{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213638,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213638,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3638","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Vergleichbarkeit und Mobilit\u00e4t in der beruflichen Bildung mit Leistungspunktesystem f\u00f6rdern","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die f\u00fcr Berufsbildung zust\u00e4ndigen europ\u00e4ischen Minister und die Europ\u00e4ische Kommission vereinbarten 2002 in Kopenhagen eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung. Die Schweiz unterst\u00fctzt die Zielsetzungen des Kopenhagen-Prozesses und ist daran interessiert, den beruflichen Bildungsweg im internationalen Kontext zu st\u00e4rken und die Vergleichbarkeit von Schweizer Berufsbildungsabschl\u00fcssen im globalisierten Arbeitsmarkt zu verbessern. </p><p>Die Entwicklung eines Leistungspunktesystems, European Credit system for Vocational Education and Training (ECVET), soll die Transparenz und Vergleichbarkeit der Bildungssysteme zwischen den L\u00e4ndern Europas erm\u00f6glichen und die grenz\u00fcberschreitende Mobilit\u00e4t der Lernenden in der beruflichen Bildung f\u00f6rdern. Indem erworbene Lernergebnisse miteinander vergleichbar werden und somit validiert und anerkannt werden k\u00f6nnen, erleichtert ECVET den Wechsel zwischen verschiedenen Lernkontexten.</p><p>In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Mit welchen aktuellen Massnahmen unterst\u00fctzt die Schweiz den Kopenhagen-Prozess? Welche Massnahmen hat sie zur Einf\u00fchrung von ECVET zur besseren Vergleichbarkeit der Berufsbildungsabschl\u00fcsse im globalisierten Arbeitsmarkt ergriffen?</p><p>2. Wurden seitens des SBFI Anstrengungen unternommen, bei anstehenden Revisionen oder bei der Erarbeitung von Bildungserlassen f\u00fcr neue Berufe verst\u00e4rkt die Zusammenarbeit mit anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern zu suchen, um die Vergleichbarkeit auf der Basis eines europ\u00e4ischen Leistungspunktesystems voranzutreiben?</p><p>3. Wurden Massnahmen ergriffen, um das europ\u00e4ische Leistungspunktesystem erg\u00e4nzend zum bestehenden Validierungs- und Anerkennungsverfahren von non-formal erworbenen Kompetenzen in der Schweiz anzuwenden, damit l\u00e4ngerfristig die Transparenz, Vergleichbarkeit und Durchl\u00e4ssigkeit zwischen den verschiedenen Bildungsebenen (Berufliche Grundbildung, H\u00f6here Berufsbildung, Hochschule) verbessert wird? </p><p>4. Wurden Konzepte erarbeitet, um das europ\u00e4ische Leistungspunktesystem f\u00fcr die Entwicklung von Partnerschaften auf nationaler und transnationaler Ebene zu nutzen, um so die berufliche Mobilit\u00e4t in der Berufsbildung zu verbessern?</p><p>5. Wurden Schritte unternommen, um wissenschaftliche Konzepte wie zum Beispiel den Skill Weights Approach von Lazaer (2003) f\u00fcr die Vergleichbarkeit und Messung beruflicher Kompetenzen zu nutzen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Schweiz hat den Kopenhagen-Prozess sowie die Entwicklung der damit verbundenen Transparenzinstrumente (insbesondere Europ\u00e4ischer Qualifikationsrahmen EQR, Europass, European Credit System for Vocational Education and Training ECVET und European Quality Assurance for Vocational Education and Training EQAVET) von Anfang an mitverfolgt. Sie hat auch Einsitz in den entsprechenden Fachgremien der EU und kann sich dort einbringen. Das Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation SBFI hat den potentiellen Nutzen der verschiedenen Instrumente f\u00fcr die Schweizer Berufsbildung eingehend gepr\u00fcft und einzelne Instrumente gezielt umgesetzt. 2014 wurde zur F\u00f6rderung der besseren internationalen Vergleichbarkeit der Schweizer Abschl\u00fcsse die Einf\u00fchrung des nationalen Qualifikationsrahmens f\u00fcr die Berufsbildung (NQR Berufsbildung) priorisiert. Auch die meisten europ\u00e4ischen L\u00e4nder haben heute entsprechende Qualifikationsrahmen eingef\u00fchrt. ECVET hingegen ist als Instrument in Europa deutlich weniger etabliert und wird weniger genutzt. Auch ist die Umsetzbarkeit von ECVET in dualen Berufsbildungssystemen, in denen Kompetenzen transversal \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum erworben werden, beschr\u00e4nkter als in schulisch gepr\u00e4gten Berufsbildungssystemen. Zudem wird der Mehrwert von ECVET zur F\u00f6rderung der Anerkennung und Vergleichbarkeit der Schweizer Berufsabschl\u00fcsse im Vergleich zum NQR Berufsbildung als geringer eingesch\u00e4tzt. ECVET kann unter Umst\u00e4nden bei grenz\u00fcberschreitenden Mobilit\u00e4tsaktivit\u00e4ten w\u00e4hrend einer beruflichen Bildung einen gewissen Nutzen bringen.</p><p>2. Die Kernanliegen von ECVET sind in der Schweizer Berufsbildung umgesetzt: Die Abschl\u00fcsse der beruflichen Grundbildung und der h\u00f6heren Berufsbildung werden mit Handlungskompetenzen definiert. Diese entsprechen den \"Units of Learning Outcome\" von ECVET. Sie erm\u00f6glichen eine bessere internationale Vergleichbarkeit und bei Bedarf die Verwendung von ECVET. Die inhaltliche Definition der Abschl\u00fcsse der Berufsbildung liegt in der Zust\u00e4ndigkeit der Organisationen der Arbeitswelt. Diese definieren bei jeder Erarbeitung oder Revision von Bildungserlassen die erforderlichen Lernergebnisse in Form von Handlungskompetenzen. Das SBFI gibt keine Inhalte vor, hat aber die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen, damit die Abschl\u00fcsse der Schweizer Berufsbildung den Anforderungen an eine bessere internationale Vergleichbarkeit entsprechen. Organisationen der Arbeitswelt, denen die grenz\u00fcberschreitende Vergleichbarkeit der Berufsbilder wichtig ist, kooperieren bei Bedarf mit europ\u00e4ischen Partnern, um die Kompetenzprofile aufeinander abzustimmen. </p><p>3. Die Anrechnung von Bildungsleistungen an die berufliche Grundbildung und die h\u00f6here Berufsbildung wird in verschiedenen Projekten der Initiative \"Berufsbildung 2030\" gemeinsam mit den Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt vorangetrieben. Sie erm\u00f6glicht es, Kompetenzen anzurechnen unabh\u00e4ngig davon, wo diese erworben wurden. Die Hochschulen haben Verfahren entwickelt, um fr\u00fchere, auch ausserhalb der Hochschule erworbene Bildungsleistungen, Kenntnisse und/oder relevante Berufserfahrungen an ein Studium anzurechnen. So sieht z.B. die \"Best Practice Zulassung zum Bachelorstudium an Fachhochschulen\" der Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen (swissuniversities) vor, dass in der h\u00f6heren Berufsbildung erworbene Praxis- und Bildungsleistungen bis maximal 90 ECTS an das Bachelorstudium angerechnet werden k\u00f6nnen. Das Verfahren und der Entscheid zur Zulassung liegen in der Kompetenz der jeweiligen Fachhochschule.</p><p>4. ECVET kann von Schweizer Projekttr\u00e4gern fakultativ bei grenz\u00fcberschreitenden Mobilit\u00e4tsprojekten mit europ\u00e4ischen Partnern im Rahmen der Schweizer L\u00f6sung zu Erasmus+ eingesetzt werden. Die mit der Umsetzung beauftragte Agentur Movetia unterst\u00fctzt bei Bedarf die Projekttr\u00e4ger und sorgt f\u00fcr den Austausch von guten Praktiken.</p><p>5. Die Inhalte der Abschl\u00fcsse der formalen Berufsbildung werden von den zust\u00e4ndigen Organisationen der Arbeitswelt in Form von Handlungskompetenzen (learning outcomes) definiert. Das SBFI subventioniert die Berufsentwicklung und die Begleitung durch Berufsp\u00e4dagoginnen und Berufsp\u00e4dagogen, welche die erforderlichen wissenschaftlichen Ans\u00e4tze in den Berufsentwicklungsprozess einfliessen lassen. Auch bildungs\u00f6konomische Modelle k\u00f6nnen interessante Erkenntnisse liefern. Das SBFI macht jedoch keine Vorschriften, welche Konzepte und Methoden eingesetzt werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1629849600000)\/","SubmittedBy":"Munz Martina","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1686873600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"10|32","Category":null,"Modified":"\/Date(1729163705020)\/","SubmissionDate":"\/Date(1622678400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5110,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Europapolitik|Bildung"}}