{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213723,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213723,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3723","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Mehrsprachigkeit. Die Rekrutenschule zur Verbesserung der Kenntnis einer anderen Landessprache nutzen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Vergangenheit wurde die Armee oft als Schl\u00fcssel des gesellschaftlichen Zusammenhalts zwischen den verschiedenen Regionen, den verschiedenen Kulturen und den verschiedenen sozialen Schichten unseres Landes angesehen. Der grosse Bestand der Milizsoldaten - Staatsb\u00fcrgern in Uniform - erm\u00f6glichte einen echten Austausch zwischen ebendiesen Regionen, Kulturen und sozialen Schichten. Mit dem drastischen R\u00fcckgang der Anzahl Dienstleistenden, die regelm\u00e4ssig zum Milit\u00e4rdienst aufgeboten werden, wurde dieser Effekt nat\u00fcrlich zunichtegemacht. Dabei war es die Gelegenheit, dass sich Menschen von einem Ende der Schweiz zum anderen, von West bis Ost und von Nord bis S\u00fcd, kennenlernen. Praktisch jeder Soldat hatte die Gelegenheit, sich mit einem Staatsb\u00fcrger aus einer anderen Sprachregion auszutauschen. Das Gef\u00fchl, dem gleichen Land anzugeh\u00f6ren, ein gemeinsames Schicksal zu teilen, die gleichen Sorgen zu haben, war allgegenw\u00e4rtig.</p><p>Nach verschiedenen Volksbefragungen nimmt das Gef\u00fchl einer geteilten Gesellschaft zu, immer h\u00e4ufiger auch das Gef\u00fchl einer Trennung zwischen Stadt und Land.</p><p>Ausserdem wird h\u00e4ufig bedauert, dass die Kenntnis der anderen Landessprachen abnimmt. Trotz der Bem\u00fchungen der Kantone, Programme f\u00fcr den Sprachunterricht zu entwickeln, und trotz der F\u00f6rderung von Sprachaustauschen muss festgestellt werden, dass die \"soziale Mischung\" leider fehlt.</p><p>Hier kann die Armee einen Beitrag leisten. Sie bleibt eine Milizorganisation, die Schweizerinnen und Schweizer aller geografischen, kulturellen und sozialen Hintergr\u00fcnde zusammenbringt. Heute richtet sich die Truppenorganisation, auch in den Rekrutenschulen, jedoch meist nach der sprachlichen Herkunft der Soldatinnen und Soldaten. Wieso ist dies so und wie soll der Austausch, der f\u00fcr den Zusammenhalt unseres Landes so wichtig ist, gef\u00f6rdert werden?</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Hat die Armee bereits in Betracht gezogen, die Soldatinnen und Soldaten in Bezug auf ihre geografische Herkunft zu mischen, um ein besseres Verst\u00e4ndnis der Sprache und der Kultur der anderen zu f\u00f6rdern?</p><p>2. K\u00f6nnte die Armee Sprachkurse in den ersten Wochen der Rekrutenschule anbieten, um f\u00fcr die jungen Rekrutinnen und Rekruten einen Anreiz f\u00fcr einen Sprachaufenthalt w\u00e4hrend ihrer Grundausbildung zu schaffen? Wenn ja, in welchem Ausmass?</p><p>3. Ist es m\u00f6glich, f\u00fcr die erworbenen Sprachkenntnisse sp\u00e4testens am Ende der Rekrutenschule ein Zertifikat auszustellen, um die Rekrutinnen und Rekruten zus\u00e4tzlich zum Sprachenlernen zu motivieren?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Ann\u00e4herung zwischen den Sprachregionen unseres Landes ist nach wie vor ein zentraler Bestandteil der Erfahrungen, die im Milit\u00e4rdienst gemacht werden. W\u00e4hrend den Schulen, Wiederholungskursen, \u00dcbungen und Verlegungen lernen die jungen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Uniform die verschiedenen Landesteile kennen und schliessen Freundschaften mit Kameradinnen und Kameraden aus allen Sprachregionen. In der Schweizer Armee wird der Grundsatz \"jede und jeder spricht die eigene Sprache und wird von den anderen verstanden\" gelebt.</p><p>1. Die verschiedenen Schulen sind \u00fcber das ganze Land verteilt, so werden die Soldatinnen und Soldaten nicht unbedingt in ihrer Herkunftsregion und ihrer Muttersprache ausgebildet. Zudem umfassen die meisten Rekrutenschulen gemischtsprachige (zwei- oder dreisprachige) Kompanien oder Z\u00fcge. Die Zuteilung einer Funktion erfolgt entsprechend dem pers\u00f6nlichen Leistungsprofil der Rekrutin oder des Rekruten. Nur wenn die f\u00fcr eine Funktion erforderlichen sprachlichen F\u00e4higkeiten nicht ausreichen, kann die Rekrutin oder der Rekrut die Rekrutenschule in einer anderen Funktion in der eigenen Muttersprache besuchen. Der Bundesrat ist deshalb der Ansicht, dass das bisherige, bew\u00e4hrte Verfahren beibehalten werden sollte.</p><p>2. / 3. W\u00e4hrend der Rekrutenschule wird bereits jetzt sehr viel Wissen vermittelt, dies ist nur schwer mit der Einf\u00fchrung zus\u00e4tzlicher Lektionen zur Verbesserung der individuellen Sprachkompetenzen vereinbar. Es ist deswegen kaum m\u00f6glich, innerhalb der vorgesehenen Dauer der Grundausbildung eine Fremdsprache auf dem f\u00fcr die Armee erforderlichen Niveau zu erlernen. Entsprechend k\u00f6nnen die im Milit\u00e4rdienst erworbenen Sprachkenntnisse nicht zertifiziert werden.</p><p>Die Armee weist aber schon heute die im Dienst erworbenen Sprachkompetenzen von Milizkadern, die eine mehrsprachige Einheit f\u00fchren, im Bildungs- und Kompetenznachweis aus.</p><p>Die Armee ist eine Organisation, wo man sich \u00fcber die Sprachgrenzen hinweg trifft, austauscht, zusammenarbeitet, wo jede und jeder die Gelegenheit nutzen kann, das eigene Sprachniveau in der Praxis zu verbessern. Nach Abschluss der Schulen und dem Abverdienen k\u00f6nnen Milizkader, die Sprachkurse belegen oder ihre erworbenen Kenntnisse zertifizieren lassen wollen, ausserdem die von der Armee gew\u00e4hrten Ausbildungsgutschriften in Anspruch nehmen. So wurden in der Zeitspanne zwischen dem ersten Januar 2018 und dem 23. Juni 2021 17\u00a0Prozent aller Anfragen f\u00fcr Ausbildungsgutschriften f\u00fcr Sprachkurse eingesetzt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1629244800000)\/","SubmittedBy":"Juillard Charles","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1632355200000)\/","ResponsibleDepartment":6,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Verteidigung, Bev\u00f6lkerungsschutz und Sport","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"VBS","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"9|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1690503579390)\/","SubmissionDate":"\/Date(1623715200000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5110,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Sicherheitspolitik|Kultur"}}