{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213276,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213276,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3276","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Schw\u00e4chung der Berufsbildung unter dem Deckmantel der Weiterbildung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat f\u00fchrt im Bericht zur Erf\u00fcllung des Postulats 12.3657 aus, dass die berufliche Grundbildung zunehmend nur zu einem Zwischenschritt auf dem Weg zu einer Fachhochschule oder einer h\u00f6heren Berufsbildung wird. Stossend ist dabei, dass der Bund beispielsweise unter dem Stichwort \"BerufsbildungPlus\" aufwendige Kampagnen unterst\u00fctzt, die unter dem Deckmantel der Weiterbildung Handwerksberufe und Eidg. F\u00e4higkeitsausweise (EFZ) als minderwertig darstellen. Kampagnen-Spr\u00fcche wie \"Lerne Elektroinstallateur, werde Physiker\" oder \"Lerne Maler, werde Sozialp\u00e4dagoge\" mit dem Vermerk \"Profis kommen weiter\" untermauern diesen Trend der unterschwelligen Abwertung der beruflichen Grundbildung und von Handwerksberufen. Durchl\u00e4ssigkeit ist wichtig, aber eine solch abwertende Gegen\u00fcberstellung kann nicht im Sinne der Berufsbildung sein.</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat diese Entwicklungen?</p><p>2. Wo sieht der Bundesrat Handlungsbedarf, damit Handwerksberufe ihren wichtigen Platz in der Schweizer Wirtschaft verteidigen k\u00f6nnen?</p><p>3. Wie schafft der Bund Rahmenbedingungen, dass Handwerksberufe in der Schweiz attraktiv bleiben?</p><p>4. Wie kann der Trend verhindert werden, dass aus der Schweiz mittelfristig nur noch Hochschulabsolventen kommen und Handwerker dann nur noch aus dem Ausland?</p><p>5. Wie wirkt sich dieser Trend auf die Qualit\u00e4t und den Preis von handwerklichen Dienstleistungen und Produkten in der Schweiz aus?</p><p>6. Viel wichtiger als akademische Weiterbildungen in Theories\u00e4len zu absolvieren ist es, den Unternehmergeist und die praxisbezogene Weiterentwicklung zu f\u00f6rdern. Das schafft Produktivit\u00e4t und Innovation, nicht die Titel und Zertifikate. Welche Mittel und Wege gibt es, eine unternehmerische und praxisbezogene Aufwertung von Handwerksberufen und der beruflichen Grundbildung zu etablieren?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p align=\"both\">1. Das Schweizer Bildungssystem zeichnet sich durch attraktive Bildungsangebote, vielf\u00e4ltige Karrierewege und eine hohe Durchl\u00e4ssigkeit aus. Dem Bundesrat ist daran gelegen, dass die verschiedenen Bildungswege nicht gegeneinander ausgespielt werden. Diskriminierungen und Stigmatisierungen sind zu vermeiden. Hier kn\u00fcpft die Kampagne \"Berufsbildungplus.ch\" an. Denn eine gute Mischung von beruflich und akademisch ausgebildeten Arbeitnehmenden hat nachweislich einen positiven Effekt auf Produktivit\u00e4t und Innovation. Die Verf\u00fcgbarkeit von qualifizierten Fachleuten in allen Bereichen tr\u00e4gt zu guten Rahmenbedingungen f\u00fcr die Schweizer Wirtschaft bei. In Bezug auf die Innovationsleistungen der Schweiz kann die Bedeutung der beruflichen Grundbildung und der h\u00f6heren Berufsbildung nicht genug betont werden.</p><p align=\"both\">2./3. Die Berufsbildung ist eine gemeinsame Verbundaufgabe von Bund, Kantonen und Wirtschaft. Die Zusammenarbeit dieser drei Partner ist f\u00fcr den Erfolg der dualen Berufsbildung entscheidend. Jahr f\u00fcr Jahr werden so dem Arbeitsmarkt praktisch und theoretisch geschulte Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte zugef\u00fchrt, deren Handlungskompetenzen auf neuestem Stand sind und die sich rasch an neue Entwicklungen anpassen k\u00f6nnen. Dies gilt auch f\u00fcr handwerkliche Berufe. Die Anforderungen an die einzelnen Abschl\u00fcsse der beruflichen Grundbildung und der h\u00f6heren Berufsbildung werden dabei von