{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213333,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213333,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3333","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Frauenoffensive im Sport","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Frauen sind im Sport noch immer untervertreten. Nicht, was Medaillen, Erfolge oder Zuschauerinnen angeht, aber in den Sportgremien, den Medien, bei den Sportgeldern, in der Sportwissenschaft und -Technologie sowie bez\u00fcglich der Anzahl Trainerinnen.</p><p>Frau Bundesr\u00e4tin Amherd hat angek\u00fcndigt, eine Frauenoffensive in der Armee durchzuf\u00fchren. Auch im Sportbereich d\u00fcrfen die Frauen nicht vernachl\u00e4ssigt werden. Noch immer fehlen Trainerinnen, Managerinnen und somit weibliche Vorbilder. Noch immer werden M\u00e4dchen weniger gef\u00f6rdert als Jungen. Das ist ein strukturelles Problem. Obwohl der Frauenanteil bei den Hobbysportler*innen in der Schweiz 50 Prozent betr\u00e4gt und 42 Prozent der Schweizer Sportler*innen an den Olympischen Winterspielen 2018 Frauen waren, betr\u00e4gt der Frauenanteil in der Gesch\u00e4ftsleitung von Swiss Olympic 0 Prozent und derjenige bei den Schweizer Funktion\u00e4r*innen an den Olympischen Winterspielen 2018 16 Prozent. W\u00e4hrend 36 Prozent der Aktivmitgliedern in Schweizer Sportvereinen Frauen sind, liegt der Frauenanteil bei den Pr\u00e4sident*innen der Sportverb\u00e4nde bei 8 Prozent. Es ist h\u00f6chste Zeit, dass auch im Sport Gleichstellung und Chancengleichheit hergestellt werden. So lange fast ausschliesslich M\u00e4nner in den entscheidenden Gremien sitzen und \u00fcber die Vergabe von Geldern bestimmen, ist keine Ver\u00e4nderung zu erwarten.</p><p>Der Bundesrat wird deshalb gebeten folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Ist er bereit sicherzustellen, dass die Grundlagen f\u00fcr die Forschung, Studien etc. mit gen\u00fcgend Probandinnen durchgef\u00fchrt wird</p><p>2. Ist er bereit, eine Frauenoffensive im Sport zu unterst\u00fctzen - auch finanziell?</p><p>3. Ist er bereit, sich f\u00fcr eine F\u00f6rderung von Trainerinnen in jeglichen Sportarten einzusetzen?</p><p>4. Ist er bereit, Swiss Olympic mit seinen dazugeh\u00f6rigen Verb\u00e4nden in die Pflicht zu nehmen, mehr Frauen ins Kader und in die Gesch\u00e4ftsleitung zu holen und ausreichend weibliche F\u00fchrungskr\u00e4fte auszubilden? Ist er bereit, eine Zielvorgabe f\u00fcr Swiss Olympic festzuschreiben, auch in Bezug auf die Verteilung der F\u00f6rdergelder?</p><p>5. Ist er bereit, den Sportverb\u00e4nden finanzielle Unterst\u00fctzung zu gew\u00e4hren, damit sie (gegebenenfalls unter Einbezug von Expert*innen) umfassende Sensibilisierungs- und Ausbildungskampagnen durchf\u00fchren k\u00f6nnen?</p><p>6. Ist er bereit, j\u00e4hrliche \u00f6ffentliche Berichte \u00fcber die Aufteilung der Besetzung von Verbandsmitarbeitern*innen zu fordern?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Dem Bundesrat ist die Gleichstellung von Frau und Mann in allen Bereichen der Gesellschaft ein grosses Anliegen. Er ist sich bewusst, dass Frauen nicht zuletzt im Sportbereich zu wenig vertreten sind. Die Situation hat sich in den letzten Jahren verbessert, dennoch besteht nach wie vor deutlicher Nachholbedarf.