{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213539,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213539,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3539","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Der Schweizer Zoo im Graben zwischen Freizeit, Forschung und Museum","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Viele Unternehmen machen in der Corona-Krise grosse Verluste. Oft k\u00f6nnen sie aber bei Schliessungen an anderen Stellen etwas einsparen, bspw. beim Personal, das in Kurzarbeit geht. Bei Zoos ist das anders: Auch wenn keine Besucher kommen, m\u00fcssen die Tiere gef\u00fcttert und versorgt werden. Es braucht dasselbe Personal wie im Normalbetrieb vor der Pandemie. Der L\u00f6we geht ja nicht ins Homeoffice. </p><p>Die schweizer Zoos halten etwa 900 verschiedene Tierarten. 72 davon teilweise hochgradig bedrohte werden in int. koordinierten Zuchtprogrammen gehalten u. gez\u00fcchtet. Zudem werden etwa 600 tropische Pflanzenarten gehalten u. gez\u00fcchtet, auch in Koordination mit den botanischen G\u00e4rten der Universit\u00e4ten. J\u00e4hrlich finden in den Zoos \u00fcber 5000 F\u00fchrungen mit \u00fcber 100 000 Teilnehmenden sowie \u00fcber 800 Workshops f\u00fcr Schulklassen statt. Die Zoos unterst\u00fctzen Forschungsprojekte unserer Hochschulen, insbesondere f\u00fcr die Verhaltensforschung sowie f\u00fcr die Veterin\u00e4rmedizin der beiden Schweizer Tierspit\u00e4ler der Universit\u00e4ten von Bern u. Z\u00fcrich. Zudem beteiligen sie sich mit finanziellen Mitteln und mit Know-how in Naturschutzprojekten in \u00fcber 20 Staaten. </p><p>Corona hat nun aber aufgezeigt, dass keine Bundesstelle explizit f\u00fcr die Belange der Zoos zust\u00e4ndig scheint. Bei den Massnahmen werden die Museen und Bibliotheken anders behandelt als die Gruppe Zoos, Freizeitanlagen und Sport. Im Gegensatz zu den Museen, deren Interessen durch das Bundesamt f\u00fcr Kultur (BAK) vertreten werden, stehen zoologische und botanische Einrichtungen ohne Verankerung in Bundesbern da.</p><p>1. Zu welcher Kategorie von Einrichtung werden wissenschaftlich gef\u00fchrte zoologische und botanische Institutionen gez\u00e4hlt? Welche Stelle/Amt ist zust\u00e4ndig? Fehlen dazu gesetzliche Grundlagen? (vgl. Museen)</p><p>2. Weshalb schliesst das Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) die Datenaufnahme \u00fcber zoologische und botanische Einrichtungen aus?</p><p>3. Wie wird die Unterscheidung zwischen einer wissenschaftlich gef\u00fchrten zoologischen Institution mit pr\u00e4parierten Tieren (Naturhistorisches Museum) und einer ebenso wissenschaftlich gef\u00fchrten zoologischen Institution mit lebenden Tieren (Zoologischer Garten) oder lebenden Pflanzen (Botanischer Garten) bez\u00fcglich der Akzeptanz als kulturelle Institution begr\u00fcndet?</p><p>4. Wie k\u00f6nnen k\u00fcnftig zoologische und botanische G\u00e4rten als wissenschaftliche und kulturelle Institution besser gef\u00f6rdert werden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Im Unterschied zur F\u00f6rderung der Kategorie der Museen, f\u00fcr welche mit dem Kulturf\u00f6rderungsgesetz (KFG, SR 442.1) eine gesetzliche Grundlage mit klarer Zuordnung der Zust\u00e4ndigkeiten besteht (zust\u00e4ndiges Amt: Bundesamt f\u00fcr Kultur), gibt es f\u00fcr zoologische und botanische G\u00e4rten keine vergleichbaren gesetzlichen Grundlagen auf Ebene des Bundes. Zoologische G\u00e4rten werden in der Bundesgesetzgebung im Zusammenhang mit der Bewilligungspflicht f\u00fcr gewerbsm\u00e4ssige Wildtierhaltung explizit erw\u00e4hnt (Art. 90 Tierschutzverordnung, SR 455.1, TSchV). Zust\u00e4ndig f\u00fcr den Vollzug der Tierschutzgesetzgebung sind die kantonalen Veterin\u00e4rbeh\u00f6rden.</p><p>Der Bund unterst\u00fctzt einerseits die kantonalen Hochschulen, und damit auch ihre eigenen der Lehre und Forschung zugeordneten zoologischen Institute und botanischen G\u00e4rten, auf der Basis des Bundesgesetzes \u00fcber die F\u00f6rderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich (HFKG, SR 414.20). Andererseits unterst\u00fctzt er die wissenschaftliche Forschung und Innovation basierend auf dem Bundesgesetz \u00fcber die F\u00f6rderung der Forschung und der Innovation (FIFG, SR 420.1). Daf\u00fcr ist das Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) zust\u00e4ndig.</p><p>2. + 3. Beruhend auf dem KFG definiert der Bund Museen als Institutionen, die sich der Erforschung, Vermittlung, Erhaltung und Bewahrung des kulturellen Erbes widmen. Sie verf\u00fcgen damit in der Regel \u00fcber \"Sammlungen von Kulturg\u00fctern\" die besichtigt werden k\u00f6nnen. In diesem Sinne k\u00f6nnen botanische und zoologische Sammlungen mit pr\u00e4parierten Exponaten als Museen gelten (z.B. naturhistorische Museen). Zoologische und botanische Institutionen mit lebendigen Tieren und Pflanzen (z.B. Wildparks, zoologische und botanische G\u00e4rten etc.) st\u00fctzen ihre Hauptt\u00e4tigkeit nicht auf \"Sammlungen von Kulturg\u00fctern\" und sind somit auch keine Museen. Folglich erscheinen die zoologischen und botanischen Institutionen auch nicht in der Museumsstatistik des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BFS). Dabei orientiert sich das BFS auch an den Statuten des internationalen Museumsrats (ICOM): Diese machen einen Unterschied zwischen Museen im eigentlichen Sinne und \"anderen Institutionen\", welche museums\u00e4hnlich - aber keine Museen - sind. In diesem Sinne integriert das BFS auch andere Institutionen, die Museumscharakter haben aber nicht Museen sind, nicht in die Museumsstatistik (z.B. Ausstellungsorte ohne Sammlungen, Sammlungen ohne Ausstellungsraum, Archive sowie Bibliotheken, die einen Teil ihres Bestandes in ihren R\u00e4umen ausstellen).</p><p>4. Die vom Bund gem\u00e4ss FIFG unterst\u00fctzten Forschungsf\u00f6rderungsinstitutionen (z.B. Schweizerischer Nationalfonds) und die Innosuisse k\u00f6nnen \u00fcber ein kompetitives Verfahren ausgew\u00e4hlte Forschungs- und Innovationsprojekte an Hochschulforschungsst\u00e4tten und an nichtkommerziellen Forschungsst\u00e4tten ausserhalb des Hochschulbereichs unterst\u00fctzen. In diesem Rahmen besteht f\u00fcr die gef\u00f6rderten Forschungsst\u00e4tten auch die M\u00f6glichkeit der Zusammenarbeit mit zoologischen und botanischen Institutionen.</p><p>Eine Unterst\u00fctzung von zoologischen und botanischen Institutionen \u00fcber das KFG ist hingegen nicht vorgesehen, da die darin in Artikel\u00a010 aufgef\u00fchrten F\u00f6rdergef\u00e4sse nur Museen mit Sammlungen von materiellen oder immateriellen Kulturg\u00fctern offenstehen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1629244800000)\/","SubmittedBy":"Christ Katja","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1633046400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"44|52|2831|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690504804870)\/","SubmissionDate":"\/Date(1620172800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5109,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Umwelt|Kultur|Gesundheit"}}