der Wirtschaft festgelegt. Diese orientiert sich an den Bed\u00fcrfnissen des Arbeitsmarkts. Innovationen und neue Entwicklungen fliessen so direkt in die Ausbildung ein. Die Organisationen der Arbeitswelt und die ausbildenden Betriebe sind auch f\u00fcr das Berufsmarketing zust\u00e4ndig, um den in ihrem Bereich ben\u00f6tigten Nachwuchs zu rekrutieren. Der Bund unterst\u00fctzt sie dabei, indem er sich beispielsweise im Rahmen der Projektf\u00f6rderung auf Basis von Art. 54 und 55 Berufsbildungsgesetz (BBG; SR 412.10) an der Finanzierung der Berufsmeisterschaften beteiligt, welche Jugendlichen und Eltern die Attraktivit\u00e4t der Berufe aufzeigen.</p><p align=\"both\">Damit sich die Berufsbildung sowohl inhaltlich wie auch systemisch laufend weiterentwickeln kann, unterst\u00fctzt der Bund die n\u00f6tigen Innovationen durch die Berufsbildungsforschung und durch die Projektf\u00f6rderung. Die Berufsbildungsforschung generiert Steuerungswissen f\u00fcr die laufende Weiterentwicklung und Anpassung an neue Herausforderungen. Dazu z\u00e4hlen zum Beispiel Untersuchungen zur Ausbildungsbereitschaft der Lehrbetriebe. Mit der Projektf\u00f6rderung unterst\u00fctzt der Bund Kantone und Organisationen der Arbeitswelt bei der Erprobung neuer, zukunftsorientierter Vorhaben wie beispielsweise flexible Ausbildungsmodelle, damit die Berufsbildung auch in Zukunft f\u00fcr Jugendliche und Lehrbetriebe attraktiv bleibt.</p><p align=\"both\">4./5. Dank der hohen Arbeitsmarktorientierung der Bildungsangebote und der Transparenz der Abschl\u00fcsse haben die Absolventinnen und Absolventen gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Berufsbildung deckt zudem ein breites Spektrum an Bildungsm\u00f6glichkeiten ab; die Angebote ber\u00fccksichtigen unterschiedliche F\u00e4higkeiten. Gem\u00e4ss der Studie \"Beitrag der Berufsbildung zur Innovation\" der Universit\u00e4t Z\u00fcrich (2019) hilft die Berufsbildung Innovationen voranzutreiben. Auf diese Weise tr\u00e4gt sie dazu bei, ein gutes Preis-Qualit\u00e4ts-Verh\u00e4ltnis von Dienstleistungen und Produkten sicherzustellen oder dieses noch zu verbessern. Bei der Zuwanderung in die Schweiz sind Fachkr\u00e4fte mit h\u00f6chster Ausbildung auf Sekundarstufe II im Vergleich zur einheimischen Bev\u00f6lkerung unterdurchschnittlich vertreten. Die Daten der letzten Jahre zeigten bei der Zuwanderung zudem einen leicht r\u00fcckl\u00e4ufigen Anteil bei mittleren (Sekundarstufe II) und eine Zunahme bei h\u00f6heren Qualifikationsniveaus (Terti\u00e4rstufe). Damit hilft die Zuwanderung, komplement\u00e4r zu den Bildungsinvestitionen in der Schweiz, den wachsenden Bedarf an h\u00f6her qualifizierten Fachkr\u00e4ften zu decken.</p><p align=\"both\">6. Die h\u00f6here Berufsbildung bietet auf der Terti\u00e4rstufe praxisorientierte und auf dem Arbeitsmarkt stark nachgefragte Qualifikationsm\u00f6glichkeiten an. Sie baut auf der beruflichen Erfahrung auf und kombiniert Unterricht sowie Berufspraxis. Die Ausbildung ist kompetenz- und arbeitsmarktorientiert. Damit f\u00f6rdert die h\u00f6here Berufsbildung das unternehmerische Denken und versorgt die hochspezialisierte Schweizer Wirtschaft mit qualifizierten Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4ften. Seit Anfang 2018 werden die Teilnehmenden vorbereitender Kurse f\u00fcr eidgen\u00f6ssische Berufs- und h\u00f6here Fachpr\u00fcfungen vom Bund direkt finanziell entlastet.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1620777600000)\/","SubmittedBy":"Sollberger Sandra","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1623974400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|32|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1763102799237)\/","SubmissionDate":"\/Date(1616025600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5108,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}