</p><p>1. Eine gendergerechte Forschung ist Bestandteil der Strategie der Eidgen\u00f6ssischen Hochschule f\u00fcr Sport in Magglingen. Das Ressortforschungskonzept Sport und Bewegung 2021-2024 hebt die Thematik \"Frau im Sport\" als \u00fcbergeordnetes Thema hervor. Der Bundesrat nimmt allerdings aufgrund des Grundsatzes der Freiheit von Forschung und Lehre keinen Einfluss auf die konkrete Durchf\u00fchrung von einzelnen Forschungsvorhaben oder auf die Abwicklung von Studien.</p><p>2+3. In der Sportwelt ist die Erkenntnis gewachsen, dass es mehr Trainerinnen in allen Sportarten ben\u00f6tigt. Die Umsetzung dieser Erkenntnisse bedarf jedoch Zeit, auch wenn sich in den letzten Jahren die Situation verbessert hat. Im Rahmen des Programms Jugend+Sport l\u00e4sst sich beispielsweise feststellen, dass der Anteil aktiver J+S-Leiterinnen stetig zunimmt und mittlerweile rund 40 Prozent betr\u00e4gt. In den Expertenausbildungen von J+S liegt der Frauenanteil noch bei rund 25 Prozent. Weiterf\u00fchrende Ausbildungen der Verb\u00e4nde werden von deutlich weniger Frauen besucht. Es m\u00fcssen daher noch wesentliche Anstrengungen unternommen werden, damit mehr Frauen eine Ausbildung zur Trainerin absolvieren. Die Trainerbildung Schweiz, die das Bundesamt f\u00fcr Sport gemeinsam mit Swiss Olympic f\u00fchrt, muss hier k\u00fcnftig Schwerpunkte setzen. In der Leistungsvereinbarung mit Swiss Olympic wird der Gleichbehandlung der Geschlechter bereits aktuell ein hohes Gewicht beigemessen. Dem Aspekt soll in den k\u00fcnftigen Vereinbarungen eine noch h\u00f6here Bedeutung einger\u00e4umt werden.</p><p>4. Gem\u00e4ss Leistungsvereinbarung des Bundesamtes f\u00fcr Sport mit Swiss Olympic sollen die Sportverb\u00e4nde die Gleichstellung der Geschlechter f\u00f6rdern. Dies wird allerdings k\u00fcnftig nicht mehr ausreichen. Der Bundesrat erwartet, dass sich die Geschlechtervertretung in den Sportverb\u00e4nden an den Zielvorgaben orientiert, die der Bundesrat im Rahmen seiner Strategie vom 25. November 2020 f\u00fcr bundesnahe Unternehmungen festgelegt hat. Bis Ende 2024 sollte daher ein Frauenanteil von mindestens 40 Prozent erreicht sein. Die Fortschritte sind durch Swiss Olympic im Hinblick auf die k\u00fcnftige Ausgestaltung der Leistungsvereinbarungen mit den Sportverb\u00e4nden zu dokumentieren. Die Anstrengungen zur Gleichstellung der Geschlechter werden so mittelfristig Bestandteil f\u00fcr die Festlegung der Beitragsh\u00f6he.</p><p>5. Der Bundesrat erachtet eine Sensibilisierungs- und Ausbildungskampagne als Aufgabe des Dachverbandes Swiss Olympic. Eine finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr eine Frauenf\u00f6rderoffensive ist aktuell nicht vorgesehen. Sie m\u00fcsste im Rahmen der bewilligten Kredite als Bestandteil der Leistungsvereinbarung 2022 mit Swiss Olympic gepr\u00fcft werden.</p><p>6. Es ist sinnvoll und zeitgem\u00e4ss, dass die Sportverb\u00e4nde ausweisen, wie die Geschlechterverteilung in den F\u00fchrungsgremien der jeweiligen Verb\u00e4nde aussieht. Im Rahmen der Leistungsvereinbarung mit Swiss Olympic f\u00fcr 2022 wird eine entsprechende Berichterstattungspflicht aufgenommen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1620777600000)\/","SubmittedBy":"Trede Aline","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1633046400000)\/","ResponsibleDepartment":6,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Verteidigung, Bev\u00f6lkerungsschutz und Sport","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"VBS","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28","Category":null,"Modified":"\/Date(1778677126800)\/","SubmissionDate":"\/Date(1616025600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5108,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen"}}