{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213553,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213553,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3553","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Sind gegen Herbizide resistente Pflanzensorten vereinbar mit dem Ziel, die mit Pestiziden verbundenen Risiken zu reduzieren?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Betar\u00fcbensorte Smart Belamia, die k\u00fcrzlich in den Sortenkatalog aufgenommen worden ist und in der Schweiz angebaut wird, ist gegen das Herbizid Conviso One resistent. Der Anbau dieser Sorte ist problematisch: Der Herbizid-Einsatz erh\u00f6ht sukzessive die Resistenz von Unkraut, weshalb die Landwirte und Landwirtinnen die Herbizide in immer gr\u00f6sseren Mengen einsetzen m\u00fcssen. Es ist ein Teufelskreis. Artikel\u00a08 der Vermehrungsmaterial-Verordnung h\u00e4lt fest, dass das BLW eine Sorte aus dem Katalog streichen kann, wenn sie unannehmbare Nebenwirkungen auf Mensch, Tier oder Umwelt hat. Zahlreiche Studien heben die Giftigkeit von Pestiziden und namentlich jene der Wirkstoffe von Conviso One (Foramsulfuron, Thiencarbazon) hervor. Im Wissen darum und mit Blick auf die von den Beh\u00f6rden bekundete Absicht, die mit dem Pestizid-Einsatz verbundenen Risiken zu senken, stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Welches ist die Haltung des Bundesrates zu den Pflanzensorten, die gegen Herbizide resistent sind, insbesondere im Zusammenhang mit dem Aktionsplan Pflanzenschutzmittel und der AP22+?</p><p>2. Erkennt der Bundesrat das Problem, dass in der Landwirtschaft Unkr\u00e4uter immer resistenter gegen Herbizide werden?</p><p>3. Steht nach Ansicht des Bundesrates die Verwendung von Pflanzensorten, die gegen Herbizide resistent sind, im Einklang mit Artikel\u00a0104a BV, der \"die Sicherung der Grundlagen f\u00fcr die landwirtschaftliche Produktion\" als Ziel festschreibt?</p><p>4. Wie rechtfertigt der Bundesrat unter diesen Umst\u00e4nden die Zulassung der Sorte Smart Belamia, die gegen das Herbizid Conviso One resistent ist?</p><p>5. Wie gross ist die Ackerfl\u00e4che, auf der diese Sorte in der Schweiz angebaut wird?</p><p>6. Welche Menge von Conviso One wird in der Schweiz eingesetzt, einerseits vor und andererseits seit der Einf\u00fchrung der Sorte Smart Belamia? Steigt die Menge seit deren Einf\u00fchrung?</p><p>7. Hat der Bundesrat abgekl\u00e4rt, wie sich die Verwendung von herbizidresistenten Pflanzensorten auf die Biodiversit\u00e4t auswirkt?</p><p>8. Es wird gesagt, die Sorte Smart Belamia sei vom Unternehmen KWS auf konventionelle Art entwickelt worden. Hat der Bundesrat die notwendigen Angaben erhalten, um best\u00e4tigen zu k\u00f6nnen, dass diese Betar\u00fcbensorte nicht durch Gentechnik oder Genom-Editierung geschaffen worden ist?</p><p>9. Gibt es andere Pflanzensorten oder andere Kulturen, f\u00fcr die in der Schweiz eine derartige Technologie f\u00fcr die Resistenz gegen ein Herbizid vorgesehen ist?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1 und 3. Der Aktionsplan Pflanzenschutzmittel und die Ausf\u00fchrungsgesetzgebung der parlamentarischen Initiative 19.475 bezwecken, die mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verbundenen Risiken zu verringern, insbesondere durch die F\u00f6rderung von Produktionsmethoden, die ganz oder teilweise auf den Einsatz von Herbiziden verzichten. Diese Methoden sind jedoch teilweise noch nicht ausgereift oder noch nicht in allen Situationen anwendbar (die mechanische Unkrautbek\u00e4mpfung f\u00fchrt zu zus\u00e4tzlichen Problemen, was die Energieeffizienz und die Bodenverdichtung betrifft). Die Zuckerr\u00fcbe ist eine Pflanze, die in den ersten Wochen des Wachstums empfindlich auf Unkrautkonkurrenz reagiert. Die Unkrautbek\u00e4mpfung ohne Herbizide stellt bei dieser Kultur eine zentrale Herausforderung dar, denn das erwartete Produktionsniveau ist schwierig zu erreichen, wie der kleine Anteil des Bioanbaus sowie die geringe Beteiligung an Herbizidverzichtprogrammen zeigen. Die Pflanzen der Sorte Smart Belamia sind gegen\u00fcber spezifischen Herbiziden tolerant (die spezifisch f\u00fcr diese Kultur zugelassen sind) und gem\u00e4ss dem Z\u00fcchter reduziert ihr Anbau die Zahl der Behandlungen im Vergleich zu einer konventionellen R\u00fcbenkultur um die H\u00e4lfte. Der Bundesrat unterst\u00fctzt die Suche nach L\u00f6sungen, um die Ziele des Aktionsplans Pflanzenschutzmittel und die Artikel\u00a0104a und b der Bundesverfassung umzusetzen.