{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213521,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213521,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3521","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Nachhaltig und innovativ die Auswirkungen der Tigerm\u00fccken bek\u00e4mpfen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Mit dem Klimawandel steigt die Gefahr der Einf\u00fchrung neuer Krankheitserreger und deren Vektoren massiv an. Seit 2018 ist bekannt, dass sich die Tigerm\u00fccke u.a. in Basel und im Tessin erfolgreich ansiedeln konnte. Diese \u00e4usserst aggressive M\u00fcckenart ist als Vektor verschiedener Tropenkrankheiten bekannt. Dies kann schwerwiegende Folgen f\u00fcr die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung haben. Die Interpellantin bittet den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wie sieht die Lage der Verbreitung der Tigerm\u00fccke aktuell in der Schweiz aus? Wie gut funktioniert das Monitoring?</p><p>2. Die seit l\u00e4ngerem bestehende Population im Tessin breitet sich trotz Bek\u00e4mpfungsmassnahmen immer weiter aus, mittlerweile ist die dortige Population so gross, dass es dort zu einem lokalen Ausbruch von durch sie \u00fcbertragene Tropenkrankheiten kommen. Die gew\u00e4hlten Bek\u00e4mpfungsmassnahmen scheinen nicht zielf\u00fchrend zu sein. Welche konkreten Massnahmen werden vom Bund zur effektiven Bek\u00e4mpfung der Tigerm\u00fccke unternommen?</p><p>3. Wie sieht die Zusammenarbeit mit den Kantonen und dem nahen Ausland aus um die Gefahr der Tigerm\u00fccken strategisch sinnvoll bek\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen?</p><p>4. Einer Forschungsgruppe der chinesischen Sun-Yatsen-Universit\u00e4t Guangzhou ist es nun mit einem neuen Ansatz gelungen, die Fortpflanzung der Tigerm\u00fccke in einer lokalen Hochburg des chikungunya-Fiebers nahezu vollst\u00e4ndig zum Erliegen zu bringen. Sie z\u00fcchten dazu Millionen m\u00e4nnlicher Tigerm\u00fccken, welche mit drei St\u00e4mmen des Wolbachia-Bakteriums infiziert waren. Begatten m\u00e4nnliche Tigerm\u00fccken, welche mit einem Stamm dieses Bakteriums infiziert sind, weibliche Tigerm\u00fccken, welche nicht mit dem entsprechenden Stamm infiziert sind, sind die daraus entstehenden Embryonen nicht \u00fcberlebensf\u00e4hig.</p><p>W\u00e4re es aus Sicht des Bundesrates sinnvoll, in Zusammenarbeit mit einer Forschungsanstalt (beispielsweise dem Tropeninstitut/public health institute) ein Pilotprojekt analog zur Vorgehensweise der erw\u00e4hnten Forschungsgruppe zu initiieren, um die vollst\u00e4ndige Eliminierung der Tigerm\u00fccke zu erreichen?</p><p>Falls nein, weshalb nicht?</p><p>Falls ja, welche n\u00e4chsten Schritte sind geplant?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1) Seit dem ersten Nachweis 2003 hat sich die Tigerm\u00fccke im Kanton Tessin stark ausgebreitet, so dass heute alle gr\u00f6sseren Siedlungsgebiete betroffen sind. Etablierte Populationen gibt es ausserdem lokal in den S\u00fcdt\u00e4lern Graub\u00fcndens und in der Stadt Basel. Weitere einzelne Populationen befinden sich in den Kantonen Genf, Wallis, Luzern, Solothurn und Bern.</p><p>Gest\u00fctzt auf Art. 51 der Verordnung \u00fcber den Umgang mit Organismen in der Umwelt (Freisetzungsverordnung, FrSV, SR 814.911) finanziert der Bund seit 2013 ein schweizweites Monitoring der Tigerm\u00fccke. Dabei werden in ihrer Rolle als \"Fr\u00fchwarnsysteme\" Rastst\u00e4tten der Autobahnen \u00fcberwacht. Zus\u00e4tzlich fliessen auch Ergebnisse kantonaler \u00dcberwachungsprogramme und Meldungen aus der Bev\u00f6lkerung in das Monitoring ein. Seit 2017 finanziert der Bund zudem das \"Schweizerische M\u00fcckennetzwerk\" (www.muecken-schweiz.ch), welches auch der \u00dcberwachung der Tigerm\u00fccke dient.</p><p>2) Der Bundesrat h\u00e4lt das Vorgehen des Kantons Tessin f\u00fcr wirksam, effizient, nachhaltig und der Lage angemessen: Die Tigerm\u00fccke kommt heute im Tessin rund dreimal weniger h\u00e4ufig vor als in den direkt angrenzenden italienischen Siedlungsgebieten. Der Bundesrat empfiehlt betroffenen Kantonen, sich am erprobten Vorgehen des Kantons Tessin zu orientieren. Zudem hat der Bund 2011 eine Strategie und 2017 eine Orientierungshilfe, welche auf das Vorgehen des Kantons Tessin verweist, zur Bek\u00e4mpfung der Tigerm\u00fccke publiziert. F\u00fcr die eigentliche Bek\u00e4mpfung sind nach Art. 52 FrSV die Kantone zust\u00e4ndig.</p><p>3) Im Raum Basel fand eine internationale und \u00fcberregionale Zusammenarbeit im Rahmen des EU-Interreg-Projekts \"Tiger\" statt. Das Projekt hatte zum Ziel, im Dreil\u00e4ndereck ein ExpertInnennetzwerk zur \u00dcberwachung und Bek\u00e4mpfung der Tigerm\u00fccke aufzubauen. Es wurde Ende 2020 abgeschlossen und hat zu einer besseren grenz\u00fcberschreitenden Vernetzung gef\u00fchrt. In der Genferseeregion ist f\u00fcr ein \u00e4hnliches Projekt namens \"Signale\" vor kurzem der Startschuss gefallen. Bei beiden Projekten waren bzw. sind jeweils mehrere Kantone involviert.</p><p>4) Ein Versuch in der erw\u00e4hnten Art ist in der Schweiz nach FrSV bewilligungspflichtig. W\u00e4hrend der Bund Bewilligungsbeh\u00f6rde ist, f\u00e4llt die Initiierung solcher Versuche in den Zust\u00e4ndigkeitsbereich der Kantone oder von Forschungseinrichtungen. Zu bedenken ist bei diesem Ansatz, dass dabei nicht nur ein exotisches und invasives Insekt, sondern gleichzeitig auch ein (m\u00f6glicherweise) exotisches und f\u00fcr M\u00fccken krankheitserregendes Bakterium in der Umwelt freigesetzt werden muss. Die potentiellen Auswirkungen einer solchen Freisetzung auf die biologische Vielfalt, insbesondere auf andere M\u00fccken- oder Insektenarten, w\u00e4ren dabei genau zu pr\u00fcfen. </p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1628640000000)\/","SubmittedBy":"Wyss Sarah","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1633046400000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690502786380)\/","SubmissionDate":"\/Date(1620086400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5109,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Umwelt|Gesundheit"}}