniger Zwangseinweisungen in Kliniken vollzogen werden m\u00fcssen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. \"Sensibilisierung, Entstigmatisierung und Information\" ist das erste Handlungsfeld des Berichts \"Psychische Gesundheit in der Schweiz. Bestandsaufnahme und Handlungsfelder. Bericht im Auftrag des Dialogs Nationale Gesundheitspolitik\" (<a href=\"http://www.bag.admin.ch/psychische-gesundheit\">www.bag.admin.ch/psychische-gesundheit</a>) von Bund, Kantonen und Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz (2015). Es wird eine schweizweite Kampagne realisiert mit dem Ziel, durch Sensibilisierung und Aufkl\u00e4rung zum Thema Psychische Gesundheit/Krankheit die Fremd- und Selbststigmatisierung von Menschen mit psychischen Krankheiten zu verringern und die Wirksamkeit von Massnahmen zu erh\u00f6hen (<a href=\"http://www.wiegehtsdir.ch\">www.wiegehtsdir.ch</a>, <a href=\"http://www.santepsy.ch\">www.santepsy.ch</a>, <a href=\"http://www.salutepsi.ch\">www.salutepsi.ch</a>). Die Massnahmen werden zu einem wesentlichen Teil durch die Stiftung Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz finanziert bzw. umgesetzt. Auch im Aktionsplan Suizidpr\u00e4vention von Bund, Kantonen und Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz wird das Ziel verfolgt, mit Sensibilisierungsmassnahmen zur Enttabuisierung und Entstigmatisierung von Suizidalit\u00e4t beizutragen. Dazu betreibt der Bund die Webseite <a href=\"http://www.reden-kann-retten.ch\">www.reden-kann-retten.ch</a> (dreisprachig).</p><p>2. Wie der Bundesrat im Bericht \"Die Zukunft der Psychiatrie in der Schweiz\" (Bericht in Erf\u00fcllung des Postulats St\u00e4helin 10.3255) konstatiert, sind intermedi\u00e4re Angebotsstrukturen f\u00fcr die Behandlung und Betreuung sowie f\u00fcr die F\u00f6rderung der sozialen Teilhabe und der beruflichen Integration von psychisch kranken Personen von grosser Bedeutung. Der Bundesrat hat am 19. M\u00e4rz 2021 entschieden, dass psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten k\u00fcnftig zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) selbst\u00e4ndig t\u00e4tig sein k\u00f6nnen. Voraussetzung ist eine \u00e4rztliche Anordnung. Dadurch erhalten Menschen mit psychischen Problemen einfacher und schneller Zugang zur Psychotherapie. Die Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen liegt grunds\u00e4tzlich in der Zust\u00e4ndigkeit der Kantone. Im Bericht \"Die Zukunft der Psychiatrie in der Schweiz\" ist festgehalten, dass die ambulanten und intermedi\u00e4ren Angebotsstrukturen bei weitem nicht von allen Kantonen bei der Planung der station\u00e4ren psychiatrischen Versorgung mitber\u00fccksichtigt werden. Andererseits f\u00fchrt das bestehende Abgeltungssystem der intermedi\u00e4ren Angebotsstrukturen zu Herausforderungen bei der Finanzierung. Die Kantone und Tarifpartner sind gefordert, zu pr\u00fcfen, wie eine nachhaltige Finanzierung der interprofessionellen und vielf\u00e4ltigen intermedi\u00e4ren Angebotsstrukturen auszugestalten ist.</p><p>3. Wie ein ambulanter Dienst personell zusammengesetzt ist, entscheidet die Institution selber bzw. ist abh\u00e4ngig vom jeweiligen Leistungsauftrag. Der Bundesrat f\u00f6rdert grunds\u00e4tzlich die koordinierte Versorgung und die interprofessionelle Zusammenarbeit. Im Rahmen des F\u00f6rderprogramms \"Interprofessionalit\u00e4t\" (<a href=\"http://www.bag.admin.ch/fpinterprof\">www.bag.admin.ch/fpinterprof</a>) wurden Beispiele aus der Berufspraxis dokumentiert, auch zur Integration von Fachpersonen der Psychiatrie im ambulante Dienste.</p><p>4. Wie der Nationale Gesundheitsbericht 2020 \"Gesundheit in der Schweiz - Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene\" (<a href=\"http://www.gesundheitsbericht.ch\">www.gesundheitsbericht.ch</a>) aufzeigt, sind Haus- und Kinder\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte in der Regel prim\u00e4re Ansprechpersonen f\u00fcr Anliegen der k\u00f6rperlichen und psychischen Gesundheit und bieten eine niederschwellige Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Daneben sind auch Kinder- und Jugendpsychologinnen und -psychologen an der niederschwelligen Versorgung beteiligt. Der Wechsel vom Delegations- zum Anordnungsmodell (vgl. Antwort auf Frage 2) wird ebenfalls dazu beitragen, die Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu verbessern.</p><p>5. Die F\u00fcrsorgerische Unterbringung (FU) ist ein Institut des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts, das am 1. Januar 2013 in Kraft trat und das alte Vormundschaftsrecht abl\u00f6ste. Wie eine Obsan-Studie zur f\u00fcrsorgerischen Unterbringung in Schweizer Psychiatrien gezeigt hat, variiert die Zahl der Einweisungen im Rahmen einer FU zwischen den Kantonen stark (Obsan Bulletin 02/2018; https://www.obsan.admin.ch/de/publikationen/fuersorgerische-unterbringung-schweizer-psychiatrien). Um die Wirksamkeit der gesamten Regelung zur FU zu pr\u00fcfen, hat das Bundesamt f\u00fcr Justiz (BJ) 2020 eine umfassende Evaluation in Auftrag gegeben. Der Schlussbericht wird im Oktober 2021 erwartet. Erg\u00e4nzend dazu hat das BAG ein Mandat in Auftrag gegeben, um das Thema der statistischen Grundlagen anzugehen. Grunds\u00e4tzlich tr\u00e4gt auch eine bessere Sensibilisierung, Entstigmatisierung und Information \u00fcber psychische Gesundheit und psychische Erkrankungen dazu bei, den fr\u00fchzeitigen Einbezug aller Akteure zu f\u00f6rdern (vgl. Antwort auf Frage 1).</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1621382400000)\/","SubmittedBy":"Prelicz-Huber Katharina","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1679011200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1712764000317)\/","SubmissionDate":"\/Date(1615852800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5108,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Gesundheit"}}