{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213715,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213715,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3715","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Impulsprogramm zur Pr\u00e4vention von Gewalt im Alter mit Fokus auf Betreuung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein Impulsprogramm zur Pr\u00e4vention von Gewalt im Alter zu realisieren - basierend auf dem Postulatsbericht 15.3945 \"Gewalt im Alter\" und unter Ber\u00fccksichtigung der Resultate des F\u00f6rderprogramm \"Entlastungsangebote f\u00fcr betreuende Angeh\u00f6rige\" (BAG, 2020) sowie des Berichts \"Altershilfen in den Kantonen\" (BSV, 2020) und weiterer Forschungsresultate.</p><p>Das Programm soll auf die Sensibilisierung und Enttabuisierung von Gewalt im Alter, die St\u00e4rkung bisheriger Pr\u00e4ventions-, Bildungs- und Vernetzungsangebote und den Ausbau von qualitativ guten, einfach zug\u00e4nglichen Angeboten zur Betreuung \u00e4lterer Menschen und zur Entlastung der betreuenden Angeh\u00f6rigen abzielen. Dabei kann es sich auf die in den letzten Jahren konkretisierte, breite Definition von Betreuung im Alter st\u00fctzen (vgl. zBsp Kn\u00f6pfel et al, 2020)</p>","ReasonText":"<p>Gewalt im Alter f\u00fchrt zu viel Leid und ist eine grosse Belastung f\u00fcr alle betroffen Stellen - gleichzeitig bleibt es ein gesellschaftliches Tabu. Wie stark fragile \u00e4ltere Menschen auf die Unterst\u00fctzung von Dritten angewiesen sind, hat die Corona-Pandemie in aller Deutlichkeit vor Augen gef\u00fchrt.</p><p>Der Postulatsbericht 15.3945 zeigt eindr\u00fccklich auf, wie weitreichend das Problem von Gewalt im Alter ist. Der Bericht sch\u00e4tzt, dass zwischen 300 000 - 500 000 Menschen ab 60 Jahren pro Jahr Opfer von Gewalt, Missbrauch oder Vernachl\u00e4ssigung sind. Dabei sind Misshandlungen oft auch auf die \u00dcberforderung und \u00dcberlastung von Angeh\u00f6rigen, Fachpersonen und des Pflege- und Betreuungspersonal zur\u00fcckzuf\u00fchren.</p><p>Er regt insbesondere folgende Verbesserungen an:</p><p>1. Wissensvermittlung, Problembewusstsein f\u00f6rdern,</p><p>2. Koordination der Akteure/bestehende Angebote st\u00e4rken, </p><p>3. Angebot ausbauen/Qualit\u00e4t steigern,</p><p>4. Nationaler Aktionsplan.</p><p>Diese Empfehlungen decken sich mit denjenigen des F\u00f6rderprogramms \"Entlastungsangebote f\u00fcr betreuende Angeh\u00f6rige\". Im Synthesebericht wird ein Aufbau regionaler Anlaufstellen, eine Zusammenarbeit zwischen Fachpersonen &amp; Angeh\u00f6rigen sowie eine bessere Zug\u00e4nglichkeit von Betreuung gefordert. </p><p>Ebenfalls eine Basis f\u00fcr das Impulsprogramm liefert die Studie \"Altershilfen in den Kantonen\" (BSV, 2020). Es wird dem Bund empfohlen gemeinsam mit den Kantonen Wissen zur Versorgungslage und zur bedarfsorientierten Angebotssteuerung aufzubauen - um so sicherzustellen, dass \u00e4ltere Menschen eine qualitativ gute, bedarfsgerechte Unterst\u00fctzung erhalten.</p><p>Die zentrale Bedeutung guter Betreuung betonen auch weitere Studien: Meier et al. (ProSenectute/ZHAW, 2020) zeigen, Betreuungsangebote entsprechen nicht nur einem Bedarf, sondern setzen direkt bei den im Postulatsbericht genannten Risikofaktoren an (Isolation, Gesundheitszustand, \u00dcberlastung Umfeld, sozio\u00f6konomische Integration). Zug\u00e4ngliche, erschwingliche Betreuungsangebote k\u00f6nnen diese Risikofaktoren substanziell mildern bzw. pr\u00e4ventiv wirken. Schliesslich kann eine gute Betreuung durch den Aufbau einer Vertrauensbeziehung die Fr\u00fcherkennung von Misshandlungsf\u00e4llen verbessern und zur Enttabuisierung beitragen. Im von der FHNW publizierten Wegweiser f\u00fcr gute Betreuung im Alter sind die Eckwerte einer qualitativ guten Betreuung festgehalten und insbesondere die psychosozialen Handlungsfelder ausgef\u00fchrt.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Mit der Verabschiedung des Berichts zur Erf\u00fcllung des Postulats 15.3945 Glanzmann-Hunkeler \"Gewalt im Alter verhindern\" im September 2020 hat der Bundesrat die Bedeutung der Problematik anerkannt und dabei auf die Notwendigkeit hingewiesen, gemeinsam mit den Kantonen und den zust\u00e4ndigen Akteuren Pr\u00e4ventions- und Interventionsmassnahmen in die Wege zu leiten. Der Bundesrat wartet nun die Ergebnisse der vom EDI durchgef\u00fchrten Anh\u00f6rung der zust\u00e4ndigen kantonalen Direktorenkonferenzen (KdK, SODK, GDK, KKJPD sowie KOKES) ab, bevor er \u00fcber das weitere Vorgehen entscheidet. Infolge der Corona-Pandemie wurde die Diskussion auf Wunsch der Kantone, die f\u00fcr die meisten Bereiche der Pr\u00e4vention von Gewalt im Alter zust\u00e4ndig sind, sistiert. Alle Beteiligten haben jedoch zugesagt, die Diskussion im Fr\u00fchjahr 2022 wiederaufzunehmen. Der Bundesrat wird somit bis Ende 2022 Stellung nehmen.</p><p>Dennoch ist das Thema in den letzten Monaten nicht in Vergessenheit geraten. Ein Aktionsplan zur Umsetzung des \u00dcbereinkommens des Europarats zur Verh\u00fctung und Bek\u00e4mpfung von Gewalt gegen Frauen und h\u00e4uslicher Gewalt (Istanbul-Konvention; SR 0.311.35) ist in Bearbeitung. In diesem Zusammenhang wird auch den spezifischen Bed\u00fcrfnissen der \u00e4lteren Menschen Rechnung getragen. Am Strategischen Dialog vom 30. April 2021, an dem der Bund, die Kantone und zivilgesellschaftliche Organisationen teilnahmen, wurde zum Abschluss des Anlasses die \"H\u00e4usliche Gewalt: Roadmap von Bund und Kantonen\" unterzeichnet. (www.bj.admin.ch &gt; Gesellschaft &gt; H\u00e4usliche Gewalt &gt; Strategischer Dialog \"H\u00e4usliche Gewalt\"). Darin ist unter anderem die Initiative der Schweizerischen Kriminalpr\u00e4vention (SKP) aufgef\u00fchrt, die darauf abzielt, eine Informationskampagne gegen h\u00e4usliche Gewalt mit Fokus auf \u00e4ltere Personen durchzuf\u00fchren.</p><p>Wie die Motion unterstreicht, wirft die Misshandlung \u00e4lterer Menschen Fragen auf, die \u00fcber die h\u00e4usliche Gewalt hinausgehen und insbesondere die Bereiche Pflege, Betreuung und pflegende Angeh\u00f6rige betreffen. Der Bedarf und die Handlungsoptionen in diesen Bereichen werden im Hinblick auf die Wiederaufnahme der Diskussionen mit den Kantonen gemeinsam mit den betroffenen Bundes\u00e4mtern und Organisationen gepr\u00fcft werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1629244800000)\/","SubmittedBy":"Glanzmann-Hunkeler Ida","BusinessStatus":204,"BusinessStatusText":"Zugewiesen an die behandelnde Kommission","BusinessStatusDate":"\/Date(1778154695000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|1216|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1780657185177)\/","SubmissionDate":"\/Date(1623715200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5110,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Strafrecht|Gesundheit"}}