</p><p>2. Unkraut kann eine nat\u00fcrliche Resistenz gegen\u00fcber bestimmten Herbiziden aufweisen oder entwickeln. Dieses Ph\u00e4nomen ist bekannt und wird auf nationaler Ebene im Rahmen eines \u00dcberwachungsprogramms von Agroscope verfolgt; Karten \u00fcber die Verbreitung von resistenten Unkr\u00e4utern werden jeweils auf der Webseite von Agroscope ver\u00f6ffentlicht. Als L\u00f6sung bietet es sich an, auf ein und derselben Parzelle Herbizide mit verschiedenen Wirkungsweisen alternierend einzusetzen. Dank einer diversifizierten Fruchtfolge, die es erlaubt, die Herbizide in den verschiedenen Kulturen abzuwechseln, ist das Resistenzniveau in der Schweiz gem\u00e4ss Agroscope derzeit gering. Im Falle der Sulfonylharnstoffe ist die Problematik eine besondere, weil Herbizide dieser Gruppe in den meisten Ackerkulturen zugelassen sind, was die Exposition des Unkrauts gegen\u00fcber den Wirkstoffen erh\u00f6ht. Der k\u00fcrzlich erfolgte Widerruf bestimmter Wirkstoffe (z. B. Isoproturon) begrenzt die Zahl der f\u00fcr eine alternierende Verwendung zur Verf\u00fcgung stehenden Wirkungsweisen zus\u00e4tzlich. Es ist daher wichtig, die Entwicklung der Unkrautresistenz im Auge zu behalten. Es ist eine \u00dcberwachung vorgesehen, und die Daten werden der \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung gestellt werden.</p><p>4. Die Zuckerr\u00fcbensorten m\u00fcssen, damit sie in den nationalen Sortenkatalog aufgenommen werden, zwei \u00dcberpr\u00fcfungen durchlaufen. Erstens die Pr\u00fcfung, ob die Sorte unterscheidbar zu allen bekannten Sorten sowie homogen und best\u00e4ndig ist.</p><p>Zweitens die Pr\u00fcfung der Anbau- und Verwendungseignung; hier wird gepr\u00fcft, ob die Sorte in ihrer Gesamtheit im Vergleich zu den aktuellen Sorten einen Mehrwert erbringt. Gem\u00e4ss dieser \u00dcberpr\u00fcfung entspricht Smart Belamia den Anforderungen, die eine Sorte erf\u00fcllen muss, um f\u00fcr die landwirtschaftliche Produktion zugelassen zu werden. Abgesehen von ihrer Herbizidtoleranz weist sie eine hohe Resistenz gegen\u00fcber Cercospora auf, einer h\u00e4ufigen Blattkrankheit der Zuckerr\u00fcben. Dank dieser Resistenz kann der Einsatz von synthetischen kupferhaltigen Fungiziden reduziert werden.</p><p>5 und 6. Die Sorte Smart Belamia wurde 2019 in der Schweiz eingef\u00fchrt. Gem\u00e4ss der Schweizerischen Fachstelle f\u00fcr Zuckerr\u00fcbenanbau (SFZ) wird diese Sorte im Jahr 2021 auf 27 Prozent der Zuckerr\u00fcbenanbaufl\u00e4che angebaut, was 4400 Hektaren entspricht. Conviso One ist nur in toleranten Zuckerr\u00fcbenkulturen zugelassen. Deshalb wurde es vor 2019 noch nicht verwendet.</p><p>7. Das Risiko f\u00fcr Gew\u00e4sser und Biotope wird w\u00e4hrend des Zulassungsverfahrens f\u00fcr Pflanzenschutzmittel beurteilt. Falls n\u00f6tig werden in den Anwendungsbedingungen technische Anwendungsvorschriften vorgeschrieben, um dieses Risiko auf ein annehmbares Niveau zu senken. Im Falle von Conviso One sind in der Bewilligung Massnahmen zur Minimierung der Risiken von Abdrift und Abschwemmung vorgeschrieben.</p><p>8. Im Rahmen des Gesuchs um Aufnahme in den nationalen Sortenkatalog wurden entsprechende Informationen vorgelegt, die best\u00e4tigen, dass es sich nicht um eine genetisch ver\u00e4nderte Sorte handelt. Bei der Sorte Smart Belamia wurde eine nat\u00fcrliche Mutation eines Gens f\u00fcr die Toleranz gegen\u00fcber Sulfonylharnstoff-Herbiziden auf der Grundlage von Zellkulturen identifiziert, selektiert und in die zur Z\u00fcchtung dieser Sorte verwendeten Linien r\u00fcckgekreuzt.</p><p>9. Alle Zuckerr\u00fcbensorten, die im EU-Katalog aufgef\u00fchrt sind, darunter rund 35 Sorten mit dieser Herbizidtoleranz, sind auf der Grundlage des bilateralen Abkommens mit der EU auch in der Schweiz f\u00fcr den Anbau zugelassen. F\u00fcr einzelne von der SFZ ausgew\u00e4hlte Sorten sind Zulassungsgesuche f\u00fcr den Schweizer Markt eingereicht worden. Es liegen keine Zulassungsgesuche f\u00fcr herbizidtolerante Sorten anderer Kulturen vor. Im Grunde ber\u00fccksichtigt der europ\u00e4ische Sortenkatalog die Herbizidtoleranz nicht und enth\u00e4lt auch keine Angaben dazu. Allerdings sind einzelne herbizidtolerante Raps-, Weizen-, Reis- und Sonnenblumensorten bekannt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1630454400000)\/","SubmittedBy":"Fivaz Fabien","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1686873600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1712764728583)\/","SubmissionDate":"\/Date(1620172800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5109,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}