{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213428,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213428,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3428","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"F\u00fcr eine nationale Kampagne zur kostenlosen Impfung gegen das Humane Papillomavirus","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine nationale Kampagne zur Impfung gegen das Humane Papillomavirus (HPV) zu lancieren. Die Kosten sollen ohne Franchise und Selbstbehalt von der Krankenversicherung \u00fcbernommen werden.</p><p>Das HPV ist die h\u00e4ufigste Ursache f\u00fcr sexuell \u00fcbertragbare Infektionen (STI) in der Schweiz. Es ist verantwortlich f\u00fcr Genitalwarzen, Krebsvorstufen und Geb\u00e4rmutterhalskrebs - nach Brustkrebs der zweith\u00e4ufigsten Krebserkrankung bei Frauen. Die Impfung ist das beste Mittel, um sich davor zu sch\u00fctzen. Aufgrund von HPV-Infektionen entwickeln in der Schweiz, ohne Impfung, 6 von 100 Frauen eine Krebsvorstufe und 1 von 100 Frauen erkrankt an Geb\u00e4rmutterhalskrebs.</p><p>Seit 2019 ist Gardasil 9 in der Schweiz erh\u00e4ltlich. Der Impfstoff sch\u00fctzt gegen 10 Typen von HPV und weist eine erh\u00f6hte Wirksamkeit auf. Er ist sicher und gut vertr\u00e4glich. Das BAG empfiehlt die Anwendung f\u00fcr M\u00e4dchen und Frauen von 11 bis 26 Jahren; idealerweise wird die Impfung vor einem Alter von 15 Jahren durchgef\u00fchrt. Die Empfehlung gilt seit 2015 auch f\u00fcr Personen m\u00e4nnlichen Geschlechts, wenn auch nur zur Erg\u00e4nzung. </p><p>Das BAG gibt an, dass von 2017 bis 2019 59 Prozent der 16-j\u00e4hrigen Frauen zwei Impfdosen erhalten haben - gegen\u00fcber einem Anteil von 17 Prozent bei den jungen M\u00e4nnern. 2015 betrug die HPV-Durchimpfungsrate bei den 16-j\u00e4hrigen Frauen zwischen 27 und 78 Prozent, je nach Kanton. W\u00e4hrend die Westschweizer Kantone bei der Durchimpfung von jungen Frauen besser abschneiden, ist das Steigerungspotenzial bei den jungen M\u00e4nnern auf beiden Seiten des R\u00f6stigrabens betr\u00e4chtlich. </p><p>Die Wirksamkeit von nationalen Impfkampagnen ist erwiesen. Mit einer derzeitigen Durchimpfungsrate von 80 Prozent der Australierinnen und 75 Prozent der Australier im Alter von 15 Jahren d\u00fcrfte sich die Verbreitung des Virus und damit das Infektions- und Geb\u00e4rmutterhalskrebsrisiko nach epidemiologischen Modellberechnungen stoppen lassen. Die WHO hat im November 2020 an die Staaten appelliert, Aktionspl\u00e4ne zu verabschieden, um diese Krebsart bis 2050 auszumerzen und eine Durchimpfungsrate von 90 Prozent zu erreichen. </p><p>Gem\u00e4ss seiner Antwort auf die Interpellation 20.4499 strebt der Bundesrat bei den jungen Frauen eine Durchimpfungsrate von 80 Prozent an. Die Impfung junger M\u00e4nner d\u00fcrfte indirekt ebenfalls dazu beitragen, Geb\u00e4rmutterhalskrebs zu reduzieren. Seit der Interpellation 15.3162 hat sich die Situation weiterentwickelt. Der vom Bundesrat vertretene Doppelstandard ist nicht mehr zul\u00e4ssig. Zumal Frauen wie M\u00e4nner von der Impfung gegen das HPV profitieren, ist es an der Zeit, dass diese gesundheitliche Frage nicht l\u00e4nger auf den Schultern der Frauen lastet.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat anerkennt die Wichtigkeit der HPV-Impfung von M\u00e4dchen und Jungen, respektive jungen Frauen und M\u00e4nnern in der Schweiz. Die seit 2007 im Rahmen kantonaler Programme bis 26 Jahre gratis (franchisenbefreit und ohne Selbstbehalt) angebotene Impfung hat gem\u00e4ss nationalem Durchimpfungsmonitoring bei den 16-j\u00e4hrigen eine Durchimpfungsrate von knapp 60\u00a0Prozent (M\u00e4dchen) resp. knapp 20\u00a0Prozent (Jungen) erreicht, wobei es grosse kantonale Unterschiede gibt (17-74%). In den letzten Jahren hat diese Rate schweizweit bei den M\u00e4dchen nicht mehr zugenommen. Um einen Herdenschutz zu erreichen, hat das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) sich zum Ziel gesetzt, dass 80\u00a0Prozent der M\u00e4dchen vollst\u00e4ndig geimpft sein sollen.</p><p>Um eine h\u00f6here Durchimpfungsrate zu erreichen, sind weitere Massnahmen notwendig. Eine nationale Impfkampagne erscheint insbesondere angesichts der grossen kantonalen Unterschiede jedoch nicht das beste Mittel der Wahl zu sein. Um einen m\u00f6glichst grossen Effekt zu erzielen, sollten prim\u00e4r in bev\u00f6lkerungsreichen Regionen und Kantonen, welche eine niedrige Durchimpfungsrate aufweisen, Anstrengungen unternommen werden.</p><p>Gr\u00fcnde f\u00fcr kantonale Unterschiede bei Durchimpfungsraten generell wurden bereits untersucht, es sind einerseits soziokulturelle Faktoren und andererseits Implementierungsaspekte der jeweiligen kantonalen Impfprogramme. So leistet die systematische Bereitstellung von Informationen und das Angebot der Impfungen in Schulen einen wichtigen Beitrag, um hohe Impfraten zu erzielen.</p><p>Um die Gr\u00fcnde f\u00fcr die stagnierende Durchimpfungsrate bei HPV besser zu kennen, ist eine Situationsanalyse geplant, welche jedoch wegen der Pandemie auf 2022 verschoben werden musste. M\u00f6gliche Problematiken in der Umsetzung der kantonalen Programme sollen in dieser Situationsanalyse ebenfalls genauer untersucht werden.</p><p>In der Antwort auf 20.4499 Ip Lohr bekr\u00e4ftigt der Bundesrat zudem die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die verschiedenen Bem\u00fchungen, um die HPV-Impfrate zu erh\u00f6hen. Dazu geh\u00f6rt unter anderem auch die im letzten Jahr vom Schweizerischen Konsumentenforum (<a href=\"http://www.konsum.ch\">www.konsum.ch</a>) initiierte und breit abgest\u00fctzte HPV-Allianz, die mit verschiedenen Massnahmen auf die Problematik aufmerksam macht und weiterhin machen wird.</p><p>Aus diesen Gr\u00fcnden sieht der Bundesrat zum aktuellen Zeitpunkt keine Veranlassung, eine nationale HPV-Impfkampagne durchzuf\u00fchren.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1621987200000)\/","SubmittedBy":"Prezioso Batou Stefania","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1679011200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1716291235703)\/","SubmissionDate":"\/Date(1616112000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5108,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Gesundheit"}}