{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213834,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213834,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3834","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Deutschland macht es vor. K\u00fcken t\u00f6ten verbieten!","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die T\u00f6tung von in der Legehennenindustrie nicht erw\u00fcnschten m\u00e4nnlichen K\u00fcken zu verbieten.</p>","ReasonText":"<p>In der Schweiz werden j\u00e4hrlich rund drei Millionen m\u00e4nnlicher K\u00fcken vergast, weil sie als Nebenprodukte der Eierindustrie keine Verwendung finden. Vor dem Hintergrund des tierschutzrechtlichen W\u00fcrdeschutzes ist diese Praxis nicht hinnehmbar, dennoch wird diese Praxis seit Jahren aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden toleriert.</p><p>Deutschland hat am 20. Mai 2021 endg\u00fcltig ein Verbot der K\u00fckent\u00f6tung beschlossen. Dieses tritt per 2022 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt sind Verfahren einzusetzen, die bei der Geschlechtsbestimmung im Ei ansetzen und teilweise bereits heute eingesetzt werden (z.B. Respeggt, im Schweizer Detailhandel in kleiner Menge erh\u00e4ltlich). Verschiedene Verfahren stehen kurz vor der Markteinf\u00fchrung oder werden bereits verwendet und weiterentwickelt.</p><p>Das in Deutschland zu bew\u00e4ltigende Volumen von 45 Millionen Eiern, die m\u00e4nnlichen K\u00fcken enthalten, ist technisch aktuell noch nicht zu bew\u00e4ltigen, dennoch hat sich Deutschland dazu entschlossen, den Schritt zu wagen und die Industrie zu verpflichten, auf die verf\u00fcgbaren Alternativen zur K\u00fckent\u00f6tung umzusteigen. Neben der Geschlechtsbestimmung im Ei geh\u00f6ren auch die Aufzucht von \"Bruderh\u00e4hnen\" (weniger Fleischansatz, l\u00e4ngere Mast der m\u00e4nnlichen Tiere) sowie die Verwendung von Zweinutzungszuchtlinien (Fleisch und Eier statt einseitige Hochleistungszucht) dazu.</p><p>In der Schweiz indessen, die sich gerne als Tierschutzvorreiterin sieht, tut sich nichts. Die Schweizer Gefl\u00fcgelindustrie wartet ab und beobachtet die Entwicklung in Deutschland. Es w\u00e4re jedoch ihre Pflicht, ihren aktiven Beitrag zur L\u00f6sung dieses Problems zu leisten. Stattdessen werden die Produktionszahlen j\u00e4hrlich erh\u00f6ht und die Tiere weiterhin mittels CO2, das keinen \"humanen\" Tod gew\u00e4hrleistet, get\u00f6tet. Es ist h\u00f6chste Zeit, gesetzgeberisch Leitplanken zu setzen. Die Schweiz soll ihre Verantwortung wahrnehmen. Sie ist in der perfekten Ausgangssituation, um die noch jungen technischen Verfahren zu erproben und bei der Weiterentwicklung zu unterst\u00fctzen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Alternative Methoden, um das Geschlecht der K\u00fcken bereits im Ei zu bestimmen und die m\u00e4nnlichen K\u00fcken fr\u00fchzeitig im Brutprozess fachgerecht zu t\u00f6ten, werden in der Schweiz begr\u00fcsst. Sie sind allerdings noch nicht f\u00fcr die breite Anwendung in der Praxis eingef\u00fchrt.</p><p>Um die Praxistauglichkeit der alternativen Methoden zu garantieren, m\u00fcssen verschiedene Kriterien erf\u00fcllt sein: Die Geschlechtsbestimmung im Brutei muss fr\u00fchzeitig erfolgen, darf keine Beeintr\u00e4chtigung der Tiergesundheit nach sich ziehen und muss in der Lage sein, eine praxisrelevante Anzahl von Bruteiern pro Zeiteinheit zu erfassen und zu selektieren. In diesem Zusammenhang sind Fragen in Bezug auf die praktische Umsetzung des Verbots in Deutschland noch offen. Gem\u00e4ss deutschem Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) werden aktuell w\u00f6chentlich rund 60'000 Bruteier identifiziert. Im Verh\u00e4ltnis zu den rund 45 Mio. m\u00e4nnlichen K\u00fcken, die in Deutschland kurz nach dem Schl\u00fcpfen get\u00f6tet werden, ist diese Zahl noch niedrig.</p><p>Solange es in der Praxis keine zuverl\u00e4ssige alternative Methode gibt, ist es nicht angebracht, in der Schweiz ein Verbot zu erlassen, welches noch nicht durchgesetzt werden kann. Sobald dies der Fall ist, wird ein Verbot durchaus gepr\u00fcft. Die grossen Br\u00fctereien in der Schweiz haben sich zudem schon heute bereit erkl\u00e4rt, die neuen Technologien anzuwenden, sobald eine breit umsetzbare Methode f\u00fcr die Geschlechterbestimmung zur Verf\u00fcgung steht.</p><p>Die Infrastruktur f\u00fcr die Schweizer Br\u00fctereien wird ausschliesslich im Ausland beschafft. Der schweizerische Eiermarkt ist im Vergleich zu den grossen Agrarnationen in der Europ\u00e4ischen Union zu klein, um f\u00fcr alternative Methoden der Geschlechtsbestimmung eine eigene Forschung zu finanzieren.</p><p>In der Schweiz gibt es aber Programme, in denen Bruderh\u00e4hne (m\u00e4nnliche K\u00fcken der Legehennen) nicht get\u00f6tet, sondern aufgezogen werden, obwohl sie sich aufgrund ihres geringen Muskelanteils nicht f\u00fcr die Mast eignen. Der Marktanteil lag 2020 bei rund 1\u00a0Prozent, was unter anderem am Preis liegen kann. Dieser ist ca. doppelt so hoch wie bei einem konventionellen Poulet. Weiter existieren Programme, bei denen die weiblichen H\u00fchner in der Eierproduktion eingesetzt werden und die m\u00e4nnlichen Tiere dennoch f\u00fcr die Mast geeignet sind. Die H\u00fchner dieser Art legen j\u00e4hrlich aber weniger Eier als die ausschliesslich auf die Eierproduktion gez\u00fcchteten Tiere.</p><p>Trotz positiver Ans\u00e4tze dieser Programme im Hinblick auf den Tierschutz muss auch beachtet werden, dass aufgrund des langsameren Wachstums der Platzbedarf f\u00fcr die Mast erheblich gr\u00f6sser ist und zudem mehr Futtermittel \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum zur Verf\u00fcgung gestellt werden m\u00fcssen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1629849600000)\/","SubmittedBy":"Schneider Meret","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1686873600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1763103333657)\/","SubmissionDate":"\/Date(1623888000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5110,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}