{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213576,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213576,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3576","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Pandemiebew\u00e4ltigung zum Schutz des Menschen mittels Impfen, Testen, Low Covid und Innenraumanpassung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Diesen Sommer m\u00fcssen wir unsere Chancen nutzen, um das Virus besser einzud\u00e4mmen und uns auf die Herbst/Wintersaison 2022 vorzubereiten. </p><p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wie gedenkt der Bundesrat, etwa 1,5- 2,0 Millionen Menschen (Kinder, Jugendliche &lt;16 Jahre, Schwangere u.v.a.), die sich nicht impfen lassen k\u00f6nnen, auch wenn sie wollten, mit dem Drei-Phasen-Modell zu sch\u00fctzen?</p><p>2. Warum strebt der Bundesrat keine 7-Tage-Inzidenz mit sehr tiefen Fallzahlen an, um die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung f\u00fcr diese Menschen massiv zu senken?</p><p>3. Ist dem Bundesrat bekannt, dass es aus dem internationalen Umfeld wissenschaftliche Hinweise f\u00fcr 10-30 Prozent Long-Covid bei Kindern und Erwachsenen gibt, auch Asymptomatische sowie Menschen mit milden Symptomen betrifft und will er nicht das Vorsorgeprinzip f\u00fcr diese Menschen anwenden?</p><p>4. Gedenkt der Bundesrat, Schulen, die in der Herbst/Wintersaison 2022 (Corona und Influenza) stark belastet sein werden, mittels pr\u00e4ventivem und repetitivem Pool-Testing (Saliva/PCR) plus guter Logistik (hoher Geschwindigkeit), der Verbesserung der Innenraumluft (Sensoren, Luftreiniger, Frischluft und Richtwerten wie 800ppm CO2, 40-60\u00a0Prozent RH) und Basisschutzmassnahmen (Abstand, Hygiene, ev. auch Masken) besser zu sch\u00fctzen?</p><p>5. Ist dem Bundesrat bekannt, dass der Kanton Waadt nur Privatschulen testet und wie will er die Kantone dazu bringen, alle Schulen mit den im Punkt 4. genannten Massnahmen und Mitteln zu sch\u00fctzen? </p><p>6. Seit wann, wer und wie wurden in der Schweiz Daten zu Post-Covid (Erwachsene und Kinder) und PIMS erhoben und wie lauten sie im Detail?</p><p>7. Wieso orientiert sich der Bundesrat insbesondere an der Auslastung der Krankenh\u00e4user (Hospitalisierung) und nicht auf eine erfolgreichere Eind\u00e4mmung von SARS-CoV-2 (Low Covid)?</p><p>8. Betreiben/finanzieren Bund/Kantone ein Sequenzierungsprogramm im Hinblick auf neue Varianten (VOI und VOC) und wie lautet es im Detail?</p><p>9. Wie lautet die Testkapazit\u00e4t in der Schweiz bzw. wie viele Labore (inkl. Universit\u00e4ten) k\u00f6nnten in der Schweiz PCR-Tests durchf\u00fchren und wie viele davon testen effektiv auf SARS-CoV-2?</p><p>10. Ist dem Bundesrat bekannt, dass ein Teil der Sch\u00fclerschaft im Fernunterricht offenbar bessere Leistungen erbringt, sich wohler f\u00fchlt und man das f\u00fcr Halbklassen (Hybridunterricht) n\u00fctzen k\u00f6nnte, um das Infektionsgeschehen positiv zu beeinflussen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Pfeiler zwei der nationalen Teststrategie beinhaltet das gezielte und repetitive Testen in Schulen und Betrieben. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren werden somit im Rahmen der kantonalen Testkonzepte einbezogen. Die Mehrheit der Kantone erm\u00f6glicht mittlerweile das repetitive Testen in den Schulen. Die Umsetzung des repetitiven Testens verbleibt in der Hoheit der Kantone. Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) steht den Kantonen bei der Identifizierung und Umsetzung wirksamer Massnahmen beratend zur Seite. Zudem sind die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna mittlerweile ab 12 Jahren zugelassen und von der Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Impffragen (EKIF) entsprechend empfohlen. Auch die Impfempfehlung f\u00fcr die Schwangeren wurde angepasst, f\u00fcr alle Schwangeren ab dem 2. Trimester besteht die M\u00f6glichkeit, sich impfen zu lassen.</p><p>2. und 7. Die Covid-19 Bew\u00e4ltigungsstrategie des Bundesrates hat zum Ziel, die Bev\u00f6lkerung in der Schweiz vor schweren Erkrankungen und Todesf\u00e4llen zu sch\u00fctzen, eine \u00dcberlastung des Gesundheitswesens zu vermeiden und gleichzeitig aber auch die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen so gering als m\u00f6glich zu halten. Dabei orientiert sich der Bundesrat an verschiedenen Parametern, wie u.a. dem Ausmass und Verlauf der Neuinfektionen, Hospitalisierungen und Todesf\u00e4llen sowie der Auslastung der Intensivstationen. Am 11. August 2021 hat der Bundesrat zudem den Wechsel in die Normalisierungsphase entsprechend seines Drei-Phasen-Modells beschlossen. Da bis zu diesem Zeitpunkt alle erwachsenen Personen in der Schweiz die M\u00f6glichkeit einer vollst\u00e4ndigen Impfung erhalten haben, sollen Massnahmen nicht mehr dem Schutz der noch ungeimpften Bev\u00f6lkerung dienen, sondern nur noch eingef\u00fchrt werden, wenn eine \u00dcberlastung des Gesundheitssystems droht. Mit diesem Wechsel wird auch ein Anstieg der Ansteckungen, Hospitalisierungen und Todesf\u00e4lle in Kauf genommen. Es bleibt das priorit\u00e4re Ziel von Bund und Kantonen, m\u00f6glichst viele Personen von den Vorteilen der Impfung zu \u00fcberzeugen und ungeimpften Personen einen einfachen Zugang zur Impfung zu gew\u00e4hrleisten.</p><p>3. und 6. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass Covid-19 langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit von Patientinnen und Patienten haben kann. In Erf\u00fcllung des Postulats 21.3014 SGK-S \"Sicherstellung einer angemessenen Behandlung und Rehabilitation f\u00fcr Menschen mit Long Covid\" wird er in einem Bericht darlegen, welche Massnahmen erforderlich sind, damit die Behandlung und Therapie von Patientinnen und Patienten mit \"Long Covid\" sowie die Finanzierung von Behandlungs- und Therapieprogrammen f\u00fcr die Betroffenen sichergestellt wird. Der Bundesrat hat ausserdem die Notwendigkeit anerkannt, die langfristigen Auswirkungen von Covid-19 auf die Patientinnen und Patienten zu erforschen. So hat er die Motion 21.3453 SGK-N \"Wissenschaftliche Begleitung von Long-Covid-F\u00e4llen\" zur Annahme empfohlen. Der Nationalrat hat die Motion in der Sommersession 2021 angenommen. Der Bund unterst\u00fctzt zu diesem Ziel bereits mehrere Studien, die die langfristigen Folgen einer Covid-Erkrankung untersuchen, z. B. eine Studie an der Universit\u00e4t Genf, welche die m\u00f6glichen Kurz- und Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen untersucht, oder die im Rahmen von Corona Immunitas (www.corona-immunitas.ch) durchgef\u00fchrten Studien \"Ciao Corona\" und die Z\u00fcrcher Coronavirus Kohortenstudie.</p><p>4. Die vom Interpellanten beschriebenen Massnahmen sind bereits etabliert und werden im Rahmen der Schutzkonzepte sowie zunehmend auch in Bezug auf kantonale Teststrategien umgesetzt. So ist die Fortf\u00fchrung der repetitiven Testung in Schulen im Rahmen der kantonalen Testkonzepte empfohlen. Abh\u00e4ngig vom epidemiologischen Geschehen sind Basismassnahmen auch in der Normalisierungsphase wichtig.</p><p>Regelm\u00e4ssiges L\u00fcften ist bereits seit letztem Sommer eine Vorgabe des BAG f\u00fcr Schutzkonzepte z. B. in Schulen. Einfache Luftqualit\u00e4tsmessungen, z. B. mittels Sensoren k\u00f6nnen gerade im Kontext von Raumluftqualit\u00e4t und L\u00fcftung ein sinnvolles Hilfsmittel sein. Die CO2-Konzentration ist jedoch kein genereller Indikator f\u00fcr das \u00dcbertragungsrisiko in einem Raum. Denn dabei spielen weitere Faktoren wie etwa Aktivit\u00e4ten mit potentiell hoher Virusausscheidung - wie h\u00e4ufiges lautes Sprechen, Singen, grosse k\u00f6rperliche Anstrengung, sowie Distanzen zwischen Personen - eine entscheidende Rolle.</p><p>5. Die Umsetzung der Nationalen Teststrategie f\u00e4llt in die Zust\u00e4ndigkeit der Kantone. Der Kanton Waadt \u00fcberl\u00e4sst in seiner aktuellen Strategie den Entscheid den Schulen, ob Sie repetitives Testen durchf\u00fchren m\u00f6chten oder nicht, \u00fcbernimmt aber die anfallenden Kosten. Die Privatschulen des Kanton Waadt haben die gepoolte repetitive Testung eigenst\u00e4ndig ein- und durchgef\u00fchrt. Das BAG tauscht sich regelm\u00e4ssig mit allen Kantonen aus, um die Wichtigkeit der repetitiven Testung in den Schulen und Betrieben zu unterstreichen sowie wenn n\u00f6tig, Unterst\u00fctzung in der Planung und Umsetzung zu bieten.</p><p>8. Zur Bew\u00e4ltigung der Covid-19 Pandemie ist von entscheidender Bedeutung, die Pr\u00e4valenz und das Auftreten neuer Varianten in Echtzeit zu \u00fcberwachen. Aus diesem Grund hat das BAG im M\u00e4rz 2021 ein nationales \u00dcberwachungsprogramm zur systematischen genomischen Sequenzierung von SARS-CoV-2-Neuinfektionen gestartet. Das Ziel ist die schnelle Identifizierung von Varianten, die Anlass zur Sorge geben. Die Strategie, die sich an den Empfehlungen der WHO orientiert, wird vom BAG finanziert und vom Zentrum f\u00fcr neu auftretende Viruserkrankungen der Universit\u00e4tsspit\u00e4ler Genf (HUG) koordiniert.</p><p>Die Sequenzierung von w\u00f6chentlich mindestens 10\u00a0Prozent aller SARS-CoV-2-Neuinfektionen wird \u00fcber die Dauer des Projekts umgesetzt, das vom 1. M\u00e4rz 2021 bis zum 31. M\u00e4rz 2022 l\u00e4uft. Das Programm wird laufend gem\u00e4ss epidemiologischer Entwicklung angepasst. Auf dem Dashboard (www.covid19.admin.ch) ist ersichtlich, wie viele Proben t\u00e4glich sequenziert werden.</p><p>Diese \u00dcberwachung basiert auf der vollst\u00e4ndigen Sequenzierung des Genoms und ist sowohl demografisch als auch geografisch repr\u00e4sentativ. Es erm\u00f6glicht die \u00dcberwachung der Entwicklung der verschiedenen im Umlauf befindlichen Varianten des Virus. Das \u00dcberwachungsprogramm umfasst auch die immunologische Charakterisierung besorgniserregender Varianten, um festzustellen, ob sie m\u00f6glicherweise der durch fr\u00fchere Infektionen oder Impfstoffe verliehenen Immunit\u00e4t entgehen. So ist eine Sequenzierung in jedem Fall f\u00fcr geimpfte F\u00e4lle sowie Reinfektionen erforderlich.</p><p>9. Die Schweiz verf\u00fcgt \u00fcber rund 200 mikrobiologische Laboratorien mit einer Betriebsbewilligung von Swissmedic gem\u00e4ss Art. 16 Epidemiengesetz (EpG; SR 818.101). Diese Laboratorien bieten unterschiedliche mikrobiologische Analysen an, nicht alle f\u00fchren gegenw\u00e4rtig Covid-Tests durch. Rund 80 dieser Laboratorien haben die molekularbiologische Diagnostik (PCR) auf SARS-CoV-2 validiert und analysieren regelm\u00e4ssig Proben. Aktuell weisen diese eine t\u00e4gliche Kapazit\u00e4t von 62'200 Proben pro Tag auf (Spitzenkapazit\u00e4t bis 89'300 Proben pro Tag m\u00f6glich).</p><p>Durch die Methode des Pooling von Proben (bis zu 10 Proben pro Pool), kann die Menge an mittels PCR getesteten Proben stark erh\u00f6ht werden. Mehr als 20 Labore bieten diese Methode an, darunter alle Grosslabore der Schweiz.</p><p>Die Gesamttestungskapazit\u00e4t der Schweiz liegt jedoch viel h\u00f6her, da die molekularbiologische Diagnostik mit der Testung mittels Antigen-Schnelltest in Testzentren, Apotheken, \u00c4rztepraxen und Spit\u00e4lern komplementiert werden kann.</p><p>10. Die Massnahmen zur Eind\u00e4mmung der Pandemie treffen Kinder und Jugendliche unterschiedlich schwer, je nach pers\u00f6nlicher, famili\u00e4rer, schulischer und auch sozio\u00f6konomischer Situation. Zu p\u00e4dagogischen Massnahmen kann sich der Bundesrat nicht \u00e4ussern, diese zu ergreifen liegt in der Kompetenz der Kantone und den einzelnen Bildungseinrichtungen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1631059200000)\/","SubmittedBy":"B\u00e4umle Martin","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1686873600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1712764091420)\/","SubmissionDate":"\/Date(1620172800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5109,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Umwelt|Gesundheit"}}