{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213552,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213552,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3552","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Holzasche. D\u00fcnger oder Abfall?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Holz ist eine erneuerbare Energiequelle und eines der Instrumente im Kampf gegen die Klimaerw\u00e4rmung. Aus diesem Grund ist es wichtig, \u00f6kologisch und wirtschaftlich sinnvolle L\u00f6sungen f\u00fcr seine Verwendung zu finden. In den Nachbarl\u00e4ndern der Schweiz gilt Rostasche aus Holzschnitzelfeuerungen als D\u00fcnger. Die Schweiz verzichtet auf eine solche Anwendung. Es stellt sich die Frage, wie sie ausgebracht werden kann, ohne dass die landwirtschaftlichen B\u00f6den belastet werden.</p><p>Um in diesen \u00dcberlegungen voranzukommen, bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><p>1. Inwiefern kann die Deponierung von Rostasche das Risiko verringern, dass es zu Umweltverschmutzung und Umweltsch\u00e4den kommt?</p><p>2. Seit mehreren Jahren untersucht Agroscope in Changins die Auswirkungen des Ausbringens von Rostasche in den Boden; zu welchen Erkenntnissen ist man gelangt?</p><p>3. Die Abfallverordnung schreibt die Verwertung verschiedener Aschen, die reich an Phosphor sind, als D\u00fcnger vor; welche L\u00f6sungen sind bisher gefunden worden, um dieses Ziel zu erreichen?</p><p>4. Wurde das Ausbringen verschiedener Holzaschen, die mit Jauche oder Mist vermischt werden, gepr\u00fcft? Falls ja: Welche Chrom(VI)-R\u00fcckst\u00e4nde wurden festgestellt, und wie ist die \u00d6kobilanz?</p><p>5. W\u00fcrde eine zeitlich befristete/begrenzte Lagerung der Asche unter dem Boden es erlauben, den Chrom(VI)-Anteil zu verringern oder zu ver\u00e4ndern? Falls ja: Welche Dauer der Zwischenlagerung w\u00e4re optimal?</p><p>6. Welche Aschenmenge k\u00f6nnte pro Hektar voraussichtlich ausgebracht werden, in welcher Form oder in welchem Mischverh\u00e4ltnis und nach welcher Lagerungsdauer?</p><p>7. 2019 hat der Bundesrat die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung ge\u00e4ndert und dabei insbesondere den zul\u00e4ssigen Schwermetallgehalt in mineralischen Recyclingd\u00fcngern neu festgelegt. Hat diese \u00c4nderung einen Einfluss auf die Verwendung von Holzasche in der Landwirtschaft?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1) In Holzaschen findet sich das stark wasserl\u00f6sliche Chrom(VI), das krebserzeugend, erbgutsch\u00e4digend, hautsensibilisierend und wassergef\u00e4hrdend ist. Holzasche ist gem\u00e4ss Artikel\u00a07 Absatz\u00a06 des Umweltschutzgesetzes (USG, SR 814.01) ein Abfall und untersteht den abfallrechtlichen Regelungen zur Entsorgung. Vor diesem Hintergrund kam der Bundesrat in seinem Bericht vom 15. Februar 2017 zur Beantwortung des Postulats 13.4201 von Siebenthal zum Schluss, von einer Holzascheausbringung namentlich in W\u00e4ldern abzusehen und weiterhin die Holzaschen auf Deponien abzulagern.</p><p>Werden die Holzaschen zusammen mit Schlacken aus der Kehrichtverbrennung auf Deponien vermischt abgelagert, so wird dabei das Chrom(VI) zu weit weniger sch\u00e4dlichem Chrom(III) reduziert, das kaum wasserl\u00f6slich und damit immobil ist. Durch den Deponiebetrieb werden zudem der sichere Umgang mit der chrombelasteten Asche (Verhinderung der Staubentwicklung) sowie die Kontrolle und der R\u00fcckhalt von allenfalls entstehendem belastetem Abwasser sichergestellt.</p><p>2) Die Publikationen von Agroscope aus den Jahren 2014 bis 2017 zeigen, dass die Holzaschen zwar eine D\u00fcngerwirkung aufweisen, dass aber der Gehalt an Schwermetallen den Einsatz limitiert bzw. verunm\u00f6glicht. Das Chrom(VI) wurde in diesen Studien nur am Rande untersucht.</p><p>3) Die Phosphorr\u00fcckgewinnungspflicht gem\u00e4ss Art. 15 Abfallverordnung (VVEA, SR 614.600) betrifft Kl\u00e4rschlamm bzw. Kl\u00e4rschlammasche sowie Tier- und Knochenmehl. Die R\u00fcckgewinnung erfolgt in der Regel entweder aus der Kl\u00e4rschlammasche oder direkt aus den Schl\u00e4mmen. Das Endprodukt (z.B. D\u00fcnger) muss die entsprechenden Schadstoff-Grenzwerte des Anhangs 2.6 der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV, SR 814.81) einhalten. Dies bedeutet, dass die Verfahren zur R\u00fcckgewinnung des Phosphors auch Schadstoffe (insbesondere Schwermetalle) entfernen m\u00fcssen. Nur so kann ein marktf\u00e4higer Phosphord\u00fcnger resultieren. Diese Verfahren befinden sich gegenw\u00e4rtig in der Entwicklungsphase.</p><p>4) Das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft (BLW) hat bisher keine Versuche zur Ausbringung von Asche, die mit Hofd\u00fcnger vermischt wurde, durchgef\u00fchrt.</p><p>5) Inwieweit bei der Lagerung von Holzasche eine Umwandlung von Chrom(VI) zu Chrom(III) erfolgt, h\u00e4ngt von der Zusammensetzung der Asche und den Umgebungsbedingungen ab. Dem Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU) liegen keine Daten zum zeitlichen Verlauf vor. Im Vordergrund von Untersuchungen zu Entsorgungsoptionen steht nicht die Zwischenlagerung, sondern die Verwendung von Holzaschen als Rohstoffersatz bei der Herstellung von Baustoffen sowie die umweltvertr\u00e4gliche Deponierung.</p><p>6) Da jede Holzasche einen anderen Schwermetallgehalt aufweist, kann keine absolute Menge angegeben werden. Damit Holzaschen als D\u00fcngemittel oder Bodenverbesserer ausgebracht werden k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie durch das BLW zugelassen werden. Um eine Bewilligung f\u00fcr das Inverkehrbringen (Zulassung) zu erhalten, muss ein D\u00fcngemittel auf Holzaschebasis die in Anhang 2.6 der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV, SR 814.81) festgelegten Qualit\u00e4tsanforderungen erf\u00fcllen. Zudem darf es keine Umweltrisiken aufweisen. Umweltvertr\u00e4glichkeit und potenzielle Risiken weiterer Schadstoffe in den Aschen wie Chrom(VI) sind ebenfalls zu ber\u00fccksichtigen. Holzasche erf\u00fcllt diese Bedingungen heute in der Regel nicht.</p><p>7) Holzasche ist per Definition kein mineralischer Recyclingd\u00fcnger (sondern ein Recyclingd\u00fcnger). Deshalb hat die \u00c4nderung der ChemRRV von 2019 keinen Einfluss auf ihre Verwendung.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1628640000000)\/","SubmittedBy":"Fivaz Fabien","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1633046400000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690503344200)\/","SubmissionDate":"\/Date(1620172800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5109,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Umwelt|Landwirtschaft